Amthor ist Feminist, B*tch! Mit Gianni und Sookee

Shownotes

Wenn sich CDU-Nachwuchshoffnung Philipp Amthor Feminist nennt und die AfD von Solidarität spricht, ist klar: Hier eignet sich gerade jemand Begriffe an – und verändert damit möglicherweise auch ihre Bedeutung. Denn Sprache ist nie eindeutig, sie verändert sich ständig. Und genau deshalb sind Worte politisch umkämpft.

In einer neuen Folge „Lauter Leute“ nehmen Sookee und Gianni Jovanovic unsere Sprache genauer unter die Lupe – und fragen, wer eigentlich bestimmen kann, was Wörter bedeuten. Denn seit sich marginalisierte Gruppen stärker Gehör verschaffen, werden auch sprachliche Konflikte sichtbarer. Und so eröffnet sich eine Chance, die viel zu selten als solche begriffen wird, finden die beiden.

Unsere Hosts (zumindest zwei von vier) fragen: Wer spricht wo? Aus welcher Position? Mit welcher Macht – und welcher Verantwortung? Es geht um die Sprechakttheorie und darum, wie Gruppen gewaltvolle Fremdbezeichnungen reclaimen und für sich neu besetzen. Ganz nach dem Motto: Wenn ich einen Begriff selbst verwende, kannst du mir damit nicht mehr wehtun! Aber funktioniert das wirklich? Bei welchen Wörtern gelingt das – und bei welchen so gar nicht?

Die Folge wurde am 28. September 2026 aufgezeichnet.

LINKS

Sookee benutzt in der Folge die Metapher von marginalisierten Gruppen, die jetzt mit am Tisch sitzen und mitsprechen. Sie bezieht sich dabei auf das Buch „Das Integrationsparadox“ von Aladin El-Mafaalani.

Mehr zur Sprechakttheorie von John Austin und John Searle lest ihr hier.

Judith Butler hat die Theorie in ihrem Buch „Haß spricht“ aus queerfeministischer Perspektive weiterentwickelt.

Gianni empfiehlt die Arbeit der Bildungsreferentin Oyindamola Alashe zum Thema Sprache. Sookee die Instagram-Accounts von Juli Faber und Susanne Siegert aka Keine Erinnerungskultur.

Und wer diesen Monat noch ein paar Euros übrig hat, hilft bitte der Servicestelle Interkulturelles Lernen in Schulen in Sachsen-Anhalt.

Zu guter Letzt noch ein bisschen Werbung in eigener Host-Sache: Das neue Buch „So ist das Leben mit Erwachsenen“ von Sookee, ManuEla Ritz und Simbi ist da!

TEAM

Redaktion: Jasper von Römer; Hosts: Sookee, Suraj Mailitafi, Gianni Jovanovic und Luna Möbius; Produktion: Benjamin Jenak; Cover: Annika Keymer; Sprecherin: Karla Schröder

TRANSPARENZ

Veto wird anteilig von der GLS Treuhand und der Schöpflin Stiftung gefördert – vor allem aber durch die Crowd finanziert.

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute ist alles irgendwie vog, wenn ich keine Ahnung Haar-Familie bestelle.

00:00:03: Ich bin wahrscheinlich kurz vor der Revolution oder so.

00:00:05: Diesen Begriff umdeuten kann dafür sorgen, dass du dich wirklich irgendwann mal rechtfertigen musst dafür, dass Du wachsam bist!

00:00:14: Parteien und rechte Organisation kämpfen immer wieder in dem Kulturkampf eben auch mit Begriffen und Umbegriffe.

00:00:21: Solidarität ist die Nächste auf der Liste.

00:00:24: Wir müssen uns wirklich sehr, sehr woke verhalten und darauf achten, dass das nicht auch noch passiert.

00:00:32: Lauter!

00:00:33: Lauter?

00:00:33: Ein bisschen

00:00:33: lauter.

00:00:34: Ich kann Sie nicht hören, können Sie lauter sprechen...

00:00:36: Na ja natürlich, so eine Debatte wo lauter Leute sitzen.

00:00:40: Wir sind alle

00:00:40: schlauer als ich.

00:00:41: Ich sag's mal ganz provokativ.

00:00:42: Hörschlägen bis es noch lauter wird.

00:00:44: Es sollte nicht mehr gerade das für jemanden aus der Seine durch die Straße gehen.

00:00:52: Wird dazu führen, dass es noch Lauter

00:00:54: wird?!

00:00:56: Lauter alte Leute.

00:00:57: Noch größer, noch lauter,

00:00:59: noch actiongeladener.

00:01:02: Taschen!

00:01:03: Hier ist lauter Leute.

00:01:04: der Podcast vom Veto-Magazin für Protest und Verantwortung.

00:01:08: Und das Veto Magazin kümmert sich auch Menschen die sehr konkret handeln also unterschiedlichste Form von Aktivismus in ihrem wunderbaren wertvollen Leben Raum geben.

00:01:18: Und Johnny Jovanovic und meine eine Suki sind heute an ihr treten aber bisschen mit der Idee so von oben ruf zu gucken.

00:01:25: Also nicht im Sinne von oben herabgucken, sondern von oben gucken was die Sprache in unterschiedlichen Räumen, in unterschiedlichem Bubbles und unterschiedliche Framings veranstaltet.

00:01:36: Wir wollen gerne über Bedeutung sprechen heute, denn es ist mal wieder das Bedürfnis da zu gucken, was meine ich eigentlich alle?

00:01:43: Johnny!

00:01:44: Pass auf, ich habe eine folgende Frage.

00:01:46: Als wir beide mit Luna und Zulac gemeinsam diese Fotosession hatten um hier die Bilder der ganze Bildmaterial zu machen für unseren Podcast?

00:01:54: Da bin ich über deinen Namen noch mal erhüpft und habe... Halb im Spaß, halb im Ernst gesagt.

00:01:59: Johnny Jovano-Bitch!

00:02:00: Erinnerst du dich auch noch mehr?

00:02:02: Jaaa, das war toll!

00:02:03: Okay, okay genau.

00:02:04: Das war nicht die Frage bei Kaby nämlich wirklich schlechte Schlafe am Nachgang und habe dir projektionsmäßig unterstellt Du hast es nur aus blanker Sozialverträglichkeit gefeiert.

00:02:11: Und dann dachte ich vielleicht ist das ja ein Wort was du überhaupt nicht ok findest.

00:02:15: und jetzt verulke ich deinen Namen in dieser Weise Wie waren

00:02:18: das?!

00:02:19: Also ich hab das voll gefeiert, weil es spielt immer auch Kontext eine Rolle.

00:02:25: In welchem Raum?

00:02:26: Wer sagt das vor allen Dingen zu mir?

00:02:28: in was von der Beziehung stehen wir und was haben wir vorher gelabert?

00:02:31: oder von Quatsch haben wir ja vorher geredet.

00:02:33: Und wenn du das dann sagst, Giovano bitch!

00:02:35: Ich find das großartig, weil ich mit dem Wort Bitch zum Beispiel etwas ganz Positives verbinde, So self-empowering bedeutet, also gerade als Schüler, als queerer Mann der mit Drag groß geworden ist.

00:02:50: Ist das Wort Bitch für uns quasi auch in der Community einfach ein sehr, sehr empowerndes Wort?

00:02:56: Also es muss nicht unbedingt negativ... gesetzt und deshalb habe ich das sehr gefeuert.

00:03:01: Ich fand es toll, du kleine Maus!

00:03:03: Ja, aber guck mal, weil ich war wirklich nämlich echt dann so ein bisschen über mich selber... also ich hab mich selbst überrumpelt quasi mit dieser Überrumpelung in Deiner Richtung, weil überhaupt nicht wusste sind wir schon so weit miteinander?

00:03:12: Dass wir solche Späße machen ist der Rahmen usw.. Und da waren ganz viele von diesen Ebenen los.

00:03:17: Also da gibt's irgendwie einen Begriff, der eigentlich mal was ganz harmloses bedeutet.

00:03:21: Bitsch bezeichnet da eigentlich eine weiblichen Hundenhündin an englischen Sprache und wurde dann aber sozusagen als abwertender Begriff für Frauen in der Sexarbeit oder solchen, den man ein ähnliches Verhalten unterstellt verwendet.

00:03:33: Um dann im Sinne von Frauen haben irgendwie Sex mit verschiedenen Leuten oder so ... Also was man so als Promisk vielleicht auch benennen würde ja Leute sind gehensteil, sagt man von Zeit zu Zeit?

00:03:45: Und dann ist dieser Begriff wie du es grad beschrieben hast, einen Bedeutungswandel immer noch unterlegen und das verändert sich Und deswegen... Das gilt für so viele verschiedene Begriffe.

00:03:57: Ja, aber voll!

00:03:57: Aber genau das ist ja genau das worum wir heute haben.

00:04:00: Du hast ja gesagt, wir reden über Bedeutung.

00:04:02: Wir reden auch übersagen und meinen und auch tun was bewirkt eigentlich etwas.

00:04:06: Ich habe mich die ganze Zeit gefragt wie bestimmt eigentlich was ein Wort bedeutet?

00:04:10: Also jetzt bei uns beiden.

00:04:12: So wer bestimmt das?

00:04:13: in dem Fall war ich da also der Mensch die Person, die angesprochen worden ist.

00:04:18: Der das sagt auch der Mensch, der das auch hört also ich zum Beispiel.

00:04:22: oder es ist die Gesellschaft ist die Geschichte oder diejenigen, die macht haben ihre Bedeutung durchzusetzen bei bestimmten Narrativen.

00:04:29: Das sind so die Fragen, die mich so ein bisschen interessieren aber ich weiß gar nicht wirklich tatsächlich eine Krise der Bedeitung haben in bestimmten narrativen.

00:04:38: vielleicht haben wir eher ne Krise de Deutungshalt.

00:04:40: weißt du was ich meine?

00:04:41: Also Das ist so das Thema, was ich so gerne heute ein bisschen in der Sendung durchaus noch mal sichtbar machen möchte.

00:04:47: Weil ich finde es kommt immer darauf an wer wo aus welcher Position mit welcher Macht mit welche Verantwortung und mit welchen Deutungshoheit einen Wort in einem bestimmten Kontext

00:05:01: sagt.

00:05:02: Absolut.

00:05:04: Gleich noch vorneweg, an Anfang gestellt ein kleiner entgegengesetzter Moment ... Du sagst Bitches für dich einen Begriff den du okay findest und den als Empower empfindest im bestimmten Kontexten.

00:05:14: Ich erinnere mich als früher Philipp Amthor, unser allerlieblichen Philipp Amtor von der CDU in einem Interview.

00:05:21: Der Benjamin

00:05:22: Batts in der CDU!

00:05:27: Er hat von sich behauptet, er sei Feminist.

00:05:30: Feminists?

00:05:32: Ich bin wirklich in der Mitte schwere Krise geraten, weil ich nicht wusste scheiße ey wenn das jetzt Feminismus ist dann glaube ich muss mir was Neues einfallen lassen.

00:05:39: Aber das ist ja ganz spannend.

00:05:40: also warum verändern wird er ihre Bedeutung und wer darf das denn mitbestimmen?

