Politische Arbeit kostet! Mit Gianni und Suraj
Shownotes
Dürfen Aktivist*innen mit ihrer Arbeit Geld verdienen? Und wenn ja, wie viel ist gerechtfertigt? Leidet ihre Glaubwürdigkeit, wenn politische Arbeit bezahlt wird? Und wie gelingt der Spagat zwischen Haltung, fairer Bezahlung und Verantwortung gegenüber der eigenen Community?
In einer neuen Folge von „Lauter Leute“ sprechen Suraj Mailitafi und Gianni Jovanovic über ein Thema, über das in der Aktivismus-Bubble oft geschwiegen wird: Geld. Dabei geht es nicht um Profit, sondern um die Frage, warum politische Arbeit einen Wert hat – und wer bereit sein sollte, dafür zu bezahlen.
Die beiden sprechen über absurde Anfragen, schwierige Preisverhandlungen und darüber, warum Gianni die Wörter „Ehrenamt“ und „Inspiration“ kaum noch hören kann. Außerdem verraten sie ganz offen, wie viel sie für Keynotes, Workshops und andere Formate verlangen.
Die Folge wurde am 16. Juli 2026 aufgezeichnet.
LINKS
Gianni gibt den Omas gegen Rechts einen Shout-out.
Ihr plant ein Panel oder einen Workshop und sucht noch nach den passenden Personen? Gianni empfiehlt Mirrianne Mahn, Natasha A. Kelly, Jasmina Kuhnke – und, Trommelwirbel: sich selbst.
Suraj setzt noch einen drauf: Sookee, Luna Möbius und Suraj Mailitafi. Die Hosts von „Lauter Leute“ machen schließlich noch einiges mehr als diesen Podcast.
Und zum Schluss empfiehlt Gianni uns: das Veto Magazin. Denn auch wir sind auf eure Unterstützung angewiesen. Wenn euch dieser Podcast und unsere redaktionelle Arbeit gefallen, schließt gern eine Mitgliedschaft bei Steady ab oder helft uns mit einer Spende.
TEAM
Redaktion: Jasper von Römer; Hosts: Sookee, Suraj Mailitafi, Gianni Jovanovic und Luna Möbius; Produktion: Benjamin Jenak; Cover: Annika Keymer; Sprecherin: Karla Schröder
TRANSPARENZ
Veto wird anteilig von der GLS Treuhand und der Schöpflin Stiftung gefördert – vor allem aber durch die Crowd finanziert.
Transkript anzeigen
00:00:00: halbe Stunde Kino, tausendfünfhundert Euro.
00:00:03: Nur Honorar netto dann kommt mehr wird steuert drauf.
00:00:07: bezahlt werden heißt meine zeit mein wissen meinen schmerz meine vor- und nacharbeit muss respektiert werden.
00:00:16: kann ich sage mal in meiner arbeit auch dieses kapitalismus kritische immer mit Denken und gleichzeitig Geld dafür nehmen?
00:00:23: irgendwie muss man das her machen irgendwie muss Man ja trotzdem seinen lebensunterhalt bestreiten.
00:00:28: im kapitalistischen system Antikapitalistisch zu sein ist nicht möglich.
00:01:05: Hallo liebe Leute, hier ist euer Johnny und herzlich willkommen zu lauter leute dem Podcast von dem großartigen Veto-Magazin.
00:01:14: Heute sprechen wir tatsächlich über ein sehr ernstes Thema und wir sprechen über ein Thema was uns alle tatsächlich beschäftigt, weil es geht um Kohle.
00:01:21: Es geht um Money!
00:01:23: Let's talk about money.
00:01:24: das Thema ist dürfen wir mit aktivistischer Arbeit Geld verdienen und wenn ja wie viel?
00:01:31: Und genauer gesagt ist die Frage, ist das mittlerweile ein Geschäftsmodell geworden oder gehen wir immer noch mit sehr viel Haltung und Ehrenamt an diese ganze Sache ran?
00:01:41: Das ist das was wir heute besprechen werden.
00:01:43: Und der liebe Suraj ist heute mein Co-host.
00:01:46: Hallo Suraj!
00:01:47: Hello Johnny Ich bin schön dich zu hören.
00:01:51: ich bin sehr froh dass ihr heute zum ersten Mal zusammen überhaupt ein Podcast aufnehmen.
