Sei doch nicht so ein Mann! Mit Sookee und Gianni
Shownotes
Männer kosten uns jedes Jahr Milliarden. Sie führen Kriege, dominieren Vorstandsetagen und Kommentarspalten. Gleichzeitig stecken viele Männer in einer Krise, weil traditionelle Gewissheiten bröckeln. Was also tun mit diesem Widerspruch?
In einer neuen Folge „Lauter Leute“ stellen sich Sookee und Gianni Jovanovic einer der umkämpftesten Fragen unserer Zeit: Was ist eigentlich los mit den Männern? Dabei trifft einer, der Männer liebt, auf eine, die von ihnen viel zu oft enttäuscht wurde und heute bewusst Abstand hält. Gemeinsam bewegen sie sich zwischen Manosphere, antifeministischen Backlashs und den blinden Flecken vermeintlich progressiver Männer.
„Männer haben es versäumt, sich hinter feministische Kämpfe zu stellen.“ Doch Sookee und Gianni gehen weit über die Diagnose hinaus. Mit viel Streitlust, persönlichen Erfahrungen und überraschend großzügigen Angeboten servieren sie Männern konkrete Hinweise, wie feministische Praxis im Alltag aussehen kann.
Eine Folge zwischen Frust und Hoffnung, Wut und Zärtlichkeit – und der Frage, ob eine gerechtere Zukunft denkbar ist, ohne dass Männer sich verändern.
Die Folge wurde am 9. Juni 2026 aufgezeichnet.
LINKS
Alkoholkonsum verursacht in Deutschland jedes Jahr volkswirtschaftliche Kosten von rund 57 Milliarden Euro. Schätzungsweise 75 Prozent davon gehen auf Männer zurück.
2024 beendeten 10 372 Menschen ihr Leben durch Suizid. 71,5 Prozent von ihnen waren Männer.
Rund 80 Prozent der 2,8 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland sind Frauen. Gleichzeitig beliefen sich ausbleibende Unterhaltszahlungen im Jahr 2024 auf 3,2 Milliarden Euro.
Das sind Giannis Buchtipps:
„Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit“ von Gianni Jovanovic und Oyindamola Alashe
„Sei kein Mann“ von JJ Bola
„Im Morgen wächst ein Birnenbaum“ von Fikri Anıl Altıntaş
Sookee empfiehlt ein Buch, das sie gemeinsam mit Yase Farbextase veröffentlicht hat: „Wölkchen fühlt ganz viel“
Außerdem hat sie einen Musiktipp für euch: das Album „Guter Dinge“ von Liedermacher Dominik Merscheid
TEAM
Redaktion: Jasper von Römer; Hosts: Sookee, Suraj Mailitafi, Gianni Jovanovic und Luna Möbius; Produktion: Benjamin Jenak; Cover: Annika Keymer; Sprecherin: Karla Schröder
TRANSPARENZ
Veto wird anteilig von der GLS Treuhand und der Schöpflin Stiftung gefördert – vor allem aber durch die Crowd finanziert.
Transkript anzeigen
00:00:00: Männer reden nicht miteinander über Gefühle, weil das einfach auch als Weichgeld, als Feminin-Geld, als Schwulgeld.
00:00:06: Wenn sie reden über Gefühl, dann reden Sie über Ihren Kontostand oder welches Auto sie haben.
00:00:10: Wir Männer müssen noch in der Lage sein, schwierige und harte Gespräche auszuhalten gerade wenn es um unsere Privilegien geht, männliche Privilegen.
00:00:18: Die
00:00:18: Sorge davor dass sich Männer die ich für Progressivfalt in die Vertrauenssätze, die ich an meiner Seite wissen will, die unterstützen wie ich für Glaubwürdigkeit von denen ich glaube dass sie ehrlich zu sich selber sind den noch mehr wegbrechen.
00:00:30: Ich kann nicht mehr!
00:00:34: Ich halte nicht mehr gerade, dass wir noch lauter sind.
00:00:41: Darf ich die Straße nehmen?
00:00:42: Wird dazu führen das es noch lautter wird!
00:00:44: Noch lauter werden wir!
00:00:56: Lauter alte Leute?
00:00:57: Noch größer, noch lauder, noch actiongeladener... Tachchen.
00:01:04: Liebe Leute, liebe Lautenleute, liebe alle, die ihr euch etwas Zeit nehmt um mir und Johnny, die wir heute in Verantwortung dieser Sendung sind zuhört.
00:01:16: Wir haben uns ordentlich was vorgenommen Johnny und ich haben Hi, Johnny übrigens.
00:01:21: Hallo!
00:01:21: Hallo!
00:01:26: Wir haben früh festgestellt, als wir auf der Suche nach Themen waren für unsere jeweiligen Duos in diesem Rotationsprinzip namens lauter Leute Veto-Podcast.
00:01:34: Uns ist früh klar geworden, wir müssen über Männlichkeit sprechen.
00:01:37: Das ist ein Bedürfnis vor mir und das ist von dir.
00:01:40: Und Johnny, wir haben uns es heute vorgenommen einfach jetzt auch so fast schon in der Rückschau der letzten Wochen und Monate aber auch die letzten Jahre Jahrzehnten und eigentlich Jahrhunderte Für uns gegenseitig einmal klar zu ziehen, an welchen Punkt sind wir eigentlich in unserer Beobachtung und auch unsere Selbstbeobachtungen.
00:02:00: In Bezug auf die Frage wie ist das geschlechter Verhältnis in seinen Realitäten wenn wir uns klar machen es sind Es ist kein Patriarchat im Sinne von, wir haben eine Männerherrschaft die auch quasi gesetzlich verankert ist.
00:02:14: Auf der Ebene ist ja erstmal alles soweit, naja nicht alles aber einiges klar!
00:02:19: Wir haben natürlich sowas wie Gleichstellungsgesetze und Grundgesetz was die Gleichheit von Männern und Frauen wenn wir mal aus strategischen Gründen in dieser Bineanlogik bleiben wollen um... quasi so den offiziellen Sprech zu bedienen.
00:02:32: Wir wissen natürlich und das sei vielleicht vornherein gesagt, es gibt mehr als zwei Geschlechter.
00:02:36: Die Wissenschaft ist sich da auch sehr einig aber auch das Thema ist ja politisch umkämpft als einen Ausdruck von patriarchalen Zuständen.
00:02:43: Aber wie ist es eigentlich bestellt im Zusammenleben zwischen zumindest diesen beiden großen Geschlechtagruppen?
00:02:49: Und Menschen die aus welchen Gründen noch immer in diese Gruppen einsortiert werden auch wenn sie sich vielleicht geschlechtlich selber ganz anders verorten Johnny, fläch er vorne weg.
00:02:58: Warum ist dein Bedürfnis so groß darüber zu sprechen?
00:03:03: Weil Mann sein für mich persönlich auf der einen Seite was sehr Schönes ist weil ich ein schwuler Mann bin das heißt Ich liebe Männer und auf der anderen Seite ist es so dass ich merke dass Männer eine unheimliche Gefahr Und auch Gewalt für mich sein könnten beziehungsweise es waren und nach wie vor sind.
00:03:27: Und diese Ambivalenz, die ist schon sehr herausfordernd.
00:03:32: Für mich persönlich würde ich gerne heute einfach mal so ein bisschen analysieren was überhaupt Männlichkeit ist, wie männlicher Feminismus vielleicht aussehen könnte und die entsprechende Verantwortung daraus.
00:03:47: Wir reden ja momentan immer über diese Krise der Männlichkeit, die gerade in den Medien und den sozialen Medien rumkursiert Und da möchte ich einfach nochmal kurz rein, aber auch mit der historischen Verantwortung von Männern.
00:04:00: Aber auch dieser intersaktionale Blick auf mich interessiert mich... Ich kann dir gerne wenn du möchtest einen kleinen persönlichen Blick über meine eigene Männlichkeit geben!
00:04:09: Das würde vielleicht die Zuhörenden auch interessieren wie ich so meine eigenen Männigkeit zu sehen und fühle.
00:04:15: Für mich ist halt wirklich auch die Frage was können wir als Männer heute tun?
00:04:20: um gute Menschen zu sein und partizipativ zu sein.
00:04:23: Und da ich als Rom natürlich nochmal eine sehr spezielle Sicht auf diese Dinge habe, ist mir die Rom-Jahr-Perspektive super wichtig.
00:04:33: Da würde ich gerne einfach heute noch mal mit dir rein.
00:04:35: Also ich gehe da tatsächlich ziemlich emotional rein.
00:04:38: Ich bin ja wirklich schon viele lange Jahre jemanden, der sich als feministisch versteht.
00:04:44: Ich komme von einer sehr feministischen Mutter, die nicht als Hobby oder als subkulturellen ... probier mich darin mal aus.
00:04:54: Modus für sich hat's, sondern es war für sie auch eine Überlebenstrategie.
00:04:57: Sich gegen Männer zu wehren, war ne Überleben-Strategie meiner Mutter und das hat natürlich stark auf mich abgefärbt.
00:05:02: Aber vielleicht fangen wir an, ihr Schichtemayans weit hinten an!
00:05:06: Also mir ist wichtig einmal klarzumachen, Feminismus ist ja nix was es gibt seit wie Instagram haben.
00:05:12: Ja?
00:05:13: sondern weil natürlich bei vielen auch der Eindruck entsteht und die entsprechende Gegenbewegung sich dann oft schon sagen, der Feminismus macht die Familie kaputt.
00:05:21: Ja?
00:05:21: Weil plötzlich wollen sich Frauen niemanden zippieren!
00:05:23: Und der Feminismus macht Männlichkeit kaputt, weil Männer sind nicht mehr Männer, man muss ja ständig irgendwelche neuen Pronomen lernen und ihr nervt alle mit euren komischen Selbstverwirklichungsansprüchen
00:05:33: usw.,
00:05:34: Feminismus ist... Frauenrechtsbewegungen sind alt, Frauenreichtsbestrebungen sind sehr alt.
00:05:40: Also wenn wir jetzt mal, ich weiß nicht wie weit man noch in der Geschichte zurückgehen könnte, aber wenn wir uns jetzt mal so ein Vierteljahrtausend vornehmen, zweieinhalbfünfzig Jahre sind wir ja in einer Zeit der Aufklärung, sind wir zum Beispiel bei Ulla und Dogusche eine Frauenrechtlerin die als die Rechte der Bürger deklariert wurden... die Rechte der Bürgerinnen einforderte.
00:06:02: Ja?
00:06:02: L'Édroit des citoyens, also quasi eingefordert hat das Frauen als Menschen, als Bürger, als Burgerinnen war und ernst genommen und politische Prozesse in gesellschaftliche Prozisse einbezogen werden.
00:06:13: Wir könnten sprechen über The Journal Truth.
00:06:15: Da sind wir hundertfünfzig Jahre zurück in der Zeit Die als schwarze Menschenrechtlerin eingeforderthalt dass eben nicht nur Schwarze Männer Also die im Prinzip früh diese Intersektion beschrieben hat, dass nicht nur schwarze Männer sich in den Auseinandersetzungen weiter auf Bürgerrechte zubewegen.
00:06:32: Sondern das auch unterhaltweise Frauen, sondern eben auch schwarzen Frauen in diesen ganzen Diskursen als Subjekte wahr und als Gruppe wahrgenommen werden.
00:06:40: Wir könnten über Clara Zetkin sprechen.
00:06:42: Da sind wir hundert Jahre zurück in der Geschichte, die ja als Frauenrechtlerin ... Und als Arbeiterinnen, als KommunistInnen eben diese Dinge vertreten und vorangebracht haben.