00:05:46: Also er bestimmt ja bestimmt quasi von seiner Position heraus dass er Feminist ist und kennt eigentlich die Bedeutung, die Geschichte und den Kampf vor allen Dingen.

00:05:56: Und vor allem die Gewalterfahrungen, die auch in Feminismus drinstecken.

00:05:59: Ja?

00:05:59: Das muss man ja auch dazu sagen... Die erkennt ihr wahrscheinlich nicht.

00:06:03: Würde sie auch wahrscheinlich auch nicht anerkennen!

00:06:05: Ich glaube das ist einfach vielleicht eine... Eine Haltung, die er dann hat.

00:06:11: Eine Haltung ist ja noch mal was anderes.

00:06:13: Also eine Haltung kann auch okay sein.

00:06:16: Vielleicht setzt es sich für Frauen irgendwo ein aber ist man gleich ein Feminist?

00:06:22: Ist man gleich solidarisch?

00:06:24: und das sind so die Fragen... die, glaub ich eher ... wahrscheinlich ist er auch noch zu jung.

00:06:29: Oh Gott, war ich jetzt grade adultistisch?

00:06:34: Oh mein Gott!

00:06:35: Batch eins zur fucking Badge!

00:06:38: Oh mein God, jetzt werden wir wieder als anstößig kategorisiert.

00:06:42: Schrecklich.

00:06:42: Das passiert normalerweise nur wenn Luna dabei ist.

00:06:45: Genau.

00:06:46: Aber es ist tatsächlich interessant, weil ich mir dachte, das ist so ein krasser Moment der Deradikalisierung gewesen.

00:06:52: Was bleibt von Feminismus übrig?

00:06:53: Wenn du so als Partei Funktionär der Christlich-Demokratischen Union, diesen Begriff ohne mit der Wimper zu zucken auf dich anwenden kannst.

00:07:00: Auch nicht so ich verhalte mich Feminist oder ich bin Profi, sondern ich bin Feminists.

00:07:05: Holy

00:07:05: crap!

00:07:05: Ich würde sagen er wäre Vogue und Feministe.

00:07:09: das wär ja krass wenn er das gesagt hätte einem vogue und feminist.

00:07:13: und da sind halt so diese begriffe die dann wirklich ganz schnell auch von Menschen genommen werden wo du dir erst mal denkst dicke was ist dein Problem?

00:07:21: Du hast letztens noch Hardcore über Frauen zu geäußert, dass bestimmte Dinge Frauen nicht machen dürfen sollen und so weiter.

00:07:29: Und jetzt auf einmal kommst du mit für Ministerie.

00:07:31: also in was für einer Form benutzt du dieses Wort?

00:07:35: Wie reißt es an dir an?

00:07:36: und das tun ja sehr viele gerade aktuell mit ganz vielen Narrativen

00:07:40: voll.

00:07:40: Deswegen müssen wir uns erstmal vielleicht kurz darauf konzentrieren, dass Bedeutung ja quasi nichts Statisches ist.

00:07:47: Wir wissen ja alle möglichen Bedeutenungen in der Welt aber sagen sprachliche Bedeutung, also die Bedeitung von konkreten Wörtern, von konkreten Begriffen eben nicht irgendwann einst von Gott herabgelassen wurden auf der Erde mit einer Bedealtung ausgestattet.

00:08:03: Mit einer eindeutigen Bedeigung ausgestattert und von dort an blieben sie genau immer so, sondern ganz im Gegenteil je nachdem wie sich Zeitgeschichte verändert, wie sich Gesellschaft-Gesellschaft-Tin verändern Wie bestimmte Aushandlungsprozesse in der Gesellschaft laufen werden auch Begriffe ja sagen wir mal um mit neuen Bedeutung aufgeladen oder Bedeitung verschiebt sich und das ist glaube ich erstmal eine ganz grundlegende wichtige Beobachtung.

00:08:36: Ich mach weiter, mach weiter!

00:08:38: Den Einschwung nehme ich noch kurz mit weil ich den anderen Tag nämlich bei so einem... bei so einer Influencerin auf Insta-Kurzklimi blieben, die immer sehr scharf kannte ihr Sachen auch äußert.

00:08:46: Und ich bin da selten mit der Einer Meinung.

00:08:47: Ich find's interessant zu sehen wie sie argumentiert.

00:08:49: Ich hab jetzt den Channel nicht beratet und es ist nicht wichtig in der Art gibt's hier eine.

00:08:53: Die war nämlich so ja ... nichts hat heute mehr ne Bedeutung, Empowerment was heißt das schon noch?

00:08:59: Denn diese ganzen Identitätsbegriffe, das ist alles irgendwie total verwaschen und unklar.

00:09:05: Irgendwas in mir hat gesagt Ja, stimmt!

00:09:08: Weil Philip Amto ist ja jetzt Feminist.

00:09:12: Und auf der anderen Seite sagt ihr dann aber auch, ja das sei früher irgendwie anders gewesen.

00:09:16: Dann hab ich mich gefragt von welchem Frühjahr spricht sie eigentlich?

00:09:19: Weil nie war Sprache statisch!

00:09:21: Nie war Sprach eindeutig!

00:09:24: Sprache war immer verschiedensten Veränderungen unterlegen und irgendwie ist es so weiß nicht.

00:09:29: habe ich mich da von ihr Rage beten lassen oder so... Aber irgendwie hat's mich auch dann noch so umgetrieben dass sich dieses Thema hier übergeholfen haben uns beiden für heute.

00:09:36: Ich fand das total spannend, weil ich halt so raushöre.

00:09:38: Ja du hast vollkommen recht natürlich hat sich Sprache immer verändert und wir haben ja ein Rechtschreibreform oder wie die Wiesnis rechts schießt die Rechtschrebreform damals?

00:09:47: Der ist

00:09:48: so ja aber das ist ja nur eine Formel.

00:09:52: Genau.

00:09:53: also Sprache und Bedeutung und auch gerade auch Jugendsprache hat ja ganz ganz viel gesetzt und geändert und viele Bedeitungen hier auch klar gemacht und ich glaube dass war immer der Fall.

00:10:02: Ich denke, dass das auch sehr viele in der Gesellschaft anerkennen.

00:10:06: Dass die Sprache verändert.

00:10:07: Zum Beispiel das Wort Geil.

00:10:08: Als ich es damals Anfang der Achtziger benutzt habe, hat meine Mutter mir fast wie ... Das Rückgrat je gebrochen!

00:10:14: Also Verschüsse und heute ist Geils

00:10:16: geil?

00:10:17: Weil Geil immer noch eine sexuelle Erregung mit Tatschwingen lassen.

00:10:22: Genau, aber es hat sich ja auch

00:10:23: ... Du hast das doch gemeint, man weiß nicht.

00:10:26: Wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt irgendwas, keine Ahnung.

00:10:29: Ich glaube die Bravo ist geil!

00:10:31: Das war dann alles kaputt weil Bravo und Geil das geht jahrnisch.

00:10:35: Das war alle

00:10:36: zu unqueer?

00:10:38: Das war hart kollektüre Leid für meine Eltern.

00:10:41: Also ich glaube was sich verändert hat mit Sprache ist zum Beispiel wer mitreden darf weißt du was ich meine?

00:10:48: und wer nicht mehr reden darf.

00:10:49: Das hat sich doch schon sehr verändert.

00:10:52: Ja, früher haben bestimmte gesellschaftliche Gruppen sicherlich Begriffe gesetzt so.

00:10:56: Das kann man schon anerkennen.

00:10:58: aber das Ding ist zum Beispiel bei mir als Roma viele Roma sagen heute ja Moment ihr habt jahrhundertelang dieses Z-Wort zum Beispiel benutzt und was daraus quasi für eine Bedeutung und was Daraus auch vor einer Tat vor allen Dingen aus geworden ist.

00:11:13: Aber jetzt sag ich euch mal wie ich mich selber nennen möchte Und da ist halt die Frage so Inwieweit gibt es diesen Resonanzraum, der das anerkennt und das mitträgt?

00:11:24: Und die Deutung so halt mir dann auch überlässt.

00:11:27: Das ist genau das Problem, weißt du?

00:11:29: Deshalb keine Ahnung.

00:11:30: Bedeutungswandeln sind nichts Neues.

00:11:32: Was glaube ich neu ist in unserer heutigen Zeit – auch diese Influenz von Dygomandels – ist die Geschwindigkeit.

00:11:38: Ist die Geschwindlichkeit des Bedeutzungswandels… durch die Öffentlichkeit, durch sozialen Medien und vor allen Dingen der Zahl der Menschen an diesen Aushandungen sozusagen teilnehmen.

00:11:48: Ja und sagen ich möchte das aber gerne für mich so weil ich das Selbstbestimmungsrecht über meinen Körper habe so ungefähr dass da zum Beispiel diese Menschen viel mehr jetzt irgendwie mit einer sehr großen Geschwindigkeit in den Diskursen ihre Perspektiven teilen

00:12:07: Und das riecht ja dann erstmal nach Konflikt, also dass man sich uneinig ist.

00:12:11: Definitiv!

00:12:12: Dass es irgendwie keine klare Orientierung mehr gibt, dass es eine große Anzahl von Stimmen gibt

00:12:18: und Sicherheit Angst.

00:12:20: Genau damit wird auch wieder politisch gearbeitet.

00:12:22: aber du sagst es sind mehr Stimmen, es sind vor allen Dingen eben Stimmen die... noch nicht so lange am Tisch saßen und mal das Bild zu nutzen, was Aladin Emma Falani im Integrationsparadox nutzt.

00:12:33: Hatte ich

00:12:33: gerade eben noch in der Hand das Buch die Schwörer auf mein Leben.

00:12:36: Schöne Grüße an Aladin!

00:12:38: Das wirklich war... Ich hatte es

00:12:39: gerade eben in der hand, ist erschrecklich.

00:12:41: Was Johnny gemacht hat er lebt sich da hinten im Bude und hat Aladin in der Hand hervorkommen.

00:12:47: Also das war's, ich weiß nicht.

00:12:48: Es werden auch andere Leute ähnliche Gedanken gehabt haben.

00:12:50: Ich will jetzt dem Geniekholt nicht fröhnen an der Stelle aber für den Deutschsprachigen Raum hat er ja auf jeden Fall zentral dazu beigetragen diese Idee populär zu machen oder irgendwie zu benennen und den Leuten klarzumachen.

00:13:02: es ist nicht so dass es nur bei mehreren Gruppensanger vertreten sind Deswegen mehr Konflikt entsteht, sondern das ist eigentlich ein begrüßenswerter Vorgang.

00:13:11: Ist dass es halt sagen wir mal aufwendiger wird zumindest mehrere Stimmen irgendwie miteinander in Dialog zu bringen.

00:13:18: so also der Tisch ist gewachsen die Speisen haben sich verändert die Zubereitungs- und Produktionsvorgänge für diese Speisen immer an dem tischbild zu bleiben verändern sich und das gehört eben auch mit Für Sprache und die atmenweise wie wir miteinander sprechen welche Begriffe

00:13:31: Raum

00:13:31: bekommen welche begriffen auch abgelehnt oder überworfen werden.