00:01:55: ne
00:01:55: Ja, ich bin tatsächlich aufgeregt und dann reden wir über Geld.
00:01:59: Ich meine was ist es ja so wichtig wenn zwei Männer über Geld reden?
00:02:02: Da hören natürlich auch alle zu!
00:02:05: Let's talk about money.
00:02:06: Let's Talk About Money.
00:02:07: und wir reden tatsächlich darüber wie man mit Aktivismus Geld verdienen kann.
00:02:12: sollte man überhaupt das ist moralisch ethisch überhaupt korrekt mit dieser Arbeit Geld zu verdienen?
00:02:20: Und ich persönlich sage es aus meiner eigenen Perspektive.
00:02:24: Ich bin Roma, ich bin Schul und ich bin Künstler, Aktivist und Moderator und ich kenne diese Situationen.
00:02:30: Man wird angefragt für Panels oder Workshops oder Podcasts oder andere Sachen und dann merke ich dass einfach eine Riesenhalle gemietet worden ist ganz viel Social Media Teams dabei sind und am Ende des Tages heißt das wir haben kein Geld für ein Honorar Und da müssen wir wirklich auch ehrlich miteinander umgehen und auch drüber sprechen.
00:02:47: Das machen wir heute mit dir, lieber Surat!
00:02:50: Du bist für mich tatsächlich der zukünftige Hauptdarsteller von Black Panther III, Vier, Fünf, Sechs und Sieben.
00:02:57: Deshalb bin ich so froh, dass wir heute Abend jetzt das
00:03:01: machen.
00:03:02: Habe ich gerade heute Abend gesagt?
00:03:04: Ich meinte heute Morgen... Alter was ist
00:03:06: los?!
00:03:07: Geld geht mir wirklich... Geld macht mich fertig heute ja.
00:03:10: Nein, so hat ... Wir fangen an.
00:03:11: und die Frage wirklich mal an dich.
00:03:14: Wie ist das mit Activismus?
00:03:15: Dürfen wir mit Activismus Geld verdienen ja?
00:03:19: Und wie viel?
00:03:20: Die andere Frage, wie bist du eigentlich zum Activismus gekommen?
00:03:23: Wie hat sich das bei dir zusammengewürfelt?
00:03:27: Das ist eine Frage über die ich in den letzten, also die ich immer wiedergestellt bekomme.
00:03:31: Wie bist du dazu gekommen, wie kannst du auch so aktiv werden
00:03:36: usw.,
00:03:37: das fragen mich sehr viele.
00:03:38: Menschen tatsächlich.
00:03:40: Also ich war nicht immer so politisiert, wie ich es jetzt bin und ich bin so wirklich politisch geworden in der Coronazeit weil ich mich mit den ganzen Masten- und Mastendieels von die Entsparnung Co.
00:03:55: auseinandergesetzt habe und danach dann auch für den Stadtrat in Bersenbrück kandidiert habe.
00:04:02: Aber so richtig aktivistisch bin ich geworden, als ich auf meiner ersten Demo nach dem recht extrem treffenden Potsdam gab es ja diese ganze Demo-Welle in Deutschland.
00:04:14: Bin ich aufgetreten und habe zum ersten Mal gesprochen.
00:04:17: Und so bin ich so ... Ja, in der Art dann reingesteigert und hab mich gegen Faschismus, gegen Rassismus usw.
00:04:24: ausgesprochen auch öffentlich und auch auf Social Media.
00:04:28: aber bei mir ist das nicht so lange her.
00:04:30: Ich glaube bei dir Johnny, ist es ein Ticken länger?
00:04:34: Ja ich bin ja noch ein bisschen älter als du zwei Jahre.
00:04:40: Bei mir ist es tatsächlich länger hier.
00:04:42: Ich habe so ungefähr vor fünfzehn Jahren damit angefangen und ich bin da so reingerutscht... Ja, das ist ich.
00:04:50: Mein ehemaliger Kinderarzt hat irgendwann mal seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert und wollte dann quasi auf seine eigene aktivistische Arbeit zurückblicken weil er auch sehr politisch aktiv war unter anderem damals in meine Familie.