00:06:50: Wir sind also viele lange Jahre mit.
00:06:58: Es ist nichts Neues,
00:07:01: aber es wird immer von bestimmten Gruppen gegen andere Gruppen benutzt.
00:07:08: Weil wir moralisch die ganzen Menschenrechte sozusagen aufladen und sie nicht theoretisch kognitiv rüberbringen wie es doch so Männer tun weil impulsiv sind, nicht kontrollierbar sind und Männer doch am Ende doch sehr theoretisch und abgeklärt und so eine sanfte Autorität besitzen.
00:07:35: Blah!
00:07:36: Also das ist immer verschwinkt...
00:07:40: Moment!
00:07:42: Das schwingt immer so mit.
00:07:45: Genau, er schwingte immer so Mit und trotzdem ist es so dass wenn wir in Zeiten zurückgehen gar nicht mal so lange her.
00:07:53: da gab es Debatten wie Mithu der Fall Weinstein Bill Cosby wie sie alle hießen Puff Daddy und Co.
00:08:03: hier R Kelly aber auch hier Prinz.
00:08:07: wie heißt er Arnold von Anhalt?
00:08:09: Wie heißt der Bruder vom Charles?
00:08:10: Da will ich gar nicht wissen,
00:08:12: wie der Eise.
00:08:13: Den Speicherplatz kriegt er nicht in meinem Kopf?
00:08:15: Grönau ja und hier der andere, der im Knast gestorben ist... Ich kenne alle die Namen Sekkern so bei mir durch.
00:08:24: Genau, Epstein!
00:08:26: Das waren ja alles so sichtbare Fälle, die ja weltweit war.
00:08:29: Und natürlich jetzt der letzte Fall hier bei uns in Deutschland mit Christian Ulmen und Colin Fernandez wo wir halt einfach gesehen haben, wie viel Gewalt und Gewaltbereitschaft bei männlich gelesenen Personen oder Zismen dann einfach raussteckt.
00:08:42: Und das Thema finde ich schon sehr spannend denn wenn ich so in meine eigenen Biografie zurück schaue ist okay sehe ich sehr viel männliche Gewalt sowohl auch an mir als auch an Frauen und anderen Personen, an queeren Menschen Und auch immer wieder in verschiedenen Phasen meiner eigenen Identität.
00:08:59: Auf der einen Seite habe ich früher als pseudo-heterosexueller Mann, also ich noch verheiratet war mit einer Frau... ...hab' ich auch Gewalt erlebt von anderen heterosexuellen Zismen dann insbesondere ihren Frauen gegenüber oder auch mir persönlich gegenüber aber insgesamt auch die Art und Weise und das Acting war halt immer sehr... Ja!
00:09:21: Ich hatte immer das Gefühl sie hatten, während Sie gesprochen haben.
00:09:24: Hatten Sie in Ihrer Stimme die Beine schon gespreitzt bevor Sie Ihre Beine eigentlich wirklich gespreizt haben?
00:09:30: Also es fängt eigentlich schon dieses Beinespreizen mit der Sprache an und geht dann am Ende bis Sie breit bei nicht da sitzen und meinen irgendwie mehr jetzt die Welt erklären zu müssen.
00:09:41: Und das finde ich schon sehr spannend, dass man sich ein selbstgesetztes Privileg so nimmt und daraus einfach reproduziert, insbesondere toxische männliche Privileggien.
00:09:53: Dass wir in der Krise einer Männlichkeit stecken, die uns kosten verursacht, die Gewalt nach wie vor eine krasse Realität für viele Menschen bedeutet... Diese historische Verbindung durch die zweieinfünfzig Jahre, die ich jetzt einfach mal so aufgerissen habe, liegt ja daran.
00:10:09: Dass Männlichkeit zu sich selbst in ein Verhältnis gesetzt hat, dass akzeptiert das Männlichkeit eben.
00:10:21: assoziiert ist und sich darüber konstituiert, also sich darüber herstellt dass es um vermeintliche Rationalität geht im Gegensatz zu einer weiblichen Emotionalität in dieser Benenlogik.
00:10:31: Dass sich Männer die Welt aneigen während Frauen auf die häusliche, die reproduktive Sphäre festgelegt sind und das Männer damit sozusagen eine Berechtigung haben quasi gewaltvoll durch die welt zu ziehen und sie sich anzueigen sie sich zur eignen zu machen sie zu definieren sie zu bestimmen sie zu verändern kriege zu führen aber auch wissenschaft voranzutreiben.
00:10:52: damit auch in der wissenschaft findet ja gewaltschaft wenn man es überlegen wer findet.
00:10:56: in welchen Kategorien statt, wer wird wie beforst?
00:10:58: Wer wird für pathologisch krank erklärt und so weiter.
00:11:03: Die weltbeschimmende Perspektive in unserer Menschheit ist eine zismänliche, die sagt ... So ist es uns so, wenn's nicht passt, werden wir das einhegen sodass es in unser Selbstbild passt.
00:11:17: Wir können keine lauten Frauen, wir können keinen fordernden Frauen erdulden.
00:11:21: Wir müssen sie zur geistigen Befähigung ... oder Minderwerte erklären, wenn wir daran denken, dass Männer Ewigkeiten verhindert haben.
00:11:29: Dass Frauen studieren dürfen und so weiter.
00:11:31: Dass sie nicht an politischen Prozessen teilnehmen dürfen, in dem sie keinen Wahlrecht haben.
00:11:35: Das sind alles Dinge, die sagen, wo Männer von vornherein gesagt haben, wir machen das alleine.
00:11:38: euch brauchen, finde ich!
00:11:39: Euch brauchen wir zur Reproduktion, damit ihr uns Söhne gebärt und dass ihr im Hintergrund des Leben im Sinne eines häuslichen ... miteinander sichert und putzt.
00:11:50: Ja?
00:11:51: Und... Das hat dazu geführt, dass natürlich irgendwann Frauen aufgestanden sind und gesagt haben es reicht.
00:11:57: Wir haben Rechte, wir werden die erkämpfen.
00:12:00: Und wenn man nicht in der Lage ist ein Gegenüber als gleichwürdig zu empfinden und in einen konstruktiven Austausch geht ... Okay, warte mal, stimmt ja!
00:12:08: Wir machen das die ganze Zeit alleine.
00:12:09: Lass mal gemeinsam überlegen wie wir den Raum so gestalten können dass alle Beteiligten, alle lebenden Wesen sozusagen gemeinsam das bestimmen können dann müssen wir mit Gewalt dagegen vorstellen.
00:12:20: Wir müssen Leuten das Wort verbieten, wir müssen sie im Zweifelsfall was weiß ich sexuell aniedrigen und schlimmstenfalls müssen wir sie töten.
00:12:28: Also patrischale Gewalt ist ja sozusagen ein Eskalationsweg von irgendwie einem negativen Bild über Weiblichkeit, Misogenie hin bis zu dem Femizid.
00:12:39: Und in dieser gewaltvollen durch die Jahrhunderte sich bohrende Selbstverständnis vor Männlichkeit ist irgendwann diese Krise der Männlichkeit eingetreten im Sinne von Frauen und andere vom patriarchaler Gewalt betroffene Geschlechter haben gesagt, es reicht.
00:12:55: Und das sind diese letzten zweieinhalb, zumindest die letzten zweihundertfünfzig Jahre, die jetzt sozusagen in dem Moment gipfeln, wo Männer merken, oh Scheiße!
00:13:03: Uns geht's voll schlecht, wir haben eine Krise.
00:13:05: Die Krise der Männlichkeit wurde nicht von Frauen ausgerufen und ein Aspekt dieser Selbstzerstörung, die da drinsteht ... Weil wenn ich mein Gegenüber zerstöre, zerstör' ich auch mich selbst ist zum Beispiel der Punkt Alkohol- und Alkolkonsum, glaube ich tatsächlich dass also sagen die Unfähigkeit sich ins Verhältnis zu setzen zur Welt positiv in das Verhältnissen zu einer Menschendinge gemeinsam zu gestalten kann mit Alkohl ertränkt werden so das ein großer Teil Auf jeden Fall schätzen mehr als die Hälfte von ohne jetzt zu sagen, irgendwie alkoholkrank zu sein ist was Schlechtes im Sinne von du bist Schuld daran.
00:13:36: Das ist ein Ergebnis von Systemen.
00:13:39: Niemand begibt sich in eine Suchtstruktur einfach weil er Bock drauf hat.
00:13:43: Es geht nicht darum einzelne zu blame oder da sind wir uns einig?
00:13:46: Da sind wir ganz total einig und ich finde es auch schön, dass du das noch mal auf diese Ebene bringst, es geht nicht daheim zu sagen dass alle Männer irgendwie Alkoholiker und suchtkrank sind.
00:13:56: um Gottes Willen Aber leider an der Stelle ist das aber auch gesetzt.
00:14:00: Sehr viele, rund nämlich seventy-fünf Prozent der Alkohol und Drogenabhängen in Deutschland sind Männer!
00:14:07: Und das Problem was wir haben ist dass die Folgen dieses Alkohlkonsums gerade in Deutschland an die siebenundfünfzig Milliarden Euro uns SteuerzahlerInnen kostet.
00:14:17: Da ist nicht nur der Alkolkonsum darunter gerechnet dazu gehören zum Beispiel auch Krankenhauskosten Reakosten Unfälle Arbeitsausfälle und vor allen Dingen auch vorzeitige Todesfälle durch Völkererkrankungen, durch den Alkohol-Konsum oder durch Drogenkonsum.
00:14:31: Und das muss man sich dann natürlich erst mal die Frage stellen warum ist das so?
00:14:35: Ich glaube einfach dass Männer nicht in der Lage sind oder gelernt haben viele Männer nicht eine Lage sind über ihre Gefühle zu sprechen.
00:14:43: Das ist das Problem weil das einfach auch als Wahrheit Geld als Feminine Geld als Schwulgeld.
00:14:48: Männer reden nicht miteinander über Gefühle.
00:14:50: Wenn sie reden über Gefühl, dann reden sie über ihren Kontostand oder welches Auto Sie haben.
00:14:55: also das ist jetzt alles sehr auch ein bisschen Klischebesetz was ich ja so ein bisschen gesagt habe.
00:15:00: aber es ist tatsächlich so dass sind halt eben die Thematiken die halt eben Männer untereinander auch haben und das spielt leider auch eine ganz entscheidende Rolle weil die Beziehung zu einem selbst einfach verloren geht.
00:15:11: Ich kann durchaus verstehen, dass Väter und Mütter auch die Gesellschaft aber auch dieses historische Bild und das was halt einfach sie gesehen haben.
00:15:20: Was Menschlichkeit bedeutet also die Attribute einen dazu auch verleiten können das zu tun.
00:15:24: wenn du natürlich immer wieder in solchen Kreisen bist wo nicht über Gefühle gesprochen wird sich sagt, ja es gibt sicherlich Männer die toxisch sind, sexistisch sind.
00:15:36: Aber ich bin's doch nicht!
00:15:38: Also warum soll ich mich denn damit auseinandersetzen?
00:15:40: Und genau das ist der Fehler.
00:15:41: Genau das ist die Falle in der man nämlich eintabt.
00:15:44: Denn oft ist es ja so selbst Männer, die des Nichts sind, beispielsweise mein Schwiegersohn, der sagt immer ne ich bin nicht wie sie und es auch nicht.
00:15:54: Aber wenn er dann im Fußball um Kleideraum ist und Leute dann ihre homofeindlichen Witze machen oder sexistische Aussagen treffen usw.