00:13:34: wenn man sagt Das ist einfach nicht mehr dran bestimmte Geschichte.

00:13:37: Und wir haben so viele Beispiele im Deutschen, doch in allen Sprachen dafür wie bestimmte Begriffe einfach zum Beispiel aufgrund einer kolonial-rassistischen Herkunft oder einer patriarchalen Misuginenhaltung einfach nicht mehr dran sind weil irgendwie sich... weil die Gesellschaft auch aus der Verwendung einer bestimmten Bedeutungsverwendung irgendwie herauswächst und sagt, wir haben verstanden.

00:13:59: Das ist unrecht diese Formen.

00:14:01: Die Handlung mit diesem Begriff zum Beispiel hergeht das Unrecht und das Schmerzhaft.

00:14:06: Und es ist nämlich der zweite wichtige Punkt, würde ich sagen dass das Sprache nicht nur im stetigen Wandel unterliegt sondern das Sprach ja auch Teil von unserem sozialen Handeln ist.

00:14:18: also Mit einer Liebeserklärung, mit einer Beleidigung.

00:14:23: Mit einem Schwur und einem Eid.

00:14:25: Mit einer Einladung sozusagen Dinge konkret machen, konkrete Handlungen.

00:14:30: Ich sage hiermit erklär ich dir das Befehl für ihr Öffnetwissen.

00:14:32: alle jetzt können wir essen.

00:14:33: Hiermit erkläre ich sie zu Mann und Mann meinetwegen Sie dürfen den Bräutlingern küssen dann ist auch klar damit ist bestimmt der Akt wenn ich eine liebes Erklärung ausspreche.

00:14:42: Wenn ich jemandem sage dass ich ihn richtig Erzens und Scheiße finde, dann habe ich ja auch erst mal nur gesprochen.

00:14:48: Und trotzdem wird das was da als Schallwelle irgendwie aus meinem Mund kommt mit meiner Intention also meinem Willen etwas auszudrücken.

00:15:01: Landet es in einer bestimmten Art und Weise gibt's eine bestimmte Wirkung genau.

00:15:04: Es geht um sagen, es geht um meinen, es ist tatsächlich auch um handeln und vor allen Dingen die Wirkung.

00:15:09: Also zum Beispiel... Was hast du jetzt wirklich zu mir gesagt?

00:15:13: Das könnte dann quasi ins meinen Beziehungswandsens handeln, dann reingehen.

00:15:17: D.h.,

00:15:18: was tue ich mit dem Satz?

00:15:20: Wenn du mir jetzt sagst zum Beispiel... wenn ich sage Ich verspreche dir etwas, dann berichte ich nicht über ein Versprechen in diesem Moment sondern ich geb dir halt das Versprechen.

00:15:29: Verstehst du was ich meine?

00:15:30: So!

00:15:31: Und darauf verlasse ich mich.

00:15:32: Das ist ja wirklich eine große ... Das ist der Bedeutung schwer, wenn ...

00:15:35: Was löst das Satz bei dir aus?

00:15:37: Ist ein

00:15:38: vertrauensbildende Maßnahme bestenfalls?

00:15:40: Absolut!

00:15:40: Das heißt für Rutschen quasi als Menschen näher aneinander...

00:15:43: Es kann aber auch umgekehrt sein.

00:15:45: also es kann dich auch verunsichern Ja?

00:15:48: Es kann dich aber auch vielleicht auffangen.

00:15:50: Vielleicht verletzt sich das sogar Wenn ich sage ey ne Ich verspricht ihr hier nicht Frau Suki Ich hab keine Lust Ich mach jetzt was, ich will Dann bis.

00:15:59: Ich bin heute wieder so gestört, sorry Leute.

00:16:04: Das ist ein normaler Tür, das ist alles menschlich!

00:16:06: Lass es raus!

00:16:08: Also nochmal von vorne was lützt?

00:16:11: Das löst quasi dieser Satz.

00:16:12: Also für mich ist ja entscheidend eigentlich die Wirkung, also was du daraus machst aus einem Satz?

00:16:20: Was handelst Du als Personen, der diesen Satz empfängt und wie wirkt das auf dich so?

00:16:25: Was löst das bei dir aus sozusagen?

00:16:27: Tröstet Dich dieses Satz oder verletzt De Dich überzeugt De DICH Oder bringt De Dicht sogar irgendwie in Empowerment?

00:16:33: Und dieses Beispiel zum Beispiel mit dem Versprechen Der erste Teil davon.

00:16:40: Es gab doch mal Wiesen.

00:16:41: dieser Mensch, dieser Austin-Wiesender, dieser Philosoph?

00:16:45: Genau das ist für alle die jetzt kurz ein bisschen reinnerren wollen und die sich mit der Handelungspotenzial von Sprache befassen wollen.

00:16:54: Für diese Kurz einfach der Begriff gedroppt.

00:16:57: in einer Lingwistik, in einer Sprachwissenschaft spricht man davon Sprechakttheorie.

00:17:02: Sirle und Austin waren so zwei Dudes Lass es in den Fünfzehr, Sechzehr Jahre US-Amerika gewesen sein.

00:17:09: Die sozusagen als Theorie irgendwie gefasst haben das Sprache eben diese Wirkungsweisen hat.

00:17:18: und dass wir quasi handeln wenn wir sprechen je nach sozialer Situation.

00:17:24: Und auch je nach politischer Situation, wenn wir das Soziale als politisch anerkennen wollen und ... Das ist jetzt quasi keine Ahnung.

00:17:33: Wir sehen quatsch, siebzig Jahre später ein bisschen ... Wirkt es erst mal ganz, ja, bis jetzt irgendwie keine große Wunderkerze.

00:17:42: Aber Tutit Butler hat das Ganze noch eine wichtige feministische Theoretikerin auf einer anderen Ebene gebracht, weil sie sozusagen eine queerfeministische Wende eingebaut hat nämlich.

00:17:53: Sie sagt also dass wir auch mit Sprache eben unser Geschlecht herstellen ja?

00:17:58: Also das wird zum Beispiel klassischerweise wird das Beispiel an dir führt.

00:18:02: die Hebamme sagt im Kreißsaal es ist ein Mädchen Und dann ist es halt nicht nur die Feststellung, dass das Kind irgendwie in einer bestimmten Idee von Geschlecht zugewiesen wird.

00:18:13: Sondern da steckt auch so was wie eine Aufforderung drin ... werde jetzt ein Mädchen!

00:18:18: Deiner Aufgabe ab jetzt ist es, die heteronormativen Erwartungen an Mädchensein zu erfüllen und darin liegt aber auch das Potenzial des Unterwandern sozusagen damit zu spielen.

00:18:32: Also wenn ich jetzt als Wenn ich jetzt als Zisman, meinetwegen durch die Welt laufe und die Menschen grüße mit so einer Floske wie Hallöchenpropöchen.

00:18:40: Dann könnte es passieren, dass die Menschen meine Männlichkeit infrage stellen oder meine Heterosexualität infrage stellt.

00:18:47: Man kann über Sprache nicht nur Geschlechtlichkeiten mit ganz vielen kleinen Akten ... Weil das Gegenstück wäre so was wie ... Was los, Bruder?

00:18:56: Ja, oder so.

00:18:57: Also so heteronormative Normensprach, Gestenhandlungen.

00:19:01: Genau!

00:19:02: Tonlagen vor allen Dingen auch in welchem Ton du redest.

00:19:04: Tonlagen

00:19:05: und alle möglichen Parameter auch.

00:19:06: Wie der Flow, der Stimmeinsatz, Rhythmus tiefe und so weiter.

00:19:11: Und das geht natürlich für alle möglichen anderen Dinge auch, die unsere Körper betreffen zum Beispiel wie wir uns kleiden ob wir uns schmecken wie wir laufen wie wir tanzen wie wir sport machen.

00:19:19: aber es gilt halt eben auch für die Art und Weise wie wir Sprache nutzen.

00:19:23: Aber diese Tonlagen, ganz kurz wenn ich nur einmal hat... Entschuldige bitte.

00:19:27: Das mit dem Ton ist wirklich so eine Sache weil du kannst ja wirklich vieles Jahr in einer Tonalität sagen.

00:19:32: Du kannst dir auch Namen bestimmten Tonalitäten erinnern.

00:19:34: Ich kann mich ja immer als ich noch klein war Da konnte ich jeden einzelnen Ton von meiner Mutter unterscheiden und je nachdem was sie gesagt hat oder in welchem Ton wusste ich okay ich habe jetzt noch zehn Minuten zu leben.

00:19:44: Stehst das Schweine so ungefähr?

00:19:48: Alle gute ganze Glück?

00:19:49: Ja, ja.

00:19:51: Aber jetzt red mal weiter!

00:19:52: Du hast doch gerade ... Ich hab dich unterbrechen, ich war so unhöflich, furchtbar?

00:19:56: Ich wollte nur sozusagen... Ich kam gerade von der Idee dass es eben diese Idee gibt das Sprache auch handeln ist und dass es halt alle möglichen Lebensbereiche durchzieht also eben auch wie wir uns sozusagen geschlechtlich ausstellen und wie Sprache dazu beiträgt, dass wir in einem bestimmten Geschlecht wahrgenommen wären oder halt auch nicht und dass auch das sozusagen auch wieder von diesem Sprachwandel, von dem Eingangsredeten total durchzogen ist.

00:20:19: In dem wir uns dagegen wehren können mit kleinen sprachlichen Handlungen Irritationen hervorrufen können Verunsicherung, Dinge subversiv unterlaufen in denen wir bestimmte Erwartungen nicht erfüllen und damit anders umgehen und andere Intention reintun also andere Ideen wie wir was meinen wollen.

00:20:36: Also bei Butler ist es eben so Und es gibt auch alle möglichen anderen Theoretikerinnen oder auch Praktikerinnen, aktivistische Leute unterschiedlichste Art.

00:20:46: Die das natürlich für bestimmte andere gesellschaftliche Gruppen irgendwie auch noch mal in Anwendung gebracht haben.

00:20:52: also zu sagen Wattler ist halt einfach nur ein großer Name an der Stelle mit dem Blick auf Gender.

00:20:58: aber es gibt natürlich auch genügend Leute die sich kritisch befasst haben mit Begriffen die zum Beispiel Rassifizierung hervorbringen oder auch eben selbst bestimmte Formen von Identitätsbezogener selbst.

00:21:14: Bezeichnung.

00:21:15: Da gibt's ja auch jede Menge Begriffe für.

00:21:18: Jetzt wird es eben tricky, weil bestimmte Begriffen können Menschen aus ihrer Perspektive sagen.

00:21:23: Andere können die aber nicht einfach verwenden.

00:21:25: Das heißt, das ist ein total unkämpftes Gebiet.

00:21:28: Wir kennen das irgendwie am Beispiel des N-Word.

00:21:31: Wie kennt ihr das zum Beispiel des Z-Wort?

00:21:32: Wie kenntest du das von Begriffen wie ...

00:21:44: Boah, wieder anstößig.

00:21:48: Bojinda, ich hab's nicht gesagt.

00:21:50: Es sind nur Zitate erst mal!

00:21:52: Wir können gleich darüber sprechen, wo wir glauben, ob das funktioniert oder nicht.