00:05:01: Anfang der achziger Jahre hatte uns als Roma-Familie betreut hier in Deutschland Und der hat mich eingeladen nach Darmstadt und ich sollte dort zusammen Geburtstag kommen und eine Rede halten.
00:05:13: Das habe ich dann auch gemacht Und so begann eigentlich meine politische Arbeit, weil in dem Raum sehr viele Politikerinnen waren und Journalistinnen waren.
00:05:20: Und auf meine Thematik aufmerksam geworden sind.
00:05:23: Boah ich find das voll interessant!
00:05:24: Weil bei mir ist es ja auch so gesehen reingerutscht, indem ich ... Ich wurde auch gefragt ob ich da sprechen will.
00:05:31: Find' ich sehr, sehr interessant tatsächlich.
00:05:34: Dass man nicht von sich aus so gesehen irgendwie da rein, sondern so mitgenommen wurde so gesehen.
00:05:41: Finde ich sehr... finde ich sehr interessant.
00:05:44: Aber seit, seit fünfzehn Jahren?
00:05:46: Seit fünfzehnten Jahren ja und... Ich würde gerne dich nochmal kurz nachfragen wenn du heute als Aktivist über Themen sprichst, welche Themen konkret sprichest du sie und in welchen Räumen bist du dann unterwegs?
00:06:01: Über die Themen die ich konkret spreche sind also Rassismus.
00:06:07: Rassismuskritische Bildung aber auch jetzt auch im Kontext von Widersätzen sehr viel über Faschismus, über AfD und über rechte Politik in der Bundesrepublik Deutschland.
00:06:20: Und im Kontex von der Initiative Gerechtigkeit verlor uns auch über rassistische Polizeigewalt – das sind glaube ich so die drei Kernthemen mit denen ich zumindest öffentlich sehr, sehr viel in Verbindung gebracht werde.
00:06:31: Ich finde aber auch dass mich auch viel mit dem Thema Migration Mit Migration, vor allem auch auseinandersätze mit Asylpolitik.
00:06:39: Auch auseinander setze aus einer persönlichen Perspektive heraus weil meine Familie also mein Vater Fluchterfahrung hat.
00:06:46: genau das sind und in welchen Räumen?
00:06:49: ja also auf Social Media sehr viel.
00:06:53: ich gebe aber auch Workshops Vorträge Kinos In unterschiedlichen Kontexten Also bei Institutionen in Schulen in Vereinen.
00:07:02: Das sind glaube ich so die Sachen die ich mache.
00:07:04: Ich glaube aber bei dir Ich glaube bei dir sieht es ein bisschen anders aus, oder?
00:07:07: Als bei mir.
00:07:09: Also wir haben auf jeden Fall Überschneidungen definitiv gerade wenn es um Migrationspolitik geht und mit granzischen Perspektiven nicht weiße Perspektive zu dem Thema.
00:07:19: Bei mir ist das geht noch ein bisschen queer rüber sagen wir mal so ich mache sehr viel queere politische Arbeit in der Öffentlichkeit weil ich selber ein quierer Mann bin Und das Thema Synthesioromia spielt bei mir eine entsprechend sehr große Rolle, weil ich aus der Community bin und die Sichtbarkeit im... Kombination mit Queerness, einfach so gut wie gar nicht bedient wird in den öffentlichen Räumen und aber auch in den Formaten die du gerade auch angesprochen hast.
00:07:48: Workshops, Kinos, Rentenarbeiten, Aufträge in Universitäten, Aber auch Projekte, die ich selbst kuratiere und leite.
00:07:57: Theaterarbeit vor allen Dingen!
00:07:58: Ich mache sehr viel Theater.
00:08:00: Ich bin sehr viel auf Bühnen unterwegs als Künstler und als Moderator.
00:08:05: Das sind die Bühnen, die ich benutze um meine politische Arbeit sichtbar zu machen ... mache sowohl im Fernsehen, aber auch jetzt mit Podcast und alles was es gibt.
00:08:16: Also ich bin so ein Tausend Sasser der halt wirklich da wo meine Perspektive gefragt wird... Da gehe ich sozusagen auch hin wenn das Geld stimmt!
00:08:25: Und wenn der Raum stimmt denn da möchte ich gerne einfach nur mal zurückbleiben.
00:08:28: wir reden heute nicht ausschließlich exklusiv über Aktivismus sondern wir reden darüber wie ist es?