00:16:01: macht halt nicht seinen Mund auf!
00:16:03: Und das ist genau das Problem, weil auch wenn du ein guter Mann bist und sagst so bis selber irgendwie vielleicht sogar feminist bedeutet es ja nicht dass du die Privilegien eines Mannes irgendwie nicht hast in dem Raum, wo du dich gerade befindest und oft sind das alle Räume.
00:16:18: Und deshalb glaube ich es ist wichtig dass man da einfach nur mal reinschaut selber als Mann und sich fragt was kann ich denn eigentlich tun?
00:16:24: Einfach ein guter Mensch oder ein guterm Mann zu sein oder eine gute Männlichkeit so haben die mir in erster Linie dient ja aber auch natürlich allen anderen.
00:16:34: Aber das ist halt die Frage wenn wir uns heute die Strukturen anschauen.
00:16:37: gerade im Gesundheitssystem gibt es kaum psychotherapieplätze für Jeder Mann, jeder Frau und alles darüber hinaus.
00:16:45: Wir haben das schokorelle Problem auch dass es zu wenig Psychotherapieplätze gibt und wir haben auch das Problem, dass die Bereitschaft von vielen männlich gelesenen CIS-Personen einfach nicht da ist!
00:16:56: ... zum Psychologen oder zu Psychologien zu gehen.
00:17:00: Weil das halt einfach als krank gilt, dass man direkt abgestempelt wird... Es ist nicht männlich.
00:17:05: Männer haben es auszuhalten.
00:17:07: Männer müssen kognitiv sein.
00:17:09: Männern müssen beschützend sein.
00:17:11: Männern müssen einen tollen Körper haben.
00:17:13: Männerne müssen erfolgreich sein.
00:17:14: Volles Haar haben.
00:17:15: Brusthaare haben und auch Kähne.
00:17:18: Ein überausdurchschnittliches Fortpflanzungsorgan.
00:17:21: So nenn ich's heute mal!
00:17:23: Damit dich nicht wieder gepiebst werden von der Reaktion.
00:17:27: Und entsprechend das... Du hast jetzt gerade gesagt, Frau Suki.
00:17:32: Du bist gerade hier piept!
00:17:33: Na pass auf.
00:17:34: und genau das ist das Ding also die Vorstellung Die Attribute wie halt eben ein Mann zu sein hat haben wir in der Struktur gelernt.
00:17:40: Das fängt ganz weit vor Weiß ich nicht als die Menschheit begonnen hat dass man gesagt hat okay wir Als Männer hatten vielleicht mehr Körperkraft.
00:17:48: deshalb wussten wir die Büffels und die Bison's jagen So und die Frauen weil sie halt eben gebährt haben Blieb ja nicht der Andere, das übelst.
00:17:57: Hat ja auch irgendwie die Welt gewollt, dass die Frau dann da Kind stellt und die muss ihr auch was essen.
00:18:02: Also
00:18:03: mussten wir jagen.
00:18:05: Ja wo weiß ich auch mittlerweile?
00:18:08: Wobei es auch mittlerweile Erkenntnisse gibt, dass diese Erzählungen der Jäger und Sammler, dass die Frauen daheim die Beeren im nahen Umfeld der ...
00:18:17: Völliger Quatsch.
00:18:17: ... familiären Höhle sozusagen.
00:18:19: Also wir wissen auch das frühe menschliche Formen, die wir als Jägar nachträglich identifiziert haben, auch irgendwie biologische Frauen sind was auch immer.
00:18:29: also Ich glaube, dass da viel auch reingedeutet wird.
00:18:32: Dass man das so stark auf die Tierwelt projiziert und sagt ja auch, da gibt's ja auch irgendwie ...
00:18:36: Biologismus,
00:18:36: Biologismus.
00:18:37: Das ist Vorensetzung.
00:18:39: Die Wissenschaft ist von Menschen gemacht.
00:18:41: Sie ist in einer patriarchalen Welt gemacht.
00:18:43: Von
00:18:44: Männern?
00:18:44: Fakt, dass zum Beispiel Queerness in unterschiedlichen Formen aus der Tierwelt herausgedeutet, weggedeutet wurde, weil es nicht ins Bild gepasst hat.
00:18:53: Es gab schon frühe Forschungsbeobachtungen von homosexuellem Begegen.
00:18:59: Zwischen meiner Teilen Giraffen.
00:19:01: Und man hat das als Revierkampf abgetan, dabei hatten die Boys einfach tierisch Bock aufeinander.
00:19:04: also zu sagen ohne jetzt irgendwie der Wissenschaft ihre Berechtigung absprechen zu wollen versteht mich nicht falsch.
00:19:10: aber natürlich ist eine auch eine wissenschaft eine vermeintliche neutrale logische rationale objektive wissenschaft auch von menschen gemacht.
00:19:20: sie ist kulturell geprägt sie ist eurozentristisch geprägt und sie ist eben auch patriarchal gepräkt.
00:19:24: so Und auch das sich so ein bestimmtes Bild von Männlichkeit, wie du es ja gerade beschrieben hast durchgesetzt hat im Prinzip als so ein weltumspannendes Konglomerat von Attributen.
00:19:34: Auch das ist in vielen Fällen eine weiße christliche europäische Erzählung.
00:19:39: also auch das muss man mit eindecken.
00:19:42: und dass sich Männlichkeit sozusagen in der Vielfalt verhindert, indem sie sagt irgendwie stark beschützend, rational und so weiter.
00:19:49: Nicht emotional, fordernd, aggressiv, penetrativ ja auch das ist ja also so eine Einschränkung.
00:19:57: ich würde keinen Tag.
00:19:58: es gab Zeiten wo ich dachte das wäre irgendwie gut in dieser Welt ein Mann zu sein.
00:20:01: Ich muss ganz ehrlich sagen, nein.
00:20:03: Also wirklich froh, dass ich mich in mir selber so gefunden habe ... Dass ich das nicht mehr glaube und dass ich sehr gerne eine Frau bin auch wenn das eben für mich wie viele andere von uns bedeutet.
00:20:16: So na klar!
00:20:17: Männliche Gewalt natürlich.
00:20:18: Natürlich hab' ich sexualisierte Gewalterleben.
00:20:20: Natürlich habe ich unterschiedlichste Formen, unterschiedliche Eskalationsstufen von Männlichkeiten auch an meinem eigenen Körper ertragen müssen und dass jetzt sozusagen diese Krise der Männlichkeit ausgerufen wird.
00:20:33: Ich meine wirklich, es ist ein Ergebnis dessen, da haben sich welche jahrhundertelang nicht um sich gekümmert während der Feminismus versucht hat eine Idee von Selbstermächtigung entgegen der patriarchalen Zurichtung in ganz unterschiedlichen Kontexten stark zu machen so.
00:20:51: Und das hat ... Jetzt sitzen sie da und stellen fest, wir sind ganz alleine.
00:20:56: Uns geht's nicht
00:20:57: gut.".
00:20:58: Ja, und nur haben wir also so eine Situation in der wir einerseits Männer haben die diese Macht der Welt in ihren Händen halten?
00:21:05: Wir haben diese Trumps- und Putins- und Netanjahus dieser Welt mit männlicher Härte... die Welt unter sich aufteilen, die eben alles kommunizieren aber nicht Lass mal konstruktiv und weich und offen und zugewandt und solidarisch miteinander umgehen als Menschheit sondern wir setzen durch.
00:21:25: Egal was es kostet egal auf welchen Kosten Wir bestimmen Die welt.
00:21:32: Und andererseits haben wir so eine brüchige Form von Männlichkeit sozusagen im Kleinen, die sich als Verlassen und Verraten fühlt.
00:21:40: Und natürlich auch sich damit zur Verfügung stellt für eine Härte der für so eine harte Männigkeit weil ne bestimmte Männlichkeit eben sagt ja Weil Frauen sich feministisch weiterentwickeln, weil sie die Welt feministisch weiter entwickeln wollen.
00:21:58: Sind Sie nicht mehr für uns da?
00:22:00: Ihr seid nicht für uns dar!
00:22:01: Deswegen geht es uns schlecht.
00:22:02: Ihr kümmert euch nur um euch selber.
00:22:04: Der Feminismus macht den Zusammenhalt in der Menschheit kaputt.
00:22:08: Das ist ja eine ganz konservative bis rechte Erzählung, die eben unterbinden will dass es eine Gerechtigkeit gibt und eine Geschlechtergerechtigkeit gibt.
00:22:16: her.
00:22:18: Das hat ganz wenig mit Selbstverantwortung zu tun.
00:22:21: Es muss ja kein Mann sich abhängig machen, dass eine Frau ihm den Arsch nachträgt.
00:22:27: Sonst sind sie immer so mächtig und handeln und fordern und tätig ... Und plötzlich wird aber ... Das Weibliche dafür verantwortlich gemacht, dass es eine Male-Lonelinessepidemie gibt.
00:22:38: Dass diese Loneliness aber unter den Männern auch stattfindet.
00:22:41: und nicht nur weil Frauen beschließen sich nicht mehr mit ihren Lebenszeiten zur Verfügung zu stellen.
00:22:46: für ein männliches Wohlfühlen sind sie noch lange nicht dafür verantwortlich das tatsächlich auch zu tun.
00:22:52: Ja Sie driften ab!
00:22:53: Sie driften in diesen Red Pill-Movements, in diesem Males Fair oder wie das heißt.
00:22:57: Mans Fair Adonobi, dieses Wort ausgesprochen wird aber
00:23:00: ich ...
00:23:01: Menosphere!
00:23:02: Oh mein Gott... Und finden natürlich auch einen Echoraum der ihnen auch Zuspruch gibt, der auf einmal ihre eigenen Erfahrungen die sie glauben tatsächlich valide macht.
00:23:12: also es muss ja auch sehr bekräftigend sein und es muss hier auch sehr empowernd sein.
00:23:16: Stellt euch mal vor, also wie ging's uns als wir quasi auf einmal unsere Erfahrungen auf einmal in einer Mehrzahl gehört gelesen haben und da fulten wir uns auch oft das erste mal ernst genommen, wahrgenommen und sichtbar geworden.
00:23:33: Und wenn dann natürlich dann auf der anderen Seite Bullshit quasi über Männlichkeit und deren ihre Attributung wie man ein Mann sein soll gespammed wird?
00:23:42: überall gibt es sicherlich Charaktere, die das annehmen und sich sagen ja genauso ist es.
00:23:49: Frauen sind das Feindbild aber ich glaube es geht gar nicht so wirklich um Feinschaft.
00:23:52: du hast es vorhin so gesagt hast was von machtvoll gesagt und ich glaube immer um Macht geht.
00:23:58: darum dass der Feminismus oder zumindestens... Ich meine Feminismus ist mal eine Sache.
00:24:05: Ich bin Feminist aber mir geht's eigentlich um etwas anderes als nur Feminisme.
00:24:10: Mir geht es darum dass Menschen einfach in einer demokratischen Gesellschaft Teilgabe haben.
00:24:16: Nicht nur Teilhabe, sondern auch Teilgabel haben.
00:24:19: Das heißt dass sie das Zentrum der Entscheidungen sein können und andere davon partizipieren lassen können, insbesondere das marginalisierte Gruppen.
00:24:26: Und da geht es halt nun mal um eine Machtumverteilung oder auch um eine Machtteilung und das sind männliche Körper einfach nicht gewohnt weil sie immer verstanden haben, okay wir sind das Zündlein an der Waage.
00:24:42: Wir sind die Spitze der Pyramide.