00:21:55: D.h.,

00:21:55: es gibt irgendwie alle möglichen Begriffe, die quasi lange Zeit dazu gedient haben eben mit einer herabwürdigenden Intention also eine Herabwürdigenhaltung.

00:22:03: mein Wunsch ist Ich will dir damit wehtun.

00:22:05: Ich will dich damit auf deinen gesellschaftlichen Platz verweisen.

00:22:09: Ich würde dir damit klarmachen dass meine Welt sich sagt du bist weniger wert als ich.

00:22:13: Das meine Welt sieht sagt Du hast bestimmte Dinge überhaupt nicht gar keine Gebiete zu betreten.

00:22:18: Hier hast du nichts verloren, du bist hier nicht erwünscht.

00:22:20: Es gibt eine klare Hierarchie zwischen uns.

00:22:22: und dann gibt es eben die Versuche diese Kraft dieser Macht und diese Gewalt dir auch in diesen bestimmten Begriffen steckt sozusagen aufzufangen und umzudeuten.

00:22:33: man spricht davon reclaming zum Beispiel ja das haben bestimmte begriffe eben für sich nutzt um sie empowernd sozusagen denjenigen die damit gewaltvoll umgehen, zu entreißen und sagen wenn ich diesen Begriff für mich verwende kannst du mir damit nicht mehr wehtun.

00:22:50: Das ist was in allen möglichen kulturellen Sphären auch im Hip-Hop ganz viel.

00:22:53: das hat mit dem begriff bitch sehr populär also popkulturell viel genutzt worden.

00:22:58: zum beispiel auch schon früh Ende der achtziger Anfang neunziger Jahre dass erste Rapperinnen angefangen haben und sicherlich auch aus ihren Community Kontexten kommt eben diese Begriffe in Songs auf sich selber anzuwenden, um so Männern diese Macht zu nehmen.

00:23:14: Und jetzt wird's nämlich tricky bei wo funktioniert es und wo funktioniert das nicht?

00:23:18: Wo ist quasi dieser Bedeutungswandel der jetzt wirklich aktiv vorangetrieben wird als jetzt nicht mehr einfach so normaler Sprachwandel durch die Jahrhunderte sondern hier sind ganz konkrete gesellschaftliche Veränderungen von Nöten, die vorangetrieben werden wollen und das wird unterstützt durch eine bestimmte neue Verwendung von Begriffen.

00:23:40: Und andersherum, diese gesellschaftliche Veränderungen gibt uns die Kraft und den Mut, diese Begriffe neu zu belegen um die Macht neu zu verteilen.

00:23:51: Schwer umkämpft!

00:23:54: Ja schwer umkämpft.

00:23:56: aber auch viele wurden ja auch zu Kampfbegriffen ja auch stylisiert also viele Wörter, die wir ja irgendwie als eigentlich ganz cool fanden wie zum Beispiel dieses Wort Vogue stay woke oder sei wachsam.

00:24:10: Das ist ja genau das, was für uns ganz viele Leute die jetzt halt so in der linken Ecke sich jetzt definieren wollen wurde dieser Begriff eigentlich zu einem sehr starken Wort.

00:24:21: also es war ein Wort was ja so in den dreißiger Jahren von der schwarzen Community in den Staaten gesetzt worden ist mit der Absicht zu sagen sei wuchsam gegenüber Ungerechtigkeiten, sei wachsen gegenüber Rassismus und so weiter.

00:24:35: Also das war ja eigentlich ein Begriff der eigentlich Menschen was Positives bringen sollte.

00:24:40: Selbst Betroffene, aber auch andere aus der Mehrheit.

00:24:42: und das ist halt so irre weil ich finde halt dass dieser Begriff sei wachsam gegenüber Rassismus, wird dann irgendwann mal benutzt um Menschen lächerlich zu machen die über Rassismus sprechen oder Rassistmus sichtbar oder Ungerechtigkeiten aufdecken.

00:24:56: Das ist unfassbar!

00:24:57: Also das ist eigentlich so das Irre an der ganzen Geschichte.

00:25:01: So heute ist alles irgendwie woge.

00:25:03: wenn ich irgendwie keine Ahnung Hafermilch bestelle bin wahrscheinlich schon kurz vor der Revolution oder so... Das ist so irgendwie das Problem und es ist aber auch super bitter weil diesen Begriff umdeuten kann dafür sorgen, dass du dich wirklich irgendwann mal rechtfertigen musst.

00:25:22: Dafür, dass Du wachsam bist!

00:25:25: Dass Du dann irgendwie gesetzt wirst als Moralapostel oder Quelerantin oder wie auch immer.

00:25:33: Es hat aber mit anderen Wörtern eigentlich ganz gut geklappt zum Beispiel das Wort Queer und Schwul.

00:25:38: Da finde ich hat das Reclaiming eigentlich relativ gut gepasst.

00:25:41: Wie findest du deine Perspektive zu diesen Wörter?

00:25:45: Also bei Woke ist es ja eben so, dass quasi in dem Begriff der einfach erst mal nur ein normales Verb war.

00:25:50: Zweite Form von Two Way also von Wake sozusagen aufwachen.

00:25:56: Woke dann aufgewacht wenn man so will eine politische Bedeutung bekommen hat und sich sozusagen ausstattet mit einer Diskriminierungs-Sensibilisierung.

00:26:06: für der Empfindsamkeit, für soziale Ungerechtigkeit.

00:26:10: Und dann aber über den Verlauf von, keine Ahnung, achtzig, neunzig Jahren noch länger bald ein Jahrhundert das sozusagen auch mit so einer zeitlichen Verzögerung plötzlich da vor allem ja auch über die Black Lives Matter-Proteste ist der Begriff irgendwie nach mal wieder als Logan wieder aufgefallen?

00:26:28: Ja!

00:26:29: Genau.

00:26:29: und dann hat er das ja im Prinzip abgelöst, was vorher so im deutschsprachigen Raum der Gutmensch war.

00:26:35: Also der Gut-Mensch, der im Prinzip, den wir auch unterstellt wird... Auch der Begriff ist immer mal wieder in irgendwelchen sagen wir mal bürgerlichen Medien und den dazugehörigen Talkshows, dass so Leute sich so progressiv positionieren wollen.

00:26:51: Irgendeine freundliche Vorabendschauspielerin sagt ja sie weiß gar nicht was daran das Problem ist.

00:26:56: Gut Mensch das doch eigentlich als etwas Gutes!

00:26:58: Das ist ja schon im Begriff und so... Und sie findet es doof, dass das negativ eingesetzt wird aber da zeigt sich ja schon die Umkämpfteid.

00:27:06: und das dann aber sozusagen.

00:27:08: und dass dann, was politisch aus der entgegengesetzten Richtung madig geredet wird um eine bestimmte Gruppe zu diffamieren, die ja ne Spaltung vorgeworfen wird.

00:27:17: Weil das ist ja was da.

00:27:18: deswegen ist ja quasi der Begriff Woke im Speziellen also bei Gutmensch ist es glaube ich ein bisschen dieses Augenrollende Ja wir haben's verstanden ihr seid allen moralisch überlegen ihr denkt ihr seid die besseren Menschen Und habt selber eure Leiche im Keller oder wie sich was?

00:27:33: Und bei woke ist es eher so dieses?

00:27:36: Alle machen nur noch identitätsbezogene Politik.

00:27:39: Es gibt keine universellen Werte mehr, sondern alle kochen in ihrem Bubbles ihr eigenes Süppchen und das zersetzt die

00:27:45: Gesellschaft.".

00:27:46: Das ist ja glaube ich so ein bisschen der Gedanke, der dann quasi offen aus Konservativen und Rechten... Richtung irgendwie.

00:27:54: Also das wird da quasi unterstellt, ja?

00:27:56: Wir wissen doch alle für Frieden und Freiheit.

00:27:59: aber wenn ihr Wokeys... Die Ableibung gibt es dann auch noch mal!

00:28:02: Wenn ihr Wokies jetzt nur auf eure vier Quadratmeter behaart und jetzt alle irgendwelche Ansprüche stellen, dann gibts halt eine Fragmentierung der Gesellschaft damit alles super kleinteilig Und dann kann man gar nicht mehr in einem Strang ziehen.

00:28:17: Also was ihr macht ist total eigentlich kontraproduktiv und gegen das, was wir doch uns als Gesellschaft gemeinschaftlich irgendwie vorgenommen haben als Projekt

00:28:26: so.

00:28:27: Ja es wird immer dieses du die und wir so.

00:28:30: in diesem Rahmen wird das irgendwie so habe ich das Gefühl mal so dargestellt dass Vogue bedeutet immer gleich die anderen und wir.

00:28:37: Und ich habe immer auch das Gefühl, dass mit dem Wort Wog auch immer gleich irgendwie der Untergang des Abendlandes bei denen gesehen wird.

00:28:44: Vielleicht meint ihr auch nur Wock?

00:28:46: Ich weiß es

00:28:47: nicht!

00:28:48: Also ein kleiner Aussprache-Fehler von Uwe ist ja nicht die ganze Zeit

00:28:52: was du

00:28:53: bis verständest.

00:28:54: Nee aber es ist halt schon klar.

00:28:55: also es wird einfach auch die Deutungshoheit da wieder über bestimmte Begriffe genommen.

00:29:00: Die interessiert die Menschen gar nicht weil sie sich sagen wir sind in Deutschland und den Deutschland haben wir das und das und unsere Regeln Traditionen, unsere Sprache und die Deutungswoche liegt bei uns.

00:29:09: Und wir entscheiden welche Wörter wir in die Sprache reinnehmen oder nicht?

00:29:13: Also es ist was sehr... Gewaltvoll ist.

00:29:16: auch finde ich, wenn man so mit Sprache umgeht.

00:29:18: Weil Sprache Demokratie ist es auch total antidemokratisch finde ich und das ist halt eben genau auch das Problem von sehr vielen Rechten oder die halt eben auch was gegen solche Narrative haben dass sie nicht verstehen, dass sie halt genau den Status quo behalten bei den anderen und sie quasi mitfüttern damit Und das ist schwierig.

00:29:38: Aber wie ist das für dich?

00:29:39: Mit dem Wort Queer Wie bitte würdest du dich als queere Frau bezeichnen?

00:29:44: Ja, unbedingt.

00:29:45: Und das auch schon sehr lange und ich hab noch in meiner Lebenszeit nicht erlebt dass irgendjemand queer noch als beleidigende Bezeichnung und das war es hier ursprünglich mal also im Sinne als irgendwie schräg und seltsam und merkwürdig und so zu sagen.

00:30:00: also Queer ist jetzt nicht irgendwie ein Begriff den sich queers ausgedacht haben um den quasi unbefleckt politisch unbefleckt auf sich selbst anwenden zu können, sondern der wurde zurückerkämpft.

00:30:12: Und ich glaube da hat es tatsächlich auch gut geklappt.

00:30:15: also ich glaube auch dass bei Schwul würde ich das auch fast meinen oder?

00:30:22: Im US-amerikanischen Kontext kennen nicht sehr viele flinter oder weiblich gelesene Personen die auch sagen an gay und gay ist ja eigentlich nicht das was schwul ist.