00:08:36: die Frage, ob wir tatsächlich mit Aktivismus Geld verdienen können.
00:08:40: Du hast es eben gerade gesagt, Workshops, Keynotes, Referendartätigkeiten... du studierst noch nebenbei soweit ich weiß oder Haupt eigentlich.
00:08:50: Hauptberuflich Studenten.
00:08:51: Haupt beruflich Studierst du Chemie und wie kriegst du das denn alles überhaupt in einem Hut?
00:08:57: Und wann sagst du okay den Auftrag nämlich an?
00:09:01: weil die Konditionen oder was auch immer stimmt?
00:09:04: Was muss stimmen damit Auftrag annimmst.
00:09:07: Wow, die befrage jetzt muss ich mich hier entblöten ein aber ich finde ich habe mir immer ich hab mir immer gesagt ich nehme nie eine anfrage an die auch nicht kostenlos machen würde.
00:09:23: das ist so ein also es so so eine richtlinie für mich also wenn ich wenn ich dass auch nicht grundsätzlich nicht zusagen.
00:09:33: Es gibt sicherlich noch bestimmte Ausnahmen bestätigen die Regel in der Hinsicht, aber ich finde das unglaublich wichtig dass ich mich erstens da sehe und wenn eine Perspektive da auch sinnvoll einbringen kann weil ich habe zum Beispiel meine Anfrage gekriegt wo es tatsächlich dann um das Thema queerness ging und dann wurde ich angefragt und hab gesagt Leute also Ich finde das Thema wichtig.
00:09:59: Ich kann was dazu sagen, aber ich bin die falsche Person um einzuladen!
00:10:03: Ich glaube es ist sehr wichtig eine queere Person auch einzuladen, die ihre Perspektive dahingehend ja reinbringt und da ist es dann wichtig Leute dann irgendwie zu kennen an diese Menschen weiterzuleiten usw.
00:10:15: Also ich muss das Gefühl haben dass sich da sinnvoll mein Beitrag leisten kann Wissen zu vermitteln Und natürlich muss auch das Geld stimmen.
00:10:27: Auch wenn ich nur Sachen zusage, wo ich sage würde auch kostenlos machen muss natürlich das Geld stimmen.
00:10:31: Weil Ich bin Student Das ist auch Arbeit was man macht dass es Wissensvermittlung das wissen was man sich selbst irgendwie angeeignet hat und das weiter gibt.
00:10:42: Und ja das Geld muss dahingehend stimmen.
00:10:44: aber ich da muss man glaube ich auch gucken und ich glaub Dass siehst du auch ähnlich?
00:10:49: Das ist je nachdem wer anfragt auch unterschiedliche preise in im raum schweben oder oder wie siehst Du das?
00:10:55: Ja, ich sehe das auch so.
00:10:57: Ich glaube, dass wichtig ist, dass Aktivismus immer etwas kostet.
00:11:02: Ob es die Vorbereitung ist, ob es Kraft ist oder deine eigene mentale Gesundheit oder körperliche Gesundheit.
00:11:09: Manchmal kostet Aktivismes sogar Liebesbeziehungen und Freundschaftsbeziehung.
00:11:13: Und das ist wichtig, dass man das ein bisschen mit einkalkuliert wenn man Aktivisten und Aktivistinnen einlädt.
00:11:19: Das ist wirklich jetzt an den Menschen, die Ressourcen draußen haben und uns hoffentlich zuhören.
00:11:24: Aktivismus, die alte Liebe zum Aktivist bezahlt nicht meine Miete und zahlt auch nicht mein Essen was ich jeden Tag essen muss oder meine Krankenversicherung.
00:11:34: Das ist wichtig zu erkennen.
00:11:36: natürlich gibt es Räume wo ich sage dann nehme ich überhaupt kein Geld weil es kein Geld dort gibt weil ich aber dahin gehen muss, weil es eine Schule ist mit super viel migrantischen Kindern wo sehr viele Roma-Kinder sind.
00:11:48: Und ich dahingehe, weil mir wichtig ist dass ich sichtbar bin in diesen Räumen und dass ich mit den Kindern in Kontakt komme, mit ihnen spreche und ihn zuhöre in irgendwelchen Situationen auch helfen kann, durch meine Perspektiven die ich mit ihnen teile.