00:24:44: Wir ist das Fortflatzungsorgan was quasi dazu beiträgt dass die Menschheit in die nächste Generation gebracht wird.
00:24:53: aber was mich nicht so interessiert wie war denn so die Verantwortung?
00:24:58: Die Männer die eigentlich... An welcher Stelle haben wir Männer quasi dazu bei getragen dass Sexismus, Misogenie etc.
00:25:07: nach wie vor tradiert wird und nach wie vorgelebt wird?
00:25:11: Sowohl in der Vergangenheit als auch heute in der Gegenwart habe ich das Gefühl, dass viele Männer einfach feministische Kämpfe nicht unterstützt haben.
00:25:18: Auch keine Querenkämpfe war nicht so War nicht deren Cup of Tea.
00:25:23: Sie haben oft geschwiegen Wenn Frauen Gewalt oder Ungleichheit erlebt haben.
00:25:27: Viele hatten auch schlechtes Gewissen Und fügten sich ertappt weil sie sich selber in dieser Rolle wiedergefunden haben Als Täter.
00:25:33: Und dieses Schweigen, genau diese Schweigen und ich darüber reden hatte so beigetragen meiner Meinung nach dass bis heute diese Probleme insbesondere beim Männern- und Männeracting bestehen geblieben sind.
00:25:46: Und mir ist aber auch wichtig zu sagen nicht alle Männer!
00:25:50: Von dem wir sprechen haben die gleiche Macht, wir müssen da schon ein bisschen unterscheiden.
00:25:54: Natürlich ein reicher weißer Mann hat andere Möglichkeiten als einen Rommen oder einen Schwarzer oder einen Trans- oder Queerermann ist doch ganz klar also je mehr Intersektionen, also ihr mehr Mehrfachdiskriminierungen du im Leben auch erlebst, desto weniger schwindet auch in bestimmten Räumen deine Macht es doch ganz klart.
00:26:11: Behinderung auch ganz wichtige Kategorie.
00:26:15: Genau,
00:26:15: behinderte Männer zum Beispiel und für mich als jemand der selber Rom ist, schwul ist mit durch Kassismus, Rassismus alles Mögliche in seinem Leben irgendwie betroffen ist.
00:26:27: nach wie vor erkenne ich trotzdem an dass Männlichkeit zwar für mich auch ein Privileg ist, aber gleichzeitig auch ein großer Schmerz.
00:26:36: Weil für mich als schwuler Mann weißt du es so ich liebe Männer Ich habe zu Männer Liebesbeziehungen Sexuelle Beziehungen Ich tausche mich mit Männern aus.
00:26:47: Mein Vater ist einen Mann, mein Sohn ist ein Mann.
00:26:50: Meine Enkelsöhne werden irgendwann mal Männer werden Und ich sehe die Unterschiede zwischen meinen Enkeltöchtern und meinen Enkel-Söhnen jetzt schon wie die Gesellschaft und wie die Familie mit ihnen noch umgeht.
00:27:00: Da erkenne ich mich wieder.
00:27:02: Ich hab den Vorteil, dass sich... Einigermaßen da reinkrätschen kann und sagen kann.
00:27:07: Und gerade meine Enkelsöhne, und meine Söhne sagen kann Jungs hat mir zu, gib mal Ruth check den Clue!
00:27:14: Ihr labert beide Kacke!
00:27:16: So ungefähr?
00:27:16: Oh man ich hab grad gerappt oh mein Gott!
00:27:21: I'm so fucking gay i love it!
00:27:25: Nee aber erst wirklich das ist der Satz.
00:27:27: Jungs hört mal zu Gib mal Ruth Check den Clu ihr labert alle kacke.
00:27:30: Das ist wirklich so das Thema und ich finde, dass muss man dann auch an bestimmter Stelle von Mann zu Mann sagen können.
00:27:36: Und wir Männer müssen noch in der Lage sein, schwierige und harte Gespräche auszuhalten gerade wenn es um unsere Privilegien geht, männliche Privilegen und auch die Frage was können wir tun?
00:27:47: Meiner Meinung nach... also ich kann das nur auf mich beziehen als Johnny.
00:27:51: Ich bin nur das Beispiel für mich und vielleicht bin nicht ein gutes Beispiel für andere aber ich finde schon, dass wir als Männer heute Möglichkeiten haben.
00:27:57: Wir können Zuhören!
00:27:58: Wir können anderen Leuten zuhören erstmal irgendwie abwarten, bevor wir irgendwie antworten wollen.
00:28:04: Das ist super wichtig, aktives Zuhören.
00:28:06: Denn durch das Zuhören haben wir den Vorteil, dass wir was lernen können, dass vielleicht unsere Perspektiven erweitert werden, dass Toleranzräume oder Respekträume noch mal größer werden können.
00:28:15: und ganz wichtig für mich als Mann war es immer mir einzugestehen, dass ich Fehler mache in meinem Leben.
00:28:20: Ich mache jeden Tag Fehler, jeden Tag!
00:28:22: Und oft ist es so, dass sich auch diskriminierende Fehler machen, frauenfeindliche Fehler machen rassistische Sachen reproduziere.
00:28:29: aber es ist superwichtig darüber sich einzugestehen und zu sagen perfekte Menschen sind und auch keine perfekten Männer sein müssen.
00:28:37: Wir müssen noch nicht die perfeksten Antirassistinnen sein, wir müssen nur in der Lage sein unser Verhalten zu hinterfragen oder das Problem bei uns zu suchen und nicht irgendwelche anderen Menschen dafür herzuholen und darauf zu spucken und zu sagen diesen Schuld dass ich so was ich jetzt gerade handeln muss und das ist halt eben
00:28:55: auch
00:28:55: Verantwortung.
00:28:56: Das ist genau das, was ich meine mit Verantwortung.
00:28:59: Wenn jemand fragt, was muss ich denn als Mann machen wenn ich Verantwortung ihm mache bitte das!
00:29:04: Ja?
00:29:05: Mach bitte das und sprich bitte mit anderen Männern darüber.
00:29:08: Sprich bitte in der Fußballumkehr, die Kabine da drüber oder im Schützenverein oder auf dem Sportfest.
00:29:13: Oder wenn du irgendwie eine Meeting drin sitzt und redest irgendwelche Strategien für irgendwelchen Businesspläne dann bedenke die Menschen mit, die du vielleicht an dem Tisch nicht hast.
00:29:22: Stell dir Fragen, wo du profitierst.
00:29:24: Wo Ungleichheit herrscht in deiner Familie?
00:29:26: Bei deiner Frau bei deiner Partnerin oder was auch immer?
00:29:29: Oder wo hältst Du den Mund?
00:29:31: Wo schweige ich?
00:29:32: Wo bin ich aktiv?
00:29:33: Ruhig!
00:29:33: Warum sind die Gründe dafür dass sich schweiger?
00:29:36: liegt es daran das Ich selber mit einer Denen bin die gerade über den geredet wird?
00:29:41: Bin ich jemand der vielleicht Angst hat irgendwie als Moralapostel zu gelten oder zu weich oder Vielleicht Als Zu schwul angesehen zu werden nur weil ich bestimmte Themen einfach nicht mitgehe?
00:29:51: Und das ist genau das Ding.
00:29:53: Und frag dich einfach, wo du an welchen Stellen solidarisch sein kannst?
00:29:57: Wo kannst du Menschen unterstützen?
00:29:58: Moment!
00:29:58: Das heben wir uns auf.
00:29:59: Die Solidarität heben noch auf.
00:30:01: Ich will erst mal ganz...
00:30:02: Keine Solodarität sondern Solidarität.
00:30:05: Uuuuh!
00:30:07: Moment.
00:30:07: aber Soli sind ja aus Solis dann auch nur der Plural von Sol also mehrfach auf sie in deinem Ende.
00:30:11: Also falsch gedacht.
00:30:12: Germany.
00:30:13: Deutsche Schmerzsprache.
00:30:16: Sorry ich hab kurz abgekauft Johnny, erst mal vielen Dank für genau diesen Punkt.
00:30:21: Ich glaube die Ehrlichkeit mit sich selber ist so wichtig, weil alles andere ist nämlich die Verantwortungsabgabe, Verantwortung, Ablehnung.
00:30:29: Männer haben es versäumt sich hinter feministische Kämpfe, Hinterkämpfe von Gleichberechtigung zu stellen und das war sozusagen Geblich dafür, dass diese Zementierung von Männlichkeit sich durch die Jahrhunderte gezimmert hat.
00:30:44: Und das wir jetzt in der Situation sind, indem wir ein Clash der Geschlechter haben ... In ganz vielen Sphären, ähm... Dass sich die konservativen und rechten Stimmen das zu Nutze machen und einen zurückher zur alten Rollenbildern fordern ja?
00:30:59: Also ob es sich um Abtreibungsrechte dreht oder um Fragen von werden irgendwelche Gender Pay Gaps geschlossen oder nicht?
00:31:07: Wie verhält es sich mit der sozialstaatlichen Bezuschussung von Dingen, die dann ansonsten, wenn das eben nicht passiert in privater Kehrverantwortung landet?
00:31:16: Nämlich wieder bei Frauen.
00:31:18: Alleinerziehende
00:31:19: Frauen vor allen Dingen.
00:31:23: Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen im Ganzen oder eben im Privaten und die sich vor sich selber ehrlich zu machen ... Ich finde, dass ist das Allerwichtigste wirklich zu sagen, hey!
00:31:34: Mit welcher Bequemlichkeit lebe ich dieses Leben?
00:31:37: Wer badet es aus?
00:31:41: Das ist eine Ehrlichkeit.
00:31:43: Ich wünsche mir Männlichkeiten, die vor sich selber ehrlich sind in genau dieser Frage.
00:31:49: und jetzt sind wir an einem Punkt wo vereinzelt ... weil du von diese Klischees beschrieben hast, wie Saufen und Fußball oder Rap.
00:31:58: Ja das ist auf jeden Fall noch virulent unterm Start aber wir haben ja auch Männer ... Wie du sie gerade beschrieben hat, auch an dir selbst beschrieben hasst die versuchen da auszubrechen, die es anders machen wollen.
00:32:07: Die diese Versäumnisse aus Jahrzehnten- und Jahrhunderten irgendwie versuchen zu kompensieren in ihrem eigenen Verhalten In der Art und Weise wie Sie sich organisieren mit anderen Männern organisieren, wie Sie mit sich selbst reden, wie sie mit anderen Männern reden Und wie sie auch.
00:32:19: zum Beispiel dass ich auch die Pädagogik sehr starker nach Verantwortung sich auch auf Kinder zu bewegen, die zu solchen Männern gemacht werden.
00:32:27: Also auch aus adultismuskritischer Perspektive nochmal.
00:32:29: Ja also wenn wir sozusagen das Machtverhältnis von Erwachsenen zu Kindern und Jugendlichen angucken.
00:32:34: Kinder haben schon vor ihrer Geburt nicht oder nur schwer die Möglichkeit und sind zutiefst abhängig leider ausgeliefert auf die erwachsenden schlechter Bilder, die sie umgeben, wenn sie dann auf diese Welt geboren werden weil von vornherein klar ist wie sortieren so Panne-Simple in Blau und Rosa.
00:32:52: Und alle möglichen Verhaltensoptionen werden weggekürzt, weggestrichen werden.
00:32:57: negiert weil wir wollen dass Jungs jung sind und Mädchen Mädchen sind weil wir in dieser hochgradig limitierenden Einschränkenden Anti-Selbstbestimmungsideologie.