00:30:33: Also gay im englischen bedeutet zwar auch schwul aber irgendwie auch nicht.

00:30:39: Ich finde, das ist so wie mit dem Wort Race.

00:30:42: Race bedeutet im englischen oder US-amerikanischen Kontext noch mal was anderes.

00:30:47: da geht es ja auch ganz viel um Gesellschaft und um soziale Fragen und Historie vor allen Dingen.

00:30:53: Und verstehst du ich meine?

00:30:56: In Deutschland ist dann der Begriff – ich will das gar nicht aussprechen dieses Wort weil ich das so schlimm finde.

00:31:04: Da haben wir ja auch eine Geschichte dazu, also machen wir uns nicht schwul.

00:31:07: Nee eben

00:31:07: drumherr!

00:31:08: Also... Was mich halt einfach immer so bei diesem Reclaiming interessiert und was ich so spannend finde, Ja, ich bin total für reclaimed the shit so.

00:31:16: So reclaim die Sprache.

00:31:18: Reclaimer auch Räume und Strukturen, weil es alles mitfür ist.

00:31:24: Aber ich frag halt wann ist Reclaimings wirklich abgeschlossen?

00:31:29: Weißt du Begriffe können ja Menschen empowern aber weiterhin für Menschen zum Beispiel auch verletzend sein, also vor allen Dingen noch mal auch zum Kontext.

00:31:38: Wir hatten das vorher ganz vorne am Anfang mit dem Bitschwort.

00:31:41: Also der Kontext spielt ja eine ganz entscheidende Frage.

00:31:44: nur weil ich jetzt zum Beispiel keine Ahnung mir jetzt das Z-Wort aneigne und bedeutet es nicht automatisch dass du das zu mir sagen darf oder irgendwie dass es irgendjemand anders irgendwie keine Ahnung schreiben soll oder so.

00:31:56: Es geht immer um solche Wörter Wie Vogue, Queer was auch immer finde ich spielt einfach der Kontext.

00:32:05: Immer eine Rolle.

00:32:06: die Beziehung zu den Menschen.

00:32:08: ja zu dem Thema vielleicht auch wie bin ich in einer Gesellschaft auch positioniert?

00:32:15: Ja also welche Machtdimensionen bringe ich mit?

00:32:19: und das auch wiederum unterfüttert auch diese Wörter die wir dann auch sagen und dass ist halt eben so ganz.

00:32:26: Also keine Ahnung Ich weiß nicht.

00:32:27: Vielleicht Bin ich Einfach In Dem Fall zu ungeduldig, weil ich mir so denke hey Leute checkt ihr nicht das Sprache in Wahrheit und im Taten und am schlimmsten Fall zu Gewalt und zu sonst irgendwas führen kann.

00:32:42: Das haben wir doch gelernt, dass sehen wir doch jeden Tag.

00:32:44: Kriege beginnen mit Sprachen!

00:32:47: Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus beginnt immer mit Sprache und dann fängt es an... in Tat zu werden ist doch diesen weißen Spruch.

00:32:58: deine Gedanken werden zu deinen Wörtern und Wörter werden sie deinen Taten und dann zu deinem Schicksal oder so hat doch mal ein ganz schlauer Mensch gesagt.

00:33:06: Ich weiß nicht, aber das stimmt natürlich.

00:33:09: Und ich frage mich immer was wegen Menschen darauf beharren doch bitte trotzdem dieses Wort weiter verwenden wollen damit irgendwelchen lateinischen Herkünften Psoilo, ätymologisch sich dahin zu stellen und sagen ja das kommt aber von da und da.

00:33:26: Und deswegen kann es heißt er ja da dieses und jenes.

00:33:29: und deswegen kann ich jetzt auch sagen und einfach so völlig außer Acht lassen und so mutwillig außer Achte lassen dass es halt einen bestimmten Kontext gibt dass es bestimmte Bedeutung gibt die damit schwingen und die halt eben diese Wirkung verbreiten.

00:33:40: und das ist vielleicht noch mal kurz.

00:33:42: zurück zu dem zu dem walkbegriff.

00:33:45: Ich erlebte es oft, dass Menschen, die sich über das was sie mit Wokeness verbinden irgendwie lustig machen oder das herabwürdigen oder das für problematisch.

00:33:59: politisch irgendwie fragwürdig dazu erklären.

00:34:03: Das sind Leute, die sich selbst als quasi unmarkiert.

00:34:07: Die denken halt diese Nicht-Teile einer Gruppe, die mit Identität gebunden sind.

00:34:13: So ein bisschen wie beim Genderen, wenn so Leute sagen, äh, Genderin nicht ... Ja, wenn du maskuline Form verwendest und damit alle Menschen meint willst dann genderst du halt auch?

00:34:22: Also das ist irgendwie so... Wenn du nicht Gender willst, kannst du halt nicht sprechen oder schreiben, dann kannst du nicht gendern.

00:34:32: Aber immer wenn du eine Form verwendest, kann man natürlich sagen Haarspalterei.

00:34:35: was die Person meint ist aber ein feministischer Anspruch in der Verwendung von Sprache alle geschlechter sichtbar zu machen und so weiter.

00:34:47: Und das fühlt mich auch so ein bisschen.

00:34:48: zu dem Punkt und auch zur Frage, die du gerade geäußert hast.

00:34:50: Wie lange dauert es eigentlich jetzt bitte bis da mal eine Bedeutung wirklich verändert ist?

00:34:55: Begriffe zurückgeobert werden oder zurückgeholt werden.

00:34:59: Das ist sozusagen keine lineare Entwicklung, die irgendwo beim Punkt A anfängt und dann nach drei Monaten über den Punkt B zum Punkt C kommt und das ganze Ding ist abgeschlossen fünf Jahre später.

00:35:11: Dann steht es da felsenfest... Das passiert halt nicht!

00:35:15: Das ist ja die Schwierigkeit, dass man das auch irgendwie aushalten muss.

00:35:18: Und dann denke ich mir gleichzeitig okay aber da müssen wir darüber auch wieder diskutieren und dann labern wir die ganze Zeit, sagt sie während sie Podcast Host ist, labern wird die ganze zeit jetzt noch so metamäßig übersprache.

00:35:31: Wir hatten da die Zeit dafür und es natürlich total richtig weil auch das sozusagen ein bisschen.

00:35:37: also der Punkt.

00:35:39: lass uns daher nochmal gleich drauf kommen.

00:35:41: aber das Ding mit der Solidarität jemandem die Solidarität erklär oder solidarisch handeln es heißt ja auch solidarität muss praktisch werden.

00:35:50: Das ist nämlich ein bisschen dieses Dilemma, weil einerseits will ich das beschleunigen indem wir einfach voll viele gute gesellschaftliche Gespräche führen und irgendwie diese Punkte klarkriegen welche Begriffe jetzt wie am besten verwendet werden von wem in welchem Kontext oder halt eben nicht.

00:36:03: und andererseits denke ich es halt doch einfach mal eure fresse und können wir bitte die zeit die benutzen um zum zwölftausendmal irgendein Ding durch zu debattieren und alle äußern sich dazu.

00:36:13: Und alle folgen irgendeinen Algorithmus, und alle müssen sich jetzt auch noch mal irgendwie dazu das Maul breitquatschen.

00:36:20: Können wir nicht einfach Dinge tun?

00:36:22: Also die andere Handlung!

00:36:24: Und dann denke ich, nee, so darfst du auch nicht denken, weil damit würde es ja behaupten, dass Sprache nicht auch Handlungen wäre oder auch bedeutsam wäre.

00:36:29: Natürlich brauchen wie auch Mediale Öffentlichkeiten und mediale Gegenmacht.

00:36:34: Und mediale Räume, in denen Leute die vorher nicht mitsprechen konnten sehr wohl jetzt mitsprechen.

00:36:39: Das ist auf jeden Fall ein fieses Dilemma.

00:36:41: Dann sitze ich auch davor und denke mir ... Ich kenne dieses Gefühl der Ungeduld in diesen ganzen Dingern auch extrem.

00:36:48: Also, wo ich manchmal denke, boah, das können wir uns um andere Dinge kümmern.

00:36:52: Und was weiß ich so ... Pronomen-Debatten zum Beispiel?

00:36:58: Denke ich hier manchmal.

00:36:59: Boah!

00:37:00: Echt ein krasses Detail.

00:37:01: und dann merke ich mir, nein, Sogi.

00:37:02: Nicht krasstes Detail.

00:37:03: für andere Leute ist es mega wichtig!

00:37:06: Das ist ne wichtiger... Von wegen performing gender durch Sprache battler.

00:37:12: wir hatten es gerade eine Person mit einem richtigen Pronomen zu sprechen und wenn die personen meint sich ein pronom ausdenken zu müssen alter dann ist das okay, weil diese denkt sich was.

00:37:21: dabei macht es nicht zum spaß um uns alle irgendwie beschäftigt zu halten.

00:37:25: Und damit irgendwie gesellschaftlichen fortschritt aufzuhalten sondern dann geht's da was.

00:37:30: das hat ne bedeutung für die person her.

00:37:32: also ich finde es in riesen ein Riesenkraftakt die ganze Zeit zu entscheiden, nehmen wir uns Raum und Zeit um Übersprache zu sprechen oder nutzen wir Sprache um konkrete Handlungen zu vollziehen.

00:37:46: Oder halten wir einfach das Maul und gehen hin und tun?

00:37:51: Ja... viel... viele Fragen!

00:37:55: Sorry, das war bus.

00:37:55: jetzt kurz, maul ist sehr alt.

00:37:57: Alle chick raus.

00:37:59: Ich glaube, dass wir bei allem... ob es gerade wenn es um Sprache geht eine gewisse Sprachempathie Kompetenz brauchen.

00:38:12: Das Problem was wir haben ist das Menschen glauben wirklich zuzuhören, das tun aber die meisten nicht.

00:38:19: ich glaube wenn wir aktiver zuhören würden das heißt auch wirklich auch zu hinterfragen Was gerade eben, also auch zu hören was nicht gesagt worden ist von dem Sprechende oder von der sprechenden Person.

00:38:30: Meister Schmeiner?

00:38:31: Das ist ja eigentlich die Kunst, finde ich so beim aktiven Zuhören, zuzuhören was die Person nicht gesagt hat oder was sie nicht gefühlt hat.

00:38:41: das heißt es braucht eine Empathie zum Zuhörn.

00:38:45: Das glaube ich in allen Dingen die wir irgendwie machen, gerade auch wenn es um Solidarität geht.

00:38:50: Weil du hast diesen Begriff vorhin so genannt erwähnt und ich finde Solidaritäts ist ein sehr wichtiges Wort weil dieses Wort wird auch versucht gerade wieder in eine rechte Ecke zu rekremen zu werden und da muss man einfach auch ein bisschen aufpassen dass das nicht so inflationär wird bei Solidaritet.

00:39:06: Ich stelle mir halt einfach so die Frage, was bleibt denn von Solidarität übrig?

00:39:11: Wenn ich schon im Vorfeld festlege wie viele Menschen oder welche Menschen überhaupt dazugehören dürfen zu meinem Solidaritätsgefühl.

00:39:19: So und verstehst du, was ich meine?