00:12:03: Wenn ich Lehrer und Lehrerinnen habe zum Beispiel, die mir sagen Herr Jovano Wutsch bitte kommen sie zu uns vorbei.
00:12:09: wir brauchen dringend ein Workshop zu diskriminierungsfreier Sprache oder zur Männlichkeit oder wie auch immer.
00:12:16: Wir haben aber nur hundertfünfzig Euro und das zahlen ja aus der Klassenkasse.
00:12:20: dann sage ich behalten Sie die Hundertfünftig-Euro Ich komme so!
00:12:23: Das sind also schon Räume die man bedienen kann wo man wirklich die als Ehren anzunimmt.
00:12:28: Das glaube ich, ich mag das Wort eigentlich gar nicht.
00:12:32: Warum?
00:12:33: Was heißt denn Ehre?
00:12:35: Wenn ich über meinen Schmerz oder meine Gewalterfahrungen spreche und wenn ich meine Trauma offen mache und Menschen zum Teil Handlungsempfehlungen gebe, dann ist es für mich keine Ehre, sondern einfach Retraumatisierung.
00:12:50: Wir verpacken es in Ehre, aber es geht hier um Anerkennung das Menschen über Schmerz und über Lebensrealitäten.
00:12:57: Und vor allen Dingen auch eine lebensexpertise aus dieser Lebensrealität für sich selbst geschaffen haben.
00:13:03: wenn nichts funktioniert in dieser Welt Wenn du keine eigene Erfahrung hast also auch Selbstwissenschaft funktioniert nicht ohne persönliche Erfahrungen die menschen gemacht haben und versuche Die Menschen gemacht haben sonst hätten wir das nicht gehabt.
00:13:15: und dass ist halt super wichtig zu verstehen dass es da auch um die Verantwortung der Personen geht, die uns einladen.
00:13:24: Es geht um Fairness, es geht um Grenzen aber auch einzuhalten.
00:13:28: In einer gewissen Frage auch inwieweit lasse ich die Unabhängigkeit bei dem Aktivisten und bei der Aktivistin, die ich einlade?
00:13:35: Das geht um die Frage eigentlich wie können wir aktivistisch politische Arbeit so gestalten, dass du und ich nicht ausbrinnen... ...bei dem was wir da tun?
00:13:48: können die, die uns einladen dafür sorgen dass wir nicht ausbrennend.
00:13:53: Ja?
00:13:54: Während sie versuchen unter der Welt besser zu machen gerechter zu machen dürfen wir nicht Ausbrennen dabei.
00:14:02: und deshalb ist es wichtig so wie ich gesagt habe das Aktivismus nie umsonst, es gibt nichts umsonsten sogar.
00:14:09: Das Leben kostet uns denn tot und deshalb ist es wichtig dass wir das so ein bisschen anerkennen und uns auch sagen, wenn wir Menschen einladen zu bestimmten Veranstaltungen, dass sie anständig dafür bezahlt werden müssen.
00:14:22: Boah ich finde das sehr interessant was du vorhin gesagt hast, das hat mich irgendwie ... das hat gerade mit mir resoniert ne?
00:14:30: Das hat irgendwas mit mir gemacht als du gesagt hast Aktivismus kostet immer etwas.
00:14:36: Und dann meintest du auch, liebes Beziehungen insgesamt oder mentale Gesundheit oder was auch immer und ich kann mich mega gut daran erinnern als Lorenz erschossen wurde und ich mich vom Menschen gekänzt habe die oder abgekapselt hab die mir sehr nahe standen weil wir in diesem Thema gar nicht auf einem Nenner waren Und ich mich davor nicht so krass Rassismus polizeikritisch vor allem, nicht so krasst-dieb drinne war.
00:15:03: Auch mit George Floyd schon aber das war jetzt so anders nah und das ist auch schon was es auch gekostet hat ne?
00:15:11: Ich möchte aber gerne auch diese vielleicht auch diese Differenzierung zwischen Aktivismus und politische Bildungsarbeit.
00:15:19: also ich glaube dass sich durchaus überschneidet weil wir im Aktivismus natürlich auch immer dafür kämpfen, für eine Veränderung kämpfen.