00:33:08: Ähm, einer Geschlechterbinarität festkleben und Kindern ... Also was ich mich freue, wenn ein Kind mal ein Junge ja irgendwo mal ein Stück Glitzer an seinem T-Shirt hat, dann winkt schon jetzt aus dem Häuschen weg und denkt auch du glücklich das Kind hast die Möglichkeit Glitzer zu tragen ungeachtet deines Geschlechts?
00:33:24: Dann bin ich so überinformativ und freu mich gerade am Wochenende zu tun gehabt mit einem Kind vierjährig lange Haare und Glitzerperlen an den Schuhen.
00:33:36: Der hängt es nicht geliebt als Kind!
00:33:38: Ich war genau die Sittkind.
00:33:40: Aber guck mal, dass wir allein, dass ich dafür innerlich schon so ein emotionales Fass aufmache und so einen Freundentanzaufführer, obwohl das einfach das Normalste von der Welt sein könnte, dass alle Kinder alle Farben tragen.
00:33:48: also da geht's los es ist halt immer, es wirkt so.
00:33:49: ja okay wir haben andere Sorgen nie haben wir nicht.
00:33:52: Wir haben genau diese Sorgen weil diese Form Der Selbstbestimmung der auch der geschlechtlichen auch der selbst der Idee, wie ich meine Geschlechtlichkeit nicht nur welches geschlechtlich habe sondern auch wie ich dieses Geschlechter ausgestalte.
00:34:05: In jeder kleinen Bewegung in jedem Denken in jedem Gefühl in jedem Handeln in jeder Begegnung.
00:34:10: Auch das führt dazu wie wir uns als Gesellschaft gestalten im Bezug auf das Geschlechter Verhältnis in Bezug Auf Fragen von Machtverhältnissen in Bezugs auf Fragen von Verteilungsgerechtigkeit ja Das Gipfel darin.
00:34:22: Ich sehe da eine ganz klare Kontinuität in dem sozusagen in der Eskalation.
00:34:28: Und jetzt brauchen wir diese Männer.
00:34:30: Wir brauchen dringend diese Männer, die sich ... Ich muss das vorwählen, ich bin unfassbar.
00:34:35: Ich hab viel Angst vor noch mehr Enttäuschung.
00:34:37: Es sind Männer weggebrochen in meinem Leben.
00:34:40: Kollegen, Freunde auch Männer, welche ich geliebt habe.
00:34:43: Auch freundschaftlich geliebte Männer, romantisch geliegt habe irgendwann im Leben.
00:34:48: Ich bin raus so!
00:34:50: Ich hab seit Ewigkeiten keine Romanzsbeziehungen zu einem Mann gehabt, weil ich einfach ... Angst habe von der Enttäuschung.
00:34:55: Es ist einfach für mich gestrichen, ich bin eine bisexuelle Frau und hatte mein Leben in Beziehungen mit Zisminern.
00:35:00: Und ... Ich bin weg so!
00:35:03: Ich hab auch im sonstigen Kontakt, dass ich sagen will... auch in kollegialen zusammenhängen, auch im politischen Kontext und so weiter.
00:35:10: Die Angst davor, die Sorge davor dass sich Männer, die ich für progressiv halte, in die Vertrauenssätze... ...die ich an meiner Seite wissen will, die... Ich unterstütze mich für Glaubwürdigkeit von denen.
00:35:20: ich glaube das sie ehrlich zu dir selber sind.
00:35:22: wenn von denen noch mehr wegbrechen?
00:35:24: Ich kann nicht mehr!
00:35:26: Und jetzt ist die Frage wie können Männer schaffen?
00:35:30: A-glaubwürdig vor sich selbst un vor anderen B Nachhaltig, also nicht mehr in so einer Trennförmigkeit.
00:35:37: Und dann überleg ich es mir doch anders tatsächlich Auswege zu schaffen aus diesen zementierten Form von Männlichkeit die so zerstörerisch sind.
00:35:47: Das ist die große Frage weil wir sind nämlich an dem Kipppunkt wo wir denken okay der hat was Gutes gesagt das eine von den guten und dann vier Monate später kommt irgendeine Scheiße.
00:35:54: wir denken uns fuck schon wieder einer der weg durch.
00:35:56: das ist was wir denken.
00:35:58: Wir denken ey Wir trauen unseren eigenen Brüdern nicht mehr.
00:36:05: Weil wir Angst haben, dass sie auch noch wegbrechen.
00:36:08: Das ist eine Scheißsituation!
00:36:11: Ich kann mir als weiße Frau in der Situation ... Schwarze und braune Freundinnen, Kolleginnen und Kollegen von mir natürlich ähnlich in Bezug auf unsere weiße Person denken.
00:36:22: Und sagen so hey wir hoffen dass eure Solidarität das euer Allyship eurer Verbündetenschaft tatsächlich a glaubwürdig um benachhaltig ist.
00:36:29: Dass er nicht auch wegknickt und irgendwann wegdruckt, sobald es mal schwierig wird.
00:36:32: also ich weiß welcher Druck damit auch einhergeht der absolut berechtigt sogar notwendig ist.
00:36:38: ja und jetzt stehe ich da und was ich kenne beide Perspektiven Und ich wünsche mir so sehr von Männern, dass sie's checken.
00:36:47: Ja... Ich wünsch es ihnen auch!
00:36:50: Ich hab' auch das gebraucht vieles zu checken!
00:36:53: Ich glaube wenn wir über Männer reden müssen wir auch immer über das Individuum reden.
00:36:59: Es gibt diese tollen Männer, okay?
00:37:02: Ich weiß es gibt diese tollen Cis-Männer Auch diese tolle heterosexuellen Cis Männer.
00:37:07: Es gibt die sich wirklich mit der Frage auseinandersetzen welche Rolle habe ich in der Gesellschaft und wie kann ich sie vielleicht verteidigen oder so einsetzen, dass die solidarisch ist.
00:37:21: Es gibt diese Männer, die darüber nachdenken was kann ich tun damit es meiner Frau meinen Kindern gut geht ohne dass ich vielleicht zu viel irgendwie im Mittelpunkt stehe und für die Mitdenke bevor Sie's selber können?
00:37:38: Ich glaube es bedarf einer eigenen Selbsterkenntnis zu gehen dass man das Problem hat, als Mann.
00:37:44: Und wie kommen wir dahin?
00:37:45: Wie kommt die Selbsterkenntnis zustande?
00:37:47: Indem man vielleicht... Also es gibt ja diesen Spruch erst wenn du ganz tief fällst wirst du wach oder so.
00:37:54: ich glaube das ist eine Johnny-Tese wieder mal eine Johnny Tese der ist so den lass ihr jetzt so patentieren stehen.
00:38:03: Also vielleicht muss man erst wirklich ganz tief fallen, um irgendwie hochzukommen.
00:38:07: Das ist ja auch so ein männliches Ding, so'n Attributmänner, wo müssen ja irgendwie fallen?
00:38:11: Um erst die Erkenntnis zu kriegen und dann sich neu zu erfinden.
00:38:15: So wie Fönix aus Töchter kriegt.
00:38:16: Ja oder Sie müssen erst Töchter kriegen damit sie peilen dass Frauen auch Menschen sind als wer das nicht vorher auch schon nachpeilt.
00:38:21: Ist zum Beispiel was, was mich unfassbar nervt.
00:38:24: Die haben ja vorher schon mit... Kriminalistische
00:38:25: Erweckung, nachdem sie Väter von Töchlern werden.
00:38:28: also
00:38:31: wie's ... Ich will nur ganz kurz sagen, die müssen sich erst öfter kriegen um zu verstehen dass Frauen Menschen sind weil in besten Fall haben sie eine Mutter.
00:38:46: Die ist ja auch ne Frau und dann haben sie vielleicht auch noch Schwestern oder so.
00:38:51: Also das ist so ein Ding.
00:38:52: es ist auch sehr schwierig für mich zu erkennen dass sowas auch gleichzeitig passiert.
00:38:57: also zum Beispiel man hat eine Mutter man hat ne Tochter ist aber in der Lage anderen Frauen Gewalt anzutun.
00:39:03: Ja, eben!
00:39:04: Also als würde die blanke Existenz von Frauen nicht reichen?
00:39:07: Warum muss diese andere Person, die mich zum feministischen Selbstverständnis führt im Verhältnis... ...im relationalen Verhältnissen zu meiner eigenen Männlichkeit sein?
00:39:14: Warum reicht es nicht?
00:39:15: Also was weiß?
00:39:16: ich meine also wie so Musik erst... Na weil
00:39:18: das um AntagonistInnen geht.
00:39:21: Es geht um ne Projekts... Also es ist so... Männigkeit braucht ja auch eine Projektionsfläche nach unten damit sie diese diese männlichen Privilegien oder toxischen Verhaltensweisen, wie man das auch nennen mag ja überhaupt erst mal entwickeln kann.
00:39:34: und Menschen und Männer haben ja auch einen Wille.
00:39:38: Also ich glaube Männer wollen also nicht alle aber Männer wollen diese Machtstrukturen haben.
00:39:46: Da kippt es oft, weil dort dann viele sagen okay ich merke dass ich mit meinen vielleicht nicht wissen oder vielleicht mit meinem Verständnis von Macht und Männlichkeit und Privilegien noch nicht auf einem Stand bin.
00:39:59: Ich möchte aber gerne weiterkommen und merke einfach das eine große Gegenwehr komme.
00:40:04: also merke ich dass die Gesellschaft diese Veränderung nicht mitträgt.
00:40:07: Also falle ich ganz vorne wieder zurück oder radikalisiere mich und werde noch schlimmer als wie vorher.
00:40:13: Und da ist halt auch die Frage inwieweit Männer für Männerräume schaffen.
00:40:18: Ich sage nicht, dass Frauen oder weiblich gelesene Personen jetzt Kehrarbeit für Männer machen müssen und die Eduketen müssen.
00:40:25: Das müssen sie auch gar keinen Fall!
00:40:27: Sondern wir als Männer müssen das für uns tun.
00:40:30: Und da ist es halt super wichtig, dass wir einfach noch mal darüber sprechen, inwie weit wir Gefühle, Emotionen, auch Körperlichkeit fürsorge für uns zulassen können.
00:40:42: Inwie weit wie unseren sozialen Umfeld so gestalten, dass wir wirklich nicht diese Loneliness haben.
00:40:48: Also diese Einsamkeit spüren.
00:40:50: und wie weit gehen wir mit schlimmen Gedanken in die Öffentlichkeiten?
00:40:55: Wenn ich mir denke, wie viele Männer... Ich weiß, ich kann die Zahl nicht Suizid begehen und betreiben.
00:41:02: das ist schon sehr viel.
00:41:04: also Wir müssen halt einfach darüber sprechen.
00:41:08: was brauche ich als Mann um ein guter Mensch zu sein?
00:41:14: Das ist die Frage, die sich jeder Mann stellen sollte, finde ich.
00:41:18: Und daraus kann ganz viel passieren und wenn man nicht weiter weiß, kann auch Jajapiti helfen!
00:41:24: Ja da hat mich soviel Vertrauen um ehrlich zu sein... Aber kurz, ich habe zufällig die Zahl hervorbeleben.
00:41:29: Manchen kann das wirklich helfen.
00:41:30: also ich sehe das ja dass viele Menschen, ja auch weil sie einsam sind.
00:41:35: Auch Menschen nicht haben mit denen Sie sprechen wollen oder können.
00:41:39: und da ist es wirklich manchmal gut wenn man auch von mir aus wirklich auch KI benutzt und einfach dort seine Gefühle erst mal reinredet bevor man sich in sich hinein frisst und dort irgendwie eine Aggressivität entsteht die vielleicht anderen Leuten körperlich schaden könnte oder psychisch.