00:39:21: Das sind so Fragen die sind mit sehr viel Empathie und mit sehr viele Ruhe eigentlich geführt hat.

00:39:27: Und wenn wir es schaffen würden ruhig und aktiv zuzuhören und nicht die ganze Zeit dazwischenzubrasilen oder zu warten bis einer ausgeredet hat gar nicht erst eine Person zugehört hat und dann einfach russzuballern Dann ist das für mich kein nachhaltiges konstruktives Gespräch.

00:39:44: Das geht bei mir nicht und ich merke das immer ganz schnell, dann weiß ich genau okay muss jetzt hier an der Stelle mich zurückziehen weil es geht dann halt einfach nicht

00:39:51: so.".

00:39:53: Und auch dieses mit dem Solidarisch?

00:39:55: Was meinen wir denn mit Solidarität.

00:39:57: also will das herausfinden?

00:39:59: Also ich kann für mich sagen in meinem Leben als Johnny habe ich ja schon viel Solidaritätserlebt aber ich hab auch sehr viel Solodarität erlebt.

00:40:09: Also Menschen die halt eben keine Ahnung mich einfach vielleicht auch nur benutzt haben, wie ihre Zwecken und haben es mir einfach nur irgendwie verkauft als Solidarität.

00:40:17: Und ich habe's halt einfach nicht gecheckt!

00:40:20: Wie ist das mit dir?

00:40:21: Was ist für dich in welcher Situation benutzt du das Wort eigentlich?

00:40:25: Zum Beispiel Ich bin solidarisch mit dir.

00:40:28: Und was tust Du dafür dass du solidarische bist?

00:40:33: oder was meinen wir mit

00:40:34: Solidarität?!

00:40:36: Das ist das ist mir wichtig mal zu fragen, weil ich sage ich höre immer so ja Deutschland ist auf dem Boden der Solidarität aufgebaut worden und hier und haste nicht gesehen.

00:40:48: Und unser Pflege- und hier Sozialversicherungssystem ist einer der wertvollsten in der Welt und es basiert alles auf Solidarität.

00:40:56: und jetzt kicke ich mal gerade was die gerade mit der Rentenreform passieren will usw.

00:40:59: Was ist denn da Solidaritet?

00:41:02: Kann man auch ein bisschen anders sehen.

00:41:04: aber Verschüsse, was ist solidarisch?

00:41:06: Wann bin ich solidarische.

00:41:08: Wann bist du solidarisches und wenn ja, warum?

00:41:14: Hm!

00:41:14: Die hast du noch zu lange... Johnny, du hast gerade einen Wort gesagt, das war eine richtig krasse Notbremse in meinem Zuhören.

00:41:25: Du hast das Wort Ruhe verwendet.

00:41:27: Ruhe?

00:41:29: Das braucht Ruhe.

00:41:30: Hast du gesagt, es muss mit Ruhe gefüllt werden.

00:41:33: Das Zuhören, ja.

00:41:35: Du hast ja gerade im Prinzip so, ob ich dich zumindest verstanden über sowas wie eine aufrichtige Form der Kommunikation gesprochen.

00:41:41: Also nicht einfach nur die von vornherein eh drauf scheißen was die andere Person von sich geben will oder so zu tun, als würde man irgendwie zuhören.

00:41:51: Also das ist ein bisschen wie die Rechtschreibreformen.

00:41:52: Das sind Formalien für mich!

00:41:54: Dann hast du einfach nur gelernt in deiner sozialen Klasse dich zurückzuhalten bis du einhaken kannst.

00:42:01: aber was unterdessen in dir passiert spielt dann keine Rolle mehr.

00:42:04: Es ist ein bischen so wie wenn Leute und es nämlich auch die Kehrseite beim Menschen quasi den Anführungszeichen richtigen Begriffe verwenden Aber das nur machen, um da mit irgendeinem bestimmtes Ziel zu verfolgen.

00:42:14: Damit ist auch niemandem geholfen.

00:42:15: Also was ich vorhin ein bisschen meinte, können wir nicht stattdessen etwas handeln?

00:42:19: Ich hab nichts davon, wenn irgend'nen performativer Feminist sich hinstellt und brav korrekt mit Gender-Sternchen gendert in seinen Anschreiben der aber sich lieber ... was nie auf die Idee kommen würde, keine Ahnung.

00:42:37: Ein monatliches Spendengeld an das lokale Frauenhaus zu schicken.

00:42:42: Weil dafür kriegt da kein Applaus.

00:42:43: Es sei denn er kann es irgendwie kapitalisieren ja?

00:42:46: Also sozusagen selbst wenn man eine Sprache verwendet, die quasi bestimmten Naja-Erwartungen oder sagen wir mal Wünschen irgendwie entspricht Dann muss es nicht heißen, dass ich auch so denke.

00:42:57: Das muss die Bedeutung trotzdem nicht drin sein.

00:43:00: Aber immerhin scheiße ich noch zusätzlich rein.

00:43:03: Aber das kann ja auch enttäuschen.

00:43:04: Wenn du merkst, die Leute kennen die Codes, die Sprache verwenden, sind aber menschlich echt richtig durch und sind scheiße in den richtigen Momenten.

00:43:13: Zum Beispiel der Solidarität sind sie gar nicht am Start und ruhen sich darauf aus nur auf der sprachlichen Ebene eine Anführungszeichen korrekt zu machen und sind aber im echten Leben ... Einfach die krassen Null-Nummern so.

00:43:28: Und ich erlebte es halt irgendwie auch, also nicht nochmal zur Frage wie wir gehen damit... Also wie hören wir zu?

00:43:32: Wir haben ja auch in der digitalen Welt, weil zum Thema Sprachwandel und Bedeutungswandel sind eben nicht nur mehr gesellschaftliche Gruppen und auch in Zahlen mehr Menschen beteiligt an gesellschaftlichen Debatten durch die sozialen Medien.

00:43:45: Das spielt natürlich eine große Rolle da aber Dadurch, dass in den sozialen Medien natürlich auch quasi der Plattform Kapitalismus dafür sorgt.

00:43:52: Dass wir alle mega schnell sein müssen und sie müssen alle auf die Themen aufspringen.

00:43:55: Wir müssen uns alle zu allen möglichen Verhalten, wir müssen alle irgendwie geilen Tag raushauen Und alle müssen irgendwie dann auch ihre Klicks generieren weil alle sich darüber auch irgendwie selbst herstellen die ganze Zeit als wie auch immer öffentliche Person in den socialen Medien.

00:44:09: Das ist halt auch was mich total stresst.

00:44:11: also da klickt dieser Ruhebegriff den du gesagt hast ich pause echt relativ wenig.

00:44:15: nur noch weiß nicht weil ich nicht einfach ständig sofort am Ball sein will.

00:44:19: Ich hab das Thema noch gar nicht verdaut und schon muss ich irgendwie mitziehen, auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, dass bestimmte Themen gepusht werden

00:44:27: usw.,

00:44:27: also auch da ist der Widerspruch wieder klar.

00:44:30: Aber die Frage ist jetzt so wie kommt die Solidarität da rein?

00:44:34: Also ...

00:44:35: Soll ich dir sagen, was für mich so das Gefühl von ... Also Solidarität, die mir gut tun würde, wäre ... Nicht, dass die Leute irgendwie so... Also viele Leute regen ja sehr schön über mich und sagen mal tolle Sachen über mich.

00:44:52: Und es ist echt toll was du machst und sind irgendwie solidarisch mit meiner politischen Agenda und meinem Aktivistus nicht treibend.

00:44:59: Das finde ich total schön wenn sie so schön übermich sprechen.

00:45:02: aber Solidarität bedeutet für mich persönlich Wenn diese Person bereit wäre Mit mir Für mich etwas zu tun Und dazu dafür Zeit, Ressourcen, Geld, Privilegien ihren Platz oder sonst was dafür irgendwie einzusetzen.

00:45:26: Verstehst du?

00:45:27: Weil Solidarität kostet dich immer etwas!

00:45:30: Also wahre Solidarität kostet Dich was und das ist genau das Ding so wenn Menschen mit Colleen Fernandez zurecht auf die Demos gehen und für Frauenrechte kämpfen, gegen sexualisierte Gewalt im digitalen Raum sprechen.

00:45:47: Dann gehen sie auf die Straße.

00:45:48: Das heißt also Mütter- und Vätereltern, Menschen organisieren sich, organisieren ihre Kinder weg oder bringen sie mit und nutzen ihre Lebenszeit und gehen auf die Straßen und demonstrieren.

00:46:02: Das ist der Einsatz!

00:46:04: würde ich jetzt mal behaupten, Lebenszeit.

00:46:07: Das muss man an dir sagen!

00:46:08: Wenn aber jemand mein Post den ich gemacht habe reposted, finde ich das schön, freue mich, aber ich frage mich ist es wirklich Solidarität?

00:46:19: Ist es wirklich solidarität was da gerade passiert?

00:46:22: Wenn jemand mir jetzt zum Beispiel wenn ich jetzt sage hey ich würd gern einen Urlaub fahren, aber ist grade... Ich bin echt grad broke, aber brauche gerade die Zeit.

00:46:29: sich steht kurz vor einem Burnout und jemand sagt Hey Johnny Babe, guck mal her Ich hab ein Haus, keine Ahnung, in Ghana.

00:46:35: Hier

00:46:38: ist der Schlüssel?

00:46:39: Da sind

00:46:39: die Flugtickets!

00:46:41: Gute Reise geht dahin.

00:46:42: So ... kostet sie das was?

00:46:45: Ja vielleicht aber auch nicht viel.

00:46:47: ich glaube wir müssen uns bewusst werden dass nüscht im sonstem Leben es sogar der Tod kostet das Leben

00:46:54: und so verschißt du?

00:46:55: Boah, da hast du

00:46:57: ja eh rausgehaut jetzt.

00:46:58: Aber es tut mir leid und ich denke hier halt einfach so.

00:47:01: deshalb Bitte Begriffe, deren ihre Definition vielleicht noch mal nachlesen.

00:47:07: Damit wir wissen, worüber uns dann im Nachhinein streiten können?

00:47:11: Dann haben wir wenigstens ein Wissen!

00:47:14: Ja und zur Solidarität noch... Ich glaube nicht nur das ist was Kostes.

00:47:17: Also für mich gehört für mich noch dass ich nichts davon habe in erster Linie außer sozusagen, dass ich...

00:47:23: Doch du hast etwas davon!

00:47:24: Warte warte, lassen sie mir sprechen!

00:47:26: Lassen Sie mir sprechen bitte!

00:47:29: Ich habe nichts davon im Sinne von, ich hab nicht einen konkreten Gegenwert.

00:47:32: Ja?

00:47:32: Also es ist kein Handel!

00:47:33: Es ist kein Tausch!

00:47:34: Kein unmittelbarer Tausch... Moment, warte!

00:47:36: Ihr könntet jetzt nicht sehen, die sind gesichtet und die fällt gleich auseinander nur wartig ab.

00:47:43: Ich muss die Person nicht kennen, ich muss die Personen nicht mögen.

00:47:46: Ich muss nur erkennen dass es das Richtige ist zu tun.