00:15:26: Also das Ziel im Aktifismus ist primär immer, eine Veranderung zu bewirken und gleichzeitig ist es aber in der politischen Arbeit kann es auch darum gehen, eine veränderung zu bewirken indem man Wissen vermittelt, indem man Menschen beispielsweise über das Slide von Sinti und Roma aufklärt, indem er über Rassismus insgesamt aufklährt damit diese Verletzungen damit diese Verletzungen möglichst nicht normal so passieren, die schon da sind.
00:15:56: Nicht wieder aufgebrochen werden und so weiter und sofort.
00:15:59: Und deswegen kann auch Aktivismus ... auch politische Bildung sein um politische Bildung auch Aktifismus seien in der Hinsicht.
00:16:06: Und entsprechend ist es Wissensvermittlung und auch entsprechend zu vergüten was du finde ich sehr gut dargestellt hast.
00:16:13: Das wollte ich noch mal teilen weil das mich grade echt hat mit mir sehr resoniert.
00:16:18: Ja... Ich glaube dass jeder, jede Person die sich politisch gesellschaftlich sozial engagiert unabhängig von ihrem eigenen Einkommen darf in einem Land auch wenn die Wirtschaft gerade seit vier Jahren stagniert darf aber trotzdem im land dürfen und sollten diese menschen dafür entlohnt werden.
00:16:42: Und Entlohnung kann verschieden aussehen, nur für mich als jemand der auch ein Daily Job hat.
00:16:49: Und das ist ja das was man immer hier sagen muss die meisten Menschen von uns die aktivistische Arbeit machen haben einen ganz normalen Daily Job und das bedeutet dadurch finanzieren sie ihr gesamtes Leben.
00:17:02: und dass was Sie machen mit Aktivismus Das ist meiner Meinung nach also ich sage es ja ganz ehrlich wenn nicht meine aktivistischen Arbeit sehe und gucke wie viel ich im Monat auszugeben habe, um alles zu stemmen.
00:17:17: Dann müsste ich dreimal so viel aktivistische Arbeit machen und das würde dann auch bedeuten für mich dass ich durch die aktivistischen Arbeit so ausgebrannt wäre, dass die Frage wäre ob ich überhaupt noch diese Arbeit hätte machen können.
00:17:34: Also wenn du jedes mal in deinen eigenen Retraumatisierungen reingehst und sie sichtbar machst auf den Bühnenweins.
00:17:40: Und ich bin jemand, die heule oft aufbühnen so weil ich dann auch nicht mehr anders kann.
00:17:45: Ich habe dann auch nichts mehr Worte.
00:17:47: Ich hab' dann auch nix mehr Sprache!
00:17:49: Ich hab da nur noch Emotionen.
00:17:51: Die Emotion ist einfach das... ...ich weine.
00:17:54: und ich weine nicht nur weil ich aus Selbstmitgefühl oder aus La Weine oder weil die Situation so schwer war sondern weil ich nicht mehr kann Weil ich auch nicht mehr über dieses Thema sprechen kann aufbühnen.
00:18:06: Und Menschen lesen das aber anders, als sehr stark dass ich weine.
00:18:11: Menschen sagen es ist toll und du bist so inspirierend... Oh Gott!
00:18:15: Dieses Wort inspirierende.
00:18:17: Es ist so schrecklich dieses Wort.
00:18:19: Ich denke mir was für eine Inspiration?
00:18:22: Ich verstehe was du meinst, aber hey checkst du gerade, dass ich nicht mehr kann?
00:18:27: Und ich sitze hier für hundertfünfzig Euro?
00:18:30: Kann doch nicht sein.
00:18:32: So, das ist so das was ich meine.
00:18:34: Also wir müssen sagen Wir müssen nicht den Schmerz der anderen Menschen mit Geld uns erkaufen aber wir können ihnen Respekt entgegenbringen.
00:18:45: Geld in einer kapitalistischen Welt In der wir leben auch Respekt Ganz einfach.
00:18:52: und dass es mir so wichtig dass man das einfach auch anerkennt.
00:18:55: Denn weißt du bezahlt werden bedeutet für mich persönlich dass ich nicht meine Seele verkaufen will.
00:19:00: Ja, ich verkaufe nicht meine Seele für Geld.