00:41:55: also der Auftrag ist eigentlich nutzt alle Möglichkeiten die ihr habt und die es gibt um einfach eure toxische Männlichkeit zu dekonstruieren.
00:42:07: Das ist der Auftrag!
00:42:09: Und absolut bin ich total bei dir und dennoch möchte ich dagegen reden, sagen die KI kann die menschliche Begegnung nicht ersetzen.
00:42:16: Die KI kann sagen wo sind irgendwie... Wo sind die anderen Menschen?
00:42:21: Welche Gruppen, welche Anlaufpunkte?
00:42:23: Welche Beratung, welche Kultur gibt es zum Thema.
00:42:26: Welche Bücher und Songs, welche Filme, welche Demos, welche Organisationen gibt das in diesem Thema?
00:42:31: Das darf mir die KI sagen aber ich finde nicht dass die KI das gegenüber sein sollte was sozusagen die Trauer aufhängt oder einfängt.
00:42:38: Ich hab zufällig die Zahl vor mir liegen zum Thema Männer und Suizid.
00:42:41: Ich habe das ganz konkret ... meiner Familie auch durch Dass.
00:42:47: die Zahl, die jetzt genannt wird ist auch durch meine Familie durchgeräuscht, um es mal so zu formulieren.
00:42:54: In Versuchen und in vollzogenen Fällen die Zahl, die ich hier vorliegen habe, heißt im Jahr zwei tausend vierundzwanzig haben sich zehntausend dreihundert zwanzig Menschen in Deutschland suizidiert und seventy-one Prozent davon sind Männer.
00:43:08: Ja das ist eine signifikante Zahl und also Die Aufgabe, die ist so groß.
00:43:15: Das ist ja eine Lebensaufgabe.
00:43:18: Die müsste nicht so schwer wiegen und hätte sich in der Vergangenheit Männlichkeit dazu verhalten, dass sie eben darin nicht gipfeln will, worin sie jetzt gegipfelt ist.
00:43:26: Es ist ne große Aufgabe, es kostet viel Kraft.
00:43:28: Und wie du schon sagst, das darf nicht passieren, dass am Ende Frauen und Menschen, die in diese Gruppe reinkategorisiert werden von einer Bineanlogik ... Jetzt die Verantwortung dafür übernehmen, sich diesen Aufgaben stellen und sich mit sich befassen im besten Sinne.
00:43:44: Ich fand es ganz interessant, weil du sagst Social Media
00:43:47: usw.,
00:43:47: das Aufkommen dieser Debatte, die intensivierte Form der Debatte war ja rund um den Fall Giselle Pelikova, rund um dem Fall Colleen Fernandez.
00:43:54: Nein nicht in die Fälle sind keine Fälle der Personen und ihrer Äußerung entschuldigt und ihrem Mut zu zeigen Unfassbar viel mehr.
00:44:05: Wir müssen wirklich klarmachen, wenn wir so einzelne Begriffe, einzelne Menschen, einzelnen Geschichten hervorheben muss uns jedes Mal innerlich sozusagen die Masse der unbenannten Fälle mit aufgehen.
00:44:15: Ja also das wird es nicht zu spitzen auf Einzelschicksale sondern ah!
00:44:19: Wir haben's mit Strukturen zu tun und innerhalb dieser Strukture sind unzählige Individuen- und Lebensgeschichtenbiografien noch eingeschrieben.
00:44:26: Das sind sozusagen nur stellvertreter Titel.
00:44:29: ich habe beobachtet dass sich Männer dazu.
00:44:32: Ich habe aber auch beobachtet, dass Männer dazu sich zu äußern.
00:44:35: Auch Prominente-Manager sagen ja noch mal danke an meine Freunde, das sie mir in den Arsch getreten hat es ich jetzt hier auch so ein Real Dreh und mich dazu verhält.
00:44:42: Es kotzt mich so an weil wieder im Hintergrund eine Frau war die gesagt hätte Mensch, Boyfriend, Ehepartner, Kollege wie auch immer willst du dich nicht auch mal gucken ist doch jetzt ein guter Zeitpunkt.
00:44:53: also Ich kann das förmlich riechen, wie Frauen da gecoached haben.
00:44:57: Diese Reals mit vorbereitet haben diese Statements mit vorbereitet haben.
00:45:01: ja und ich hab es immer in meiner eigenen Beobachtung.
00:45:05: dann musste ich mir auch eingestehen wie ich anderen Männern die an Punkten waren wo klar war jetzt wird's schwierig.
00:45:09: du musst dich jetzt dazu öffentlich verhalten oder auch nur vor dir selber dazuverhalten dass ich an ihre Seite trete und sage hey du ähm ich bin für dich da wir machen zusammen Ich lass dich damit nicht allein, ich helfe dir recherchieren.
00:45:22: Wir sprechen, wir nehmen Zeit und gehen da zusammen durch.
00:45:25: Obwohl ich diejenige sein könnte, die sich zurücklehnt und sagt, wisst ihr was?
00:45:28: Ich mach das schon seit ein paar
00:45:29: Jahrzehnten.".
00:45:30: Du schaffst das auch ganz ohne mich!
00:45:33: Also auch da gehen Frauen wieder in die Verantwortung und helfen und unterstützen und helfen Männern auf die Sprünge.
00:45:39: als Ginge ist jetzt hier die Schwerkraft aufzuheben ja... Und dann höre ich ganz viel des Wortes Reflexion.
00:45:46: also was ich mir zum Beispiel da auch total gewünscht hätte in diesem, in dieser Reaktionsflut vor allen Dingen dann auf das was Collin Fananas öffentlich gemacht hat.
00:45:57: Das ist ein ganz vieles Wort Reflexion, Reflektion.
00:45:59: Es kommt ganz viele Reflexionen an.
00:46:01: Ich denke, warum hab ich jetzt hier diese Post nicht von den Männern die sagen Hier sind die fünf Dinge, die ich mache?
00:46:05: Ganz konkret außer drüber nachdenken und meinen Kumpel sagen ey lass mal nicht über sexistische Witze lachen.
00:46:11: Also diese konkrete Form wann kommt die?
00:46:13: weil danach es gab's jetzt irgendwie eine Demo Ein paar Städten Männer gegen Gewalt.
00:46:19: Okay, da waren ein paar hundert Leute weiß nicht.
00:46:21: vielleicht wird sich das durch die Jahre und Jahrzehnte etablieren?
00:46:23: Das ist ein Riesendinge.
00:46:24: und dann sind schon nächstes Jahr ein paar tausend leute und in fünf Jahren ein paar zehntausende leute da.
00:46:28: das ist jetzt aber noch nicht passiert.
00:46:29: also was ist die konkrete handlung?
00:46:32: ja also dass.
00:46:33: Und dann sitz ich auch da und denke mir okay Ich mache es einfach eine liste und machen post und sagt den dudes ey boys passt auf gucken euch hatten wir ein paar Sachen überlegt Die könnt ihr konkret machen.
00:46:42: das sind Dinge die ich mir von euch wünschen würde denke ich mir.
00:46:44: wieso dieser selbstleistung schon wieder?
00:46:47: Aber es passiert halt trotzdem nicht.
00:46:49: Ich würde, wenn ein bisschen mit Blick auf das Ende dieser Folge habe ich jetzt doch noch ein paar Sachen Jof'n selber Tablet angetragen die ich empfehlen würde damit... Das
00:46:59: Tipps wie man ein guter Mann wird?
00:47:01: Ja!
00:47:01: Ich hab ein paar Ideen was ich mir wünschen würde
00:47:04: zumindest.
00:47:04: Weil ne auch noch mal zu dieser Zahl.
00:47:06: also es geht wirklich darum, es geht um Lebensqualität.
00:47:08: Es geht um Achtung und Respekt.
00:47:10: Es ist ein menschliches Miteinander.
00:47:12: Dinge die du beschrieben hast.
00:47:14: aber es geht auch um die Frage wie geht diese Gesellschaft weiter?
00:47:17: Wir haben auch in Zahlen Probleme.
00:47:19: wir haben Verteilungsfragen die sich ganz konkret anformen von wer lebt wie im Kapitalismus in der Gesellschaft mit welchem Geld.
00:47:27: Und wenn ich dann lese ja diese eine Zahl jetzt zur Hand Es wurde vor, ich weiß gar nicht.
00:47:33: Ich habe das Ver- erscheinungsjahrer jetzt nicht ran recherchiert ein Buch veröffentlicht was Männer kosten also wo?
00:47:39: sozusagen die Frage ja wir haben jetzt so ist das Beispiel quasi Folgekosten von Alkoholismus benannt aber auch Kosten ihr durch Verkehrsunfälle verstehen da spielt alkoholär sicherlich eine Rolle Durch Gefängnisse durch ungesunde Ernährung durch klimaschädliches Verhalten und so weiter.
00:47:55: Das ist sicherlich unverständlich und es wird auch sicherlich viel Kritik geben.
00:47:58: Kann ich mir gut vorstellen, an so einer Zahl überhaupt die Frage ob man sowas in Zahlen überführen will?
00:48:02: Aber wenn nicht darum geht dass die nach unten getreten wird und der Sozialstaat abgebaut wird weil das heißt wir haben kein Geld Wir können uns den sozialstaat so nicht mehr leisten dann würde ich diese zahl kurz aufrufen und sagen unter diesem Titel hier verschlagwortet ist in diesem Buch, was Männer kosten.
00:48:17: Haben wir eine Zahl von dreiundsechzig Milliarden Euro jährlich und die muss man sich mal auf der Zunge Zeit gehen lassen so.
00:48:22: Und da sind eben das sind die dreikommer zwei Milliarden Euro, die du vorhin genannt hast als Steuergeld, als Folgekosten von Algolismus sicherlich mit drin.
00:48:31: aber auch jetzt kommen wir quasi zum Service Teil, was auch nicht geleistete Unterhaltszahlung zB kosten.
00:48:37: Achtzig Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland sind Frauen!
00:48:41: Ja ich bin auch alleinerziehend.
00:48:42: Ich bin in einer Situation, dass das Unterhalt gezahlt wird.
00:48:45: ja das kann ich sagen aber ihr wollt nicht wissen wie das Verhältnis der Kehrverteilung da aussieht.
00:48:52: und es ist so dass das drei Komma zwei Milliarden Euro.
00:49:00: Moment, da hab ich gerade die falsche Zeit.
00:49:01: Also, siebenundfünfzig Milliarden Euro durch Alkohol-Konsum genau und drei Komma zwei Milliarden ... Entschuldigen Sie, hau ich die Zahl nicht an der E-Cupstik?
00:49:07: Kann nur bis vier immer!
00:49:09: Die muss ich mir mal sehr doll aufschreiben, die Zahlen lehens ja auch noch falsch.
00:49:12: Also drei Kommas zwei Milliarden Euro kosten jährlich ausbleibende Unterhaltszahlung wo die Unterhalzkasse... in den Vorschuss leistet und das Geld an die alleinerziehende Mütter ausstreckt, was die Felder nicht zahlen.
00:49:24: Das heißt Männer gehen umher, penetrieren und reinge sich die Welt an, eignen sich weibliche Körper an Zeugenkinder.
00:49:30: Nee sie säugen sie nicht!
00:49:31: Sie zeugen sie nur... Und dann stehen sie dafür auch monetärisch rein.
00:49:34: Es
00:49:34: gibt auch Männer, die Kinder säugen.
00:49:36: Ja zum Glück!
00:49:38: Drei Komma zwei Milliarden Euro Das ist viel.