00:47:48: wenn ich mich solidarisch zeige zum Beispiel indem ich welche Ressource auch immer zum Einsatz bringe und nicht einen unmittelbaren Gegenwert daraus ziehe und sage weil ich dir jetzt geholfen abhilft fühlst du mir jetzt auch es ist kein Tauschhandel so sondern ich weiß es das richtige zu tun und Es ist nicht an Sympathie geknüpft.

00:48:05: Das ist nicht ein irgendwie persönliche Kontakte oder so geknipft.

00:48:08: das finde ich auch wichtig Und natürlich hab ich auch was davon.

00:48:12: Jetzt kannst du dich wieder entspannt haben, weil ich lerne ja dazu!

00:48:16: Ich seh ja dass ich einstehe für meine Werte.

00:48:18: So ich werde reicher an Erfahrungen und so weiter.

00:48:21: Aber es geht nicht darum dieses ... also was sonst bei sogenanntem Tokenism Also das man Leute irgendwie einsetzt um irgendwie?

00:48:29: Man tut so als gibt man denen eine Chance aber eigentlich wenn man dabei nur selber geil aussehen?

00:48:32: Das ist keine Solidarität.

00:48:34: Das is'n Handel.

00:48:36: Und eine Solidarität kann natürlich sprachlich funktionieren, indem ich unter einem Post schreibe von herzenvollste Soli wie krass was dir passiert ist.

00:48:46: Wenn es irgendwas gibt das wir tun können.

00:48:47: hier sind außerdem noch fünf Ideen.

00:48:51: oder halt eben ne konkrete Form in dem ich einfach sage okay was weiß ich denn Umzug steht an Ich lass alle stehen und fallen und bin am Start auch wenn es mir eigentlich gerade überhaupt nicht in meinen Plan passt.

00:49:02: Das ist natürlich jetzt oft um Geld und andere Formen von Ressourcen, aber es geht eben darum sich gegenseitig zu versichern dass wir füreinander da sind.

00:49:16: Das ist tatsächlich eine universelle Form.

00:49:19: Und das Absode ist aber und da müssen wir jetzt kurz vor Ende noch mal hin, wenn es um den Wandel von Bedeutung geht ja und um konkrete Begriffe geht die für mich so.

00:49:30: also ich meine Hast du da hundert Leute hin, fragt die was für dir Freiheit bedeutet?

00:49:34: Alle werden dir was anderes sagen.

00:49:35: Ein paar weiße Deutsche werden sagen mit Hundertsechzig über die Autobahn zu breitern ohne Tempolimited ist meine Freiheit.

00:49:42: in meinem Leben wird es auch geben ja aber natürlich sind bestimmte Begriffe sozusagen die nutzen irgendwie alle.

00:49:49: also jeder wird sich irgendwie auf gleich Gerechtigkeit beziehen oder Freiheit beziehen Liebe Nix, was auch immer so dran ist.

00:49:58: Ich dachte immer Solidarität ist ein Begriff der ist links.

00:50:02: Den werden Rechte nicht vereinnahmen?

00:50:05: Aber das passiert halt gerade!

00:50:07: Wir haben im AfD-Parteiprogramm Sachsen-Anhalt den Begriff Solidarität.

00:50:12: Alice Weidel hat den Begriff in den Mund genommen und Ulrich Siegmund hat dem Begriff im Mund genommen.

00:50:16: Auf voll vielen rechten Demos sieht man auf den Transbis... irgendwelche Lines, irgendwelchen Parolen die mit dem Solidaritätsbegriff arbeiten.

00:50:24: und es fakt mich richtig abzusehen dass selbst dieser Begriff der eigentlich universell ist.

00:50:30: So meinam Verständnis nach auch quasi der Situation jetzt also der Gefahr an Heimfeld sozusagen von rechtsvereinamt zu werden müssen wir dringend darum kämpfen.

00:50:40: also wir haben das ja mit irgendwelchem begriffen wie heimat Gerechtigkeit und so weiter, ja auch schon immer wieder durch die Jahrzehnte.

00:50:47: DVU, Republikaner, NPD, AfD, rechte Strömungen, dritter Weg bla bla bla, wie sie alle heißen.

00:50:53: Parteien und Rechteorganisation kämpfen immer wieder in dem Kulturkampf eben auch mitbegriffen und unbegriffe.

00:51:00: Solidarität ist der nächste auf der Liste müssen wir uns wirklich wirklich sehr sehr woke verhalten und darauf achten, dass das nicht auch noch passiert.

00:51:10: Also mein Appell auf jeden Fall alle die gerade sich diesen Podcast hier reinziehen führt mal eine innere kleine Statistik dazu wo euch der Begriff begegnet und lasst uns es mal wirklich gut in den Blick nehmen.

00:51:21: alle das das nicht ja auch noch als sozusagen Ja, das ist nicht auch noch wegbrecht.

00:51:27: Das wäre wirklich tragisch!

00:51:29: Bitte tun wir den Gefallen.

00:51:30: Tut es für die Sache... Die Framen, dass jetzt einfach nur die Framen das mit sich selbst.

00:51:35: also die haben da jetzt einen Rahmen geschaffen und wollen jetzt versuchen dieses Wort für sich zu holen.

00:51:39: ich glaube das wird schwierig weil ich glaube dass ganz viele Menschen in unserer Gesellschaft mit Solidarität was sehr mittiges oder was sehr menschlich und humanes sehen und es nicht nur für eine Gruppe auch einsehen.

00:51:53: Oft gibt es diese Tendenzen, aber ich glaube im Großen und Ganzen ist Deutschland doch schon... sehr aufgeschlossen, wenn es um das Thema Solidarität geht.

00:52:00: Also nicht umsonst spenden ja auch die Deutschen so viel Geld.

00:52:04: also muss man auch dazu sagen

00:52:07: aber sie haben noch kein Problem damit Regierung zu wählen ohne mit der Wimper zu zucken, die Menschen auf Flucht ruten und kommen lassen.

00:52:13: Absolut!

00:52:14: Das ist ein großer Wetter.

00:52:16: Ja schon, aber ich glaube wenn es innerhalb von Deutschland bleibt die Solidaritet ist es okay, aber sobald es die Außengrenzen betrifft dann fragt man sich natürlich immer, für wen ist denn die Solidarität?

00:52:26: Wen stieß man denn damit an und was kostet sie hin.

00:52:28: Und was können wir konkret dagegen tun dass es nicht so solidarität wird.

00:52:32: Können

00:52:32: wir uns das leisten?

00:52:33: Ja!

00:52:35: Das ist genau der Punkt.

00:52:36: aber weißt du, klingelt?

00:52:39: ich glaube vielleicht müssen überhaupt irgendwie bei allen Wörtern nicht immer die gleiche Definition haben, weißt du?

00:52:46: Jeder hat ja nicht immer das gleiche Wissen oder den gleichen Hintergrund.

00:52:53: Aber ich möchte schon wissen was Menschen sagen oder meinen wenn sie über Solidarität sprechen Wenn Sie über Vogue reden, wenn Sie mir Solidaritätszusprechen Weißt Du?

00:53:05: Weil am Ende des Tages ist mir das wirklich auch gar nicht so wichtig, woher diese Solidarität kommt.

00:53:11: Weil das Wichtigste ist was tut diese Person?

00:53:15: Was tust du mit deiner Solidarität?

00:53:17: Das ist wichtig.

00:53:18: und wenn du deine Solidaritäts dazu tust dass du andere Menschen ausschließt ja und Menschenfeindlichkeit tradierst und Leute deren ihre Deutung so hat über ihren Körper und über ihren freien Willen nimmst dann ist es keine Solidaritet sondern dann ist das einfach.

00:53:38: Was ist das Gegenteil von Solidarität eigentlich?

00:53:41: Unsolidarität.

00:53:42: Nein, nee ...

00:53:45: Na schon irgendwie so was wie Ausgrenzung, ne?

00:53:48: Ausgrenzungen!

00:53:48: Liebe Zuhörenden, wenn ihr das Gegenteil von Solidarity kennt dann könnt ihr das gerne in den Kommentaren kommentieren.

00:53:55: Genau und vielleicht gibt's auch da wieder verschiedene Bedeutung und Deutungen.

00:54:00: aber ja, Johnny, wie du sagst, dafür brauchen wir halt die Ruhe um rauszufinden, was die andere Person damit meint Und gleichzeitig müssen wir aber auch noch nicht nur sprachlich handeln, sondern handelnd handeln um uns halt nicht nur so abzukopfen und irgendwie viel zu reden.

00:54:16: Und gleichzeitig ist das aber auch wichtig.

00:54:18: Das ist ein Widerspruch, den Krieg-Eco nicht mehr aufhörlöst in dieser Lebenszeit.

00:54:23: Aber der bewegt sich auf jeden Fall echt Tag einen Tag aus durch mein Hinterkopf und ich bin froh, dass wir wenigstens ein bisschen da mal rein ... Ja!

00:54:32: Da bist du immer rin löten, kranken, kicken, was so los

00:54:35: ist.

00:54:36: Jetzt hab ich dich schon wieder unterbaut.

00:54:39: Ich rede hier was von aktiv zuhören, ich bin ja wirklich ein...

00:54:43: Aber das ist auch so etwas, weißt du?

00:54:44: Sich auch dazuzugestehen, wenn man es selber verschissen hat.

00:54:48: Ja

00:54:48: und das erkennen!

00:54:50: Und aus diesem jenem Begriff verwende ich aus diesen jeden Gründen nicht mehr an dem und dem Kontext habe ich gesagt war nicht so eine gute Idee, wir können nichts mehr machen.

00:54:56: also auch dazu zu stehen, auch da eine gewisse Fehlerfreundlichkeit mitzubringen und die eigenen Lernprozesse vom Wegen Solidarität heißt dann quasi weiterzulernen irgendwie transparent machen.

00:55:07: Ich sage, ich hab das jetzt verstanden und du aber nicht, damit es auch niemand mir hilft.

00:55:11: Schön wenn du weißt!

00:55:12: Aber dann lass doch irgendwie gucken wie wir uns da gegenseitig auf die Sprünge helfen und uns gegenseitsich einladen gemeinsam weiterzulernen ohne dass irgendjemand sich über den anderen stellt bestenfalls und ohne dass jemand beschämt wird.

00:55:25: so also ich bin mir sicher dass wir heute auch Leute in unserem Gespräch verloren haben im Sinne von irgendwie es an bestimmten Begriffen nicht mitgekommen oder so.

00:55:35: Natürlich haben wir bestimmte Begriffe, sind halt komplex und die verwenden wir dann weil sie voll viel sagen und da muss man sich erklären das ist denn zeitlich schneller.

00:55:43: Dann haben wir nicht die Ruhe zu erklären Und schließen aber dabei auch Leute aus weil wir halt bestimmt ja zum Beispiel akademisch geprägte begriffe oder so nutzen.

00:55:53: Wenn ihr ein Wort nicht kennt dann bitte schreibt es ebenfalls in die comments.

00:55:57: Wir werden es dann aktivieren.

00:55:59: Oder

00:56:00: wenn ihr nicht eine Kommentare wollt, ihr könnt jetzt auch in die DMs so genannt leiden.

00:56:04: Weil man

00:56:04: muss sich ja auch nicht immer damit zeigen und sagen versteht nichts.