00:19:03: Aber bezahlt werden heißt, meine Zeit, mein Wissen, meinen Schmerz, meine Vor- und Nacharbeit muss respektiert
00:19:11: werden.".
00:19:13: Und das ist das was ich so versuche den Auftraggeber innen und vor allen Dingen auch meiner Agentur klar zu machen.
00:19:21: Wurdest du denn immer schon für deinen Aktivismus bezahlt?
00:19:24: Also weil ich weiß es bei mir... Als ich angefangen habe mit Bühnen auf Bühne sprechen und so weiter, hab' ich auch sehr viele Einladungen immer bekommen.
00:19:33: Und Menschen haben irgendwie das erwartet, dass man das dann sag mal für lau macht... ...und gleichzeitig war es für mich aber auch immer ein sehr komisches Gefühl dafür Geld zu nehmen!
00:19:45: Also ich weiß nicht wie's bei dir in der Anfangszeit war.. ..aber ich hab mich echt komisch gefühlt Geld dafür zu nehmen weil ich denke so Weil ich Ich glaube, vielleicht kommt das auch aus meiner Sozialisierung heraus.
00:20:01: Und das finde ich sehr witzig oder wichtig zu erwähnen.
00:20:04: Letztens bin ich zu einem Vortrag gefahren und mein Vater hat mich begleitet das erste Mal bei einem öffentlichen Vortragen.
00:20:11: Er meinte dann zu mir – oder ich habe ihm dann gesagt wie viel ich für diesen Vortragen bezahlt werde.
00:20:19: Das waren tausend zweihundert Euro!
00:20:21: Und dann habe ich ihm gesagt, am Anfang wäre das für mich sehr komisch.
00:20:27: Oder war das sehr komische?
00:20:28: Weil ich immer gedacht habe, wie viel musste er eigentlich für seine Lohnarbeit ... Bei seiner Lohnarbeit, wieviel Zeit musste der arbeiten um ... Eintausend ... Zweihundert Euro zu verdienen!
00:20:41: Das ist... Ich hab das immer mit diesen Marschstäben gemessen und mich deswegen auch ein bisschen schlecht gefühlt und gesagt, boah, so viel Geld gar nicht verdient für einen Vortrag, eineinhalb Stundenvortrag.
00:20:56: Aber ich habe immer vergessen diese Vorbereitung, Nachbereitungen und auch dieser Schmerz was immer wieder aufgemacht wird, diese Wunden die damit aufgemachten werden.
00:21:05: wie war das bei dir?
00:21:07: Mir viel grad.
00:21:08: so ein Satz einer zu das gesagt hast du, dass du quasi ein schlechtes Gewissen hattest Geld zu nehmen und es fühlt sich ja irgendwie nach Verrat an.
00:21:15: Ich hab dieses Gefühl gehabt.
00:21:16: mir kommt zum Gefühl von ich würde irgendwie meine Community verraten oder die Menschen die gelitten haben verratten.
00:21:22: Ich glaube nicht.
00:21:23: jedes bezahlte Projekt ist gleichzeitig verrat.
00:21:27: Das glaube ich nicht.
00:21:28: aber Nicht jedes bezahltes projekt ist Befreiung.
00:21:34: So was in mir durch den Kopf gerade so gegangen ist.
00:21:37: I don't know, ich lass den Satz jetzt einmal mal
00:21:39: stehen.".
00:21:39: Ich habe vor fünfzehn Jahren angefangen und natürlich hab' ich für gar kein Geld dafür bekommen... ...ich wusste gar nicht dass man überhaupt dafür Geld bekommt.
00:21:49: Really true!
00:21:50: Ja, ja, ich schwöre.
00:21:51: Honestly?
00:21:52: So, ich wusste das nicht.
00:21:55: Ich wusste es nicht, dass du überhaupt irgendwie suchst, ich hab auch nicht ein Geld gedacht.
00:22:00: Man muss dazu sagen, ich komme aus einer privilegierten Position.
00:22:03: So, also ich bin Zahnmediziner.
00:22:05: Ich habe eine eigene Praxis.
00:22:06: Ich bin ein Thalgyniker.
00:22:08: Bin seit dreiundzwanzig Jahren selbstständig.
00:22:09: Ich hab verdienen mein Geld!
00:22:11: Das ist nicht das Thema so...