00:49:42: Und jetzt wird es auch noch gekürzt, das werden die Mütter dafür bestraft, indem diese Unterhaltsvorschüsse nur bis zum zwölfen Lebensjahr gezahlt werden sollen.
00:49:50: als ob Kinder ab dem zwölften Lebensjahre günstiger werden Ja, als ob die Klassenfahrten günstiger werden.
00:49:55: Als ob die Klamotten des Essen das Leben günstig wird wenn jemand dreizehn Jahre und älter ist.
00:50:00: Es ist so unglaublich dass jetzt auch noch da wieder sich das patriarchal wieder durchsetzt oder sich patriarchale Verhältnisse und Strukturen durchsetzen Und es wieder zur Lasten derjenigen geht, die sowieso das alles schon auffangen.
00:50:13: Sookie aber es gibt ja auch ein paar Hoffnungsschimmer, oder?
00:50:16: Also genau!
00:50:16: Die guten Beispiele wir machen jetzt die Guten Beispiel.
00:50:18: Jetzt kommt das Serviceteil.
00:50:20: also ich hatte Ich habe erlebt, dass Männer sich von mir gezeigt haben, damit was sie in der Vergangenheit problematisch gemacht haben.
00:50:31: Unaufgefordert!
00:50:31: Ich musste nicht sagen hey ... hast du schon mal gewalttätig eine Frau gegenüber geworden?
00:50:38: Einfach ich möchte das wissen weil ich möchte wissen mit wem ich es zu tun habe.
00:50:41: bist du einer von denen?
00:50:43: Ich finde, das fand eine ganz Erstaunliche auch auf einer Art belastende Situation.
00:50:47: Aber es ist nicht so, dass ich über Dritte rausführen musste.
00:50:49: Ey, wusst du eigentlich?
00:50:50: Der Typ hat in der Vergangenheit das und was
00:50:52: gemacht.".
00:50:52: Es gibt Männer die zeigen sich selbst an.
00:50:54: Ich meine, das ist jetzt ganz konkret im Sinne einer juristischen Frage ... aber auch im Sinne vor sich selber.
00:51:01: Das hatten wir das Thema Ehrlichkeiten mit sich selbst, aber auch vor anderen zu sagen, ich habe das schon gemacht.
00:51:07: Ja, das auszusprechen, glaub ich, führt dich eher ... hin ist.
00:51:12: nicht zu wiederholen, als davon weg ist.
00:51:15: Nicht zu wiederholt in Trillige bitte!
00:51:17: Ich glaube sich dieses Bekenntnis zu machen und auch ich habe das getan.
00:51:23: Und mir ging es damit so und so.
00:51:24: diese Maße habe ich ergriffen.
00:51:26: Das hat das für die Betroffene bedeutet.
00:51:28: Das hat mit meinem Umfeld gemacht.
00:51:30: Das hatte vielleicht die Beziehung belastet oder meine Familien Situation in der ich war.
00:51:34: Ich bin Teil dieser Täterschaft.
00:51:36: Weißt du, man heißt ja, wir sind Teil des Problems.
00:51:38: Sag mal konkret wie du Teil des Probleme bist?
00:51:41: Ja weil ich privilegiert bin.
00:51:42: Was hast du mit diesen Privilegien gemacht?
00:51:45: Weil du sagst es geht um Macht!
00:51:46: Die ganze Übung ist einfach nur aus Macht.
00:51:49: nicht gewalt werden zu lassen sondern Verantwortungsübernahme und zuzugestehend zu sagen... Ich war übergriffig habe eine Frau besoffen so belabert bis sie mit mir in die Kiste gegangen ist.
00:52:00: Das finde ich eine Ehrlichkeit.
00:52:04: Aber es ist mir lieber, als wenn jemand sagt, ich bin nicht so.
00:52:06: Und ich kenne auch eigentlich keinen.
00:52:08: Vielleicht der Kumpel vom Kumpelt hat mal was ... Der war mal irgendwie scheiße und hatte eine Frau im Clubakki-Schlepp, die ja nicht so richtig Bock hat.
00:52:14: Da war zu besoffen, um noch sagen zu können.
00:52:17: Sondern bei sich selbst anzufangen.
00:52:20: Das war was, wo ich dachte, krass!
00:52:22: Da sind wir einfach einen Schritt weiter.
00:52:23: Danke, dass du das sagst.
00:52:24: Ich hätte mir gewünscht, dass Du's nicht sagst?
00:52:27: Weil Du es nicht gemacht hast, aber Du hast es gemacht.
00:52:32: Das find ich eine hilfreiche Situation.
00:52:35: Ich finde auch in so Dating-Fasigmake, hab ja soweit nicht wie wir wissen ... Aber hinzugehen und zu sagen, ey, das ist Teil meiner Geschichte!
00:52:42: So, ich habe sowas schon gemacht.
00:52:44: Und aus diesen jenen Gründen fand ich's falsch, das und das hab' ich verstanden, dass es meine tägliche Praxis ist, dass sich da an diesem Punkt nicht zurückkomme.
00:52:51: So war mein Umgang mit Alkohol, so war mein umgang mit Gewalt.
00:52:53: Und ich arbeite mich daraus.
00:52:55: Du wirst beobachten können?
00:52:56: Nicht versprechen sondern machen.
00:52:57: Du bist beobachten können, dass dich das nicht wiederholt.
00:53:00: Weil das sind meine Maßnahmen.
00:53:02: Das ist die Form von Therapie, das ist die Reform von Reflexion.
00:53:06: Ich lese mich da rein!
00:53:07: Das ist der Ehrlichkeit an mir selber.
00:53:09: So gehe ich damit um.
00:53:10: Ähm... Das wäre zum Beispiel so ein Fall oder auch anderer ganz konkreter pragmatischer Fall.
00:53:17: Ey, wenn du einfach nur paar Euro zu viel hast in deinem Lebensalltag?
00:53:20: Wenn du mehr hast als du wirklich brauchst im Leben wie wär's denn einfach damit?
00:53:25: Wie viele Männer kennen
00:53:26: Männer?!
00:53:27: Die nicht nur ein Abo haben für irgendwelche Apps oder für irgendwelsche Magazine, oder für die Fitte.
00:53:33: Sondern die jeden Monat selbstverständlich zu ihrem lokalen Frauenhaus einen Fuffi überweisen.
00:53:39: Einfach so!
00:53:40: Und da will er meinetwegen auch ein großes Ding daraus machen.
00:53:43: Scheiß drauf... Oder auch einfach die Klappe halten es einfach noch jeden Monat gegen fünfzig Euro ans lokale Frauenhaus.
00:53:48: Fünfzig Euro geht, hundert Euro geht diesen Monat.
00:53:52: der Urlaub dieser Sommerurlaub wird eine kleine Spur kleiner aber dafür gehen Hundertfünfzig euro an women in Exile damit diese sich ihr Haus in Frankfurt in Fürstenwalde in Brandenburg bauen können.
00:54:01: ja Einfach mal das Geld nehmen was du hast und an eine Organisation spenden.
00:54:06: regelmäßig oder einmal ich besser noch regelmäßig der Du nicht Unmittelbar verbunden bist über eine eigene Betroffenheit, sondern einfach, weil es das Richtige ist zu tun.
00:54:13: Weil die hundertfünfzig Euro dir nicht wehtun den aber richtig krass hilft so auch monatär umverteilen.
00:54:19: ganz wichtig Auch zeit um verteilen.
00:54:22: Die alleinerziehende frau wir haben gerade von ihr gesprochen in allen ihren intersektionalen realitäten.
00:54:28: Warum kannst du dich wenn du selber vater bist hey bastel des kind?
00:54:34: Freunde dich mit dieser Familie an, bastel das Kind mit deiner Familie einmal im Monat irgendwo in irgendein geiles Event ein.
00:54:40: Oder wenn du selber keine Kinder hast, geh hin und sag, willst dir was?
00:54:43: Mach mir die Liste.
00:54:44: Ich mach die Einkäufe für euch zwei Mal im Monat.
00:54:46: Jeden ersten und dritten Samstag mache ich für euch die Einkkäufe.
00:54:49: Ich fahr so euch ran und wenn nicht kann bezahle ich sie auch.
00:54:51: Du musst den Scheiß-Einkauf nicht machen!
00:54:53: Lasst mich für dich Dinge recherchieren.
00:54:55: Was will ich da irgendjemandem machen?
00:54:57: Umzug melde dich einfach selbst, wenn es nicht deine eigene Kumpel, der eine eigene Kompeline ist.
00:55:01: Auch wenn's über drei Ecken sagt hey Leute wie sitzt ihr aus?
00:55:03: Guck mal ich hab' so geil in einer Fitte die Gewichte gestemmt.
00:55:06: Ich habe geile Munkis jetzt, die sehen schon geil aus.
00:55:08: mit der kann man auch voll... eine gute Waschmaschine tragen.
00:55:11: Ich bin einfach der Typ, wenn sagt es rum ich bin der Typ und trage die Wasch-Maschine.
00:55:14: ja du hast mehr Muskelkraft als ich.
00:55:16: voll in Ordnung trag mal die Waschsmaschine selbst wenn wir nicht dir gekumpelt sind sondern einfach nur über drei Ecken.
00:55:21: stellt euch zur Verfügung mit den Ressourcen die ihr habt.
00:55:23: das ist das ganze Ding.
00:55:25: und auch wenn euch niemand dafür sich mit euch mit dem Orden und einer Trofée und einem Pokal ausstattet und Verdankbarkeit zerfließt sondern einfach weil du kannst es machen?
00:55:35: Ich kann's nicht machen.
00:55:37: danke dass du es machst.
00:55:38: Fertig ist ja sich wirklich konkrete Anlässe, konkrete Personen und konkret Menschen helfen.
00:55:42: Und natürlich auch auf der übergeordneten Ebene mit der Stimme die du hast wenn du wahlberechtigt bist in diesem Land Parteien zu wählen, die sich feministisch glaubwürdig nachhaltig einsetzen.
00:55:53: Punkt!
00:55:53: Hey man das is sehr schön.
00:55:55: was soll ich denn da noch sagen Mensch?
00:55:57: Du hast ja alles irgendwie rausgehauen was ich jetzt sagen wollte.
00:56:01: aber Ich glaube ich habe dann noch etwas.
00:56:04: also ich möchte meine Männlichkeit so performen dass ich andere, die andere Intersektionen in anderen Mehrfachdiskriminierungen haben.
00:56:12: Trotzdem in meiner Gegenwart durch mich, durch meine Performance und durch meine Sprache gut fühlen, sicher fühlen.
00:56:19: Das ist mir super wichtig!
00:56:21: Ich brauche dieses Gefühl der Solidarität zu geben und auch zu nehmen.
00:56:24: Ich habe sehr viel Solidaritet in meinem Leben erlebt, Zucki.
00:56:28: Und ich bin daraus gewachsen und habe verstanden wie wichtig das ist, wie lange man es braucht.
00:56:35: verstanden, weil ich selber in die Selbstrefektion gegangen bin und das wünsche ich einfach vielen Männern nicht nur Männern.
00:56:41: Ich wünsche das wirklich allen Menschen und ich wünsche mir einfach dass Männer sich selbst auf dem Weg der eigenen Bildung und der eigenen Beziehungen zu sich selbst begeben.
00:56:51: Das ist mir super wichtig.
00:56:53: Und jetzt habe ich noch ein paar Tipps Nicht so viele an euch Männer und alle die es sein wollen Es noch werden oder wie auch immer.
00:57:03: Also ich finde, männliche Stärke bedeutet nicht nur zu weinen sondern sie bedeutet vor allen Dingen niemanden für seine Tränen verantwortlich zu machen.