00:56:07: Das wäre vielleicht auch noch eine Variante.

00:56:09: oder er fragt euch gegenseitig?

00:56:13: Hast du noch ne kleine Empfehlung zum Abschluss eventuell?

00:56:15: Ich hätte noch eine kleine Empfehlungen.

00:56:17: Aber ich habe tatsächlich eine und zwar Oyenda Mola Alasche Journalistin und Autorinnen Bildungsreferentin zum Thema diskriminierungsfreie Sprache, überhaupt Sprache.

00:56:30: Wenn ihr euch für Narrative interessiert wie Sprachkompetenzen aussehen, interkulturelle Kompetenze dann bitte folgt Ojinda Mola Alasche auf Instagram.

00:56:43: Das ist eine ganz, ganz tolle Person die euch da sehr viel beibringt kann.

00:56:48: Die kann man buchen, die kann man holen.

00:56:50: ihr könnt aber auch zu ihrer Veranstaltung kommen mit der ich ... die ich mit ihr zusammen moderiere.

00:56:58: Schon so falsch!

00:57:01: Genau jetzt am zehnten, zehntem soweit ich weiß.

00:57:05: Ja, im Zehnten in der Komedie in Köln reden wir über Geld.

00:57:10: Let's talk about money.

00:57:10: Money?

00:57:11: Ein

00:57:12: bisschen in Fortführung zu dem musst du da besprochen hast

00:57:15: den anderen Tag.

00:57:16: Das war gar nicht Let's Talk About Money oder ist es doch... Doch!

00:57:18: Es ist Let's Talking About Money.

00:57:19: ja so ein bisschen die Fortsetzung davon aber noch mal mit ganz vielen Gästen auf der Bühne und das wird sehr spannend weil wir haben mega geile Sektor.

00:57:28: Das ist eine mega geile Sekte.

00:57:30: Ey, ich höre ja... Was

00:57:31: meinst du mit Sekten?

00:57:32: Was verstehst Du unter

00:57:33: Sekten?!

00:57:34: Na weil wir viel Sekt trinken!

00:57:35: Wir trinken super viel Sekten dabei!

00:57:37: Es ist Keen Scheiß!

00:57:39: Dort wird Gejästen getrunken und sehr viel gelacht Und trotzdem aber auch über Ernste Themen gesprochen.

00:57:44: im Komedi.

00:57:44: am zehnten Zehnten geht's los Aber folgt bitte Orienda Mola Alasche, denn die ist wirklich fierce

00:57:50: Da hört ihr.

00:57:51: Ich hätte noch dabei einmal Juli Farber, der Account heißt Juli Fabulous.

00:57:55: Juli macht so feministische sprachwissenschaftliches Knowledge Dropping auf jeden Fall ziemlich ordentlich.

00:58:01: was dabei ist auch glaube ich gerade ein Buch erschienen also bockt auf jeden fall.

00:58:05: also ich habe ja auch mal Sprache wissenschaft studiert mich törts bisschen an

00:58:10: Ja die Schwester serviert nur heißes

00:58:14: Genau.

00:58:14: dann auf jedenfall auch etwas zu.

00:58:17: Also zur Geschichte vom Begriffen.

00:58:18: wichtig ist, also wo ist ein Begriff auch zum Beispiel von den OG-Nazis in Deutschland und der Nationalsozialisten in quasi erster Generation.

00:58:26: Verwendet worden, neu aufgeladen wurden.

00:58:30: Umgedeutet und so weiter ist natürlich der Account Kennen auch viele sicherlich keine Erinnerungskultur von Susanne Siegert die also eben auch viel mit bestimmten Begriffen also was sich so ein Wort wie asozial zum Beispiel oder so eine Verwendung wie Null Acht Fünfzehn also Begriffe die wir bestimmt bei bestimmten begriffen wissen wir okay das irgendwie Nazi Sprache dass machen wenn nicht mehr.

00:58:48: Bei anderen hat sich das irgendwie hat das mit der Entnazifizierung nicht so gut funktioniert in Deutschland Auch sprachlich nicht.

00:58:54: und genau So eine Sieger tult es auf jeden Fall nach und hat reichlich Wissen zu haben.

00:58:59: Und dann habe ich nämlich heute auf dem Kanal von Malek Janik hier gelernt, dass es eine IKL-Schule gibt, interkulturelles Lernschul.

00:59:08: Das ist ein Programm von Lamsa.

00:59:10: Lamsa ist das Landesnetzwerk von Migrantenorganisation in Sachsen-Anhalt.

00:59:15: Die sind gerade natürlich... Könnte ich alle natürlich auch selber denken massiv von Kürzung bedroht und anbetracht der Wahlergebnisse von Beginn des Monats.

00:59:24: und Lamsa ist aber ein ganz wichtiges Netzwerk.

00:59:27: Also das sind wirklich zahlreiche migrantische Organisationen eben unter diesem Dach, die haben dieses Projekt IKL Schule interkulturelles Lernschule.

00:59:35: und da geht es halt auch vor allem darum um verschiedene Sprachen, Sprachkenntnisse Menschen also geflüchteten Leute, migrantischen Leuten usw.

00:59:43: Seite zu stehen im Kontext von Schule und Globe.

00:59:48: Das ist wenn ihr nochmal hier fünf Euro übrig habt oder auch mehrere nullen hinten dran, ein guter ordentlicher Job.

00:59:55: Also da würde ich quasi also maligsempfehlungen einfach mal weiterreichen und sagen drop den Euro dahin.

01:00:03: Und dann halt noch ohne wenn du Werbung für deine Veranstaltung machen durst du bei der Minute fünf auch noch eine kleine Werbung hier machen.

01:00:09: Los jetzt!

01:00:10: Ich habe nämlich einen Buch gemacht.

01:00:12: Zwei Jahre haben wir dran gearbeitet.

01:00:13: Vielleicht waren es noch vier, ich weiß nicht mehr genau und da haben nämlich... Ich zeig dir das jetzt mal Johnny.

01:00:17: Kannst du dich auf diesem blöden Filter jetzt hier drauf machen?

01:00:20: Das Blurring!

01:00:20: Also das Buch heißt Soßes Leben mit erwachsenen.

01:00:23: junge Menschen berichten über Adultismus und Erwachsene lernen daraus.

01:00:26: Da haben sehr gut.

01:00:29: Und auch sehr junge Menschen, die haben die Themen und Formate vorgegeben.

01:00:34: Das Ding ist, dass Sprache natürlich ein großes Thema ist.

01:00:37: Wenn du mit jungen Menschen über so komplexe Sachen sprechen willst musst du lernen, dich sprachlich einfach zu regulieren... ...und dich so verständlich zu machen, dass es eine Person verstehen kann, die natürlich nicht so ein krasses Weltwissen haben kann!

01:00:51: Eine tolle Sache, weil das eine interessante Begegnung ist und alle lernen.

01:00:57: Dieses Buch fängt ganz viel davon ein, wollte ich nur mal gesagt haben.

01:01:01: Das hast du aber sehr schön gemacht.

01:01:03: Ihr lieben Menschen, wir haben wirklich heute – also ich habe auch sehr viel gelernt, aber was ich auch wirklich gelernt habe war dass sich das Gefühl habe, dass Wörter Sprache einfach eine gesellschaftliche Funktion haben und sie können im Individuum aber auch in Kollektiven eine komplette Welt verändern zum Positiven oder zum Negativen.

01:01:20: Deshalb glaube ich es ist wichtig, wenn wir Sprache benutzen zu fragen mit welchem Wissen vierten wie unsere Sprache?

01:01:27: Welches vegane Fleisch haben wir an den Knochen um quasi ein gutes Gespräch oder vielleicht sogar eine Debatte führen zu können.

01:01:37: Was wichtig ist immer bei Sprache und das sage ich immer, ist Respekt und die Achtung von den Menschen selbst wenn man nicht dessen Meinung ist dass wir trotzdem aber das menschliche und auch moral.

01:01:48: Moral kann auch was ganz Tolles sein!

01:01:50: Eine tolle Moralmenschen gegenüber haben indem wir ihnen erstmal mit offenen Armen entgegenkommen und mit offenden Ohren.

01:01:57: deshalb arbeitet an eurer Sprache.

01:01:59: Sprache ist Macht und liebe Suki, du bist ja eine Sprachkünstlerin und ich würde dir zum Schluss sagen, ihr kappt dich sehr lieb.

01:02:08: Das habe ich ganz

01:02:09: toll mit dir.

01:02:09: Oh,

01:02:10: wirste weg jetzt ein bisschen rot vielleicht?

01:02:12: Ja macht das mal!

01:02:14: Danke Johnny.

01:02:15: Lagen

01:02:16: meinen machen tun.

01:02:17: Genau danke dir sehr.

01:02:20: und dann

01:02:21: wünschen wir euch noch einen schönen restlichen tach.

01:02:23: und der nächste mal ist wieder jemand andere dran.

01:02:25: vielleicht wissen wir sind jetzt zu viel.

01:02:27: ihr wisst ja ich weiß nicht

01:02:28: wie es

01:02:29: ist in luna oder sudat.

01:02:31: irgendwie zwei von uns werden sie immer sein lauter leute.

01:02:34: podcast vom magazine

01:02:37: abonniert uns teilt uns rede mit euren freunden aufm arbeitsplatz auf dem spielplatz im zirkus im fitney studio in der sauner im zwinger klub ist mir scheisse.

01:02:47: ja hört uns beim autofahren oder in der bahn.

01:02:52: Lernet was, in diesem Sinne, seid laut.

01:02:56: Saut leise!

01:02:57: Was?

01:02:57: Sautleise und ...

01:03:00: Saut

01:03:00: noch mal leise.

01:03:02: Lauter Leute der Podcasts vom Veto-Magazin Giesentrache aus.

01:03:05: Danke euch, tschüss!

01:03:05: Tschüss!

01:03:07: Lauter!

01:03:08: Lauter Genialen Leuten.

01:03:09: Ein bisschen lauter.

01:03:10: Ich kann sie nicht hören, können Sie lauter sprechen.

01:03:11: Na ja natürlich,

01:03:12: so gut.

01:03:13: Wow ich hab hier lauter richtig coole Leute.

01:03:15: Lauter Leute sind alle schlauer als ich.

01:03:17: Das

01:03:17: ist eine Debatte wo lauter Leute sitzt.

01:03:19: Also das kam schon vor dass Mal Leute so ein bisschen lauter

01:03:22: wurden.

01:03:23: Ich sag's mal ganz provokativ!

01:03:24: Je mehr Leute und desto lauter, desto besser... Hör schlägt ihm bis er's noch lauter sagt!

01:03:29: Und dann machen wir das nochmal!

01:03:32: Geht es nicht mehr.

01:03:36: gerade dass wir noch lautter sein?

01:03:37: Ob du dich trafst wie gehen?

01:03:39: Wurde dazu führen, dass es noch lauter wird.

01:03:42: Gehts noch

01:03:42: lau-ter?!

01:03:43: Ah nein!

01:03:43: Noch lauter werden wir!

01:03:44: Lauter alte Leute!

01:03:44: Noch größer, noch lauder, noch actiongeladener.

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