00:22:13: D.h.,
00:22:14: ich ging gar nicht mit dem Gedanken irgendwie durch.
00:22:17: meinen Motiv war keine finanzielle Interesse sondern es waren gesellschaftliches Interesse.
00:22:22: Ist
00:22:22: auch richtig
00:22:23: so.
00:22:24: Und wie gesagt, ich wusste das gar nicht.
00:22:27: Als ich dann irgendwie mitbekommen habe, dass man mit Geld verdienen kann... Ich glaub so mein erstes Honorabba, so hundertfünfzig Euro
00:22:36: oder
00:22:37: irgendwo keine Aufwandsentschädigung oder sowas.
00:22:42: Da hab' ich halt gemerkt okay ja ist es halt so, da hab', ich sag' okay hundert-fünfzig Euro ist in Ordnung, keine Ahnung, kaufst du wieder Schuhe oder irgendwas?
00:22:50: Aber ich wusste es nicht, aber als ich dann gemerkt habe und viel intensiver in die Arbeit reingegangen bin... ...und dann halt eben das Buch auch gemacht habe.
00:22:57: Weil du kannst ja auch aktivistische Arbeit dir auch als Auto machen!
00:23:00: So geht's ja auch, ne?
00:23:02: Du kannst auch als SchauspielerInnen... ...kannst du aktivistischer Arbeit machen.
00:23:06: Ich kenne super viele SchauspielerInne, die aktivistischen Arbeit machen und auch da zum Teil ihr Geld mit verdienen wollen.
00:23:13: sollen und können und müssen, weil vielleicht gerade keine Aufträge da sind.
00:23:17: Also da ist halt auch immer die Frage, ne?
00:23:19: Kannst du einmal dein Buch erwähnen?
00:23:21: Ich ein Kind... Ja, ich ein Kind der kleinen Mehrheit.
00:23:24: Das Buch ist vor knapp dreieinhalb Jahren erschienen und da rede ich auch über desolate finanzielle Zustände meiner Eltern.
00:23:32: wie wir auch aufgewachsen sind das muss man ja da auch respektieren und vielleicht auch achten.
00:23:36: also keine Ahnung wenn nicht Louisa Neubauer irgendwo einladen würde dann würde ich Louisa erst mal fragen Louisa willst du tatsächlich Geld nehmen?
00:23:44: Also als Veranstalter wenn ich jetzt eine Show mache einen Podiumsgespräch was ich ja mache so und Louisa Neuber einladen würde, dann würde ich sagen Louisa.
00:23:55: Ich würde mir sehr wünschen eine Perspektive zu dem Thema zu haben.
00:23:59: aber ich sage dir das ganz ehrlich hab Bauchschmerzen dir Geld zu geben.
00:24:03: Warum?
00:24:04: Weil sie aus einer privilegierten Perspektiva kommt oder...
00:24:08: Ah!
00:24:09: Ich denke ja.
00:24:10: also jetzt im Vergleich zu dir und mir ist sie ja erstmal die gesetzte Person die ja auch um Institutionen berät so und ich kann mir nicht vorstellen dass Sie für Laumacht.
00:24:19: Also muss sie ja auch nicht, also nur an der Stelle muss sie ihr auch nicht so und da würde mich mal einfach interessieren wie viel sie dafür bekommt.
00:24:33: Ich glaube das wird nicht öffentlich gemacht.
00:24:36: Ja, schade eigentlich.
00:24:37: Schade eigentlich!
00:24:38: Weil ich finde es sollte schon wichtig sein dass wir wissen was wir auch verlangen können als bedeutet nicht Luisa Neubauer oder sonst irgendjemandem jetzt auszukollen und zu sagen ey guck mal die verdient Gelder mit Nein Nein Schwester Ich mag sie ja auch, ich kenne Luisa Bitte bitte verdienen dein Geld.
00:24:53: so ist das nicht.
00:24:54: aber wir müssen noch ehrlich darüber sprechen.
00:24:56: Wir können uns doch nicht ausbeuten lassen Menschen die jetzt sage ich jetzt mal neu Oder wirklich eine krasse Perspektive haben Expertise haben, tausende von Bücher geschrieben haben wie zum Beispiel Frau Doktor Prof.
00:25:09: Doktor Entschuldigung Professor Doktor Natascha A