00:57:10: Also das ist schon mal so ein Ding, worüber wir nachdenken sachen Auch was das Thema Hygiene betrifft.
00:57:17: bitte putzt euch zweimal die Zähne zweimal am Tag die zähne.
00:57:21: ganz wichtig ja als alte Dentalhygenikerin ist ganz wichtig habe ich ganz viel erlebt und du glaubst es gar nicht war so eine schlechte Mundhygiene.
00:57:30: viele viele Männer haben, also ich sehe das in meiner Praxis wirklich sehr oft und weise sie dann drauf hin.
00:57:36: Weil es ist eigentlich gar nicht so dass die nicht wollen sondern viele können einfach nicht richtig Szene putzen weil man ihnen das nie wirklich beigebracht hat Weil die Eltern es nicht richtig konnten.
00:57:45: In der Kindergarten, man das irgendwie nur wenig gemacht hat und in der Schule es kaum irgendwie Präventionsmaßnahmen gab.
00:57:52: Deshalb Hygiene, Hygene, Hyggene.
00:57:54: ganz wichtig.
00:57:54: wascht euch bitte oben rum und untenrum.
00:57:57: dann apropos Waschen ja wasch bitte auch dein Bettzeug denn ja deine männliche Seele kann sich leider sehr schlecht entfalten wenn das Kissen nach.
00:58:08: Das ist schon mal ganz wichtig.
00:58:12: Oh,
00:58:12: I love you.
00:58:14: okay.
00:58:14: Lange ein Nein zu hören ohne dass daraus eine Diskussion entsteht oder eine Verhandlung oder was auch immer sagt.
00:58:21: wenn jemand Nein sagt dann sagst du alles klar.
00:58:23: nein habe ich verstanden.
00:58:25: auch ganz wichtig wenn ihr ne Partnerin habt und ich wünsche euch ihr habt eine oder auch partner oder wat auch immer bedenkt immer dabei Partnerinnen sind Lebensgefährten Gefährtinnen Keine Therapeuten, auch nicht eure Mutter oder eure persönliche Erinnerungs-App.
00:58:41: Oder sonst irgendwas.
00:58:42: Das heißt kriegt mal euren Aufträge alleine hin.
00:58:46: Sonst musst du immer die Suki machen?
00:58:47: Hast ja gerade sehr darüber
00:58:50: gemäckert!
00:58:52: Und ganz wichtig für mich noch... Ich habe gelernt,
00:58:56: dass ich
00:58:58: meine Schwester nicht küsse.
00:59:01: Was ich wirklich nicht möchte ist jetzt an die Männer, die so performativ damit umgehen zu sagen ich bin längst grün versiffter grüner Dinkelfresser.
00:59:12: Ich liebe euch.
00:59:13: nun mal zur Info aber Leute lasst das nicht so raus finde ich ein bisschen weird.
00:59:18: so auf feministischen Veranstaltungen super der sich hinten draufzukritzeln und mit dem Kind Jens seithin in den Herzen laufen um irgendwie so zu Präsentieren finde ich irgendwie komisch.
00:59:33: Ich bezweifle euch nicht eure Fürsorge vor ihr Kind ab, wird nicht.
00:59:36: Aber setz dich einfach hin und sei ruhig so mit deinem Kind Und kümmer dich um was das Kind braucht und stelle dich nicht ins Zähne.
00:59:44: So apropos Kinder.
00:59:45: rede mit deinen Kindern über Gefühle sonst übernimmt es das Internet für Dich.
00:59:49: Deshalb ganz wichtig auch da.
00:59:51: bitte an alle Männer Da habe ich wirklich eine große Bitte weil ich weiß wie Es ist.
00:59:56: ich hab viele kinder und ich muss ständig mit denen reden.
01:00:00: Ach eine Sache noch und dann bin ich auch fertig für die Flugscheißer-Tipps.
01:00:05: Wenn du wütend bist mein Lieber, also richtig wütent oder dann fragt dich mal, bin ich eigentlich wütnd?
01:00:13: Oder bin ich actually verletzt?
01:00:15: Vielleicht bin ich sogar beschämt?
01:00:17: Manchmal bin ich ja auch hungrig manchmal tut es auch in Sandwich.
01:00:21: Also bei der Frage der Wut Du musst keinen
01:00:27: Krieg anfangen, du kannst einfach am Brot essen.
01:00:29: Ja echt mal!
01:00:31: Vielleicht sollten wir lieber Brot als Krieg, vielleicht sollte die nächste Titel sein für unsere Sendung... Nein, wirklich Leute.
01:00:39: Also geht mal inne zu euch und ich habe es ganz am Anfang gesagt wir brauchen mehr Selbstbeziehung zueinander damit wir Beziehungen wirklich solidarisch feministisch Und vor allem auch wirklich mit Würde führen.
01:00:50: und da sind insbesondere die Menschen in einer Gesellschaft auch gefordert die Dominanz in dieser Gesellschaft auch selbst gewählt, auch repräsentieren.
01:01:02: Und das sind nun mal weiße heterosexuelle Zismen in der Regel und deshalb ist es wichtig an die... Liebe Jungs!
01:01:09: Ihr habt Privilegien, ihr habt noch viel Arbeit folgt, ich bin da, ladet mich ein, Frau Sookie auch wir können euch auf jeden Fall sanft in den Hintern treten.
01:01:19: Ihr müsst uns aber ordentlich dafür bezahlen in diesem Sinne.
01:01:25: Oh Johnny, ich danke dir so sehr.
01:01:27: Dort hat jetzt richtig schön YouTube-Town.
01:01:29: Ich bin jetzt ganz versöhnt, aber es ist wirklich wahr!
01:01:34: Und für die Männer, die gerne noch lesen möchten über Männlichkeit... Ich habe ja ein Buch geschrieben darüber unter anderem.
01:01:41: Es ist ein Kapitel da drin.
01:01:42: Ein Kind der kleinen Mehrheit und es gibt auch noch ganz andere... Es gibt auch noch ganz andere tolle, tolle Autoren.
01:01:52: J.J.
01:01:52: Bola zum Beispiel sei kein Mann und ein tolles Buch kann ich nur empfehlen.
01:01:58: Übersetzt ist das von Malcolm Ohanwill ins Deutsche soweit Ich weiß Dann auch einer meiner Lieblingsböcher.
01:02:05: Im Morgen wächst ein Birnenbaum vom Fickri an die Altentasch!
01:02:10: Ich bewundere diesen Menschen sehr weil er eine so starke zärtliche Männlichkeit besitzt, die sowas von männlich ist.
01:02:17: Und deshalb liest das... Hast du noch irgendwelche
01:02:19: Tipps, was die machen können?
01:02:21: Es gehen wir
01:02:21: schon wieder länger an Tipps.
01:02:25: Wir sind ja großzügig, verstehst Du?
01:02:28: Also erstmal ich möchte jetzt drei Dinge promoten.
01:02:31: Zwei davon sind von mir unverschämt.
01:02:33: Ich zieh' es einfach durch, ihr gemaradet!
01:02:35: Erstens einen Satz den ich geschrieben habe auf den ich glaube ist der beste Satz, den ich dir geschrieben hab.
01:02:40: Der heißt only the strong stay soft.
01:02:44: sich nicht von Härte das Leben zerstören lassen, wieder durch die eigene Härte des Leben anderer Menschen.
01:02:50: Das ist Stärke, Weichheit ist Stärke!
01:02:53: Das ist meine tiefe Überzeugung.
01:02:57: Also, Stärke ja... Wir können auch mit Rishi-Mukis, wir können Rishi fette und geile Oberarme haben alter.
01:03:03: Egal welche Geschlechter ich habe, um mich auch richtig geile, starke Oberarme.
01:03:07: unterdessen war Rishi schön, meine Liegestütze jeden Tag.
01:03:09: Und es geht nicht darum dass ihr jetzt irgendwie so Irgendwelche Klischees, also diese nuller Jahre Müsli Günther klischees.
01:03:18: Das ist alles durch.
01:03:19: das macht sich nicht am äußerlichen fest es macht sich Am verhalten am miteinander fest an der inneren haltung und an dem Verhalten nicht an irgendwelchen lux.
01:03:28: scheiß egal Wie ihr ausseht ihr müsst euch nicht so das sei erst mal gesagt Aber stärke in jeder form die härte zu widersprechen vermag über eine Samftheit, eine Zugewandheit, ne solidarische großherzige weitsichtige Form.
01:03:44: Erstens zweitens also der Satz Teil eins Teil zwei Ein Buch von mir, ein Kinderbuch zum Thema Gefühle.
01:03:50: Weil wirklich, wirklich, ich komme immer wieder drauf zurück in der Kindheit ist das die wichtigste Zeit für alles, dass du auch gerade am Beispiel deiner Enkel beschrieben hast.
01:03:59: Das Buch heißt Wölkchen fühlt ganz viel vom Jasefarb-Extase meiner liebe Tätowiererin und wir haben einen Buch geschrieben und gemalt und geschrieben.
01:04:06: es heißt Wälkchen Fühlt Ganz Viel.
01:04:08: Es geht um den Umgang mit Gefühlen.
01:04:10: Bitte sehr!
01:04:11: Und jetzt werde ich noch einen Kollegen empfehlen, nämlich Dominik Meerscheidt, ein cisgeschlechtlicher Mann meiner Kenntnis nach Ganz toller Kindermusiker, ein ganz wunderbares Album gemacht.
01:04:19: Das heißt guter Dinger und ich finde das eine tolle Männlichkeitsperformance von ihm für Menschen allen Alters.
01:04:27: Das ist meine Empfehlung!
01:04:28: Du hast Bücher?
01:04:29: Ich habe Musik mitgebracht.
01:04:30: Jetzt machen wir einen
01:04:31: Punkt dahinter
01:04:33: und danke dir sehr Johnny dass wir dieses Gespräch jetzt geführt haben.
01:04:36: es war so nötig bin jetzt ein bisschen...
01:04:38: Es war so
01:04:39: niedig.
01:04:40: Mir ist es ein bisschen leichter ums Herz.
01:04:41: jetzt gerade ja das wichtig
01:04:44: Alles
01:04:45: wieder ein bisschen weicher.
01:04:46: Nächste
01:04:48: wenn ich dazu beitragen kann, mit meiner Männlichkeit dass du dich weicher und fluffiger fühlst.
01:04:53: Na dann ist ja alles gut.
01:04:54: in diesem Sinne Viva la vulva.
01:04:58: Danke liebe Leute.
01:05:01: Ich habe letztens Leute gepostet
01:05:03: statt lauter Leute.
01:05:04: Also jetzt sind wir wieder ausgeschlossen.
01:05:06: was?
01:05:09: Viva La Vulva.
01:05:10: so Lieber lauter Leute, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
01:05:15: Bleibt gesund, bis dann!
01:05:16: Tschüss!
01:05:28: Mal Leute so ein
01:05:34: bisschen lauter wurden.
01:05:35: Ich sag's mal ganz provokativ, je mehr Leute und desto lauter desto
01:05:39: besser.
01:05:39: Hörschlich!
01:05:40: Die müssen das noch
01:05:40: lauter sagen.
01:05:42: Und dann machen wir das nochmal.
01:05:48: Vielleicht bist du mir gerade deswegen noch lautter sein?
01:05:50: Darf ich die Straße gehen?
01:05:51: Wurde dazu führen dass es noch mauter wird.
01:05:56: Lauter sind die Leute.
01:05:56: Noch größer, noch lauder, noch actiongeladener.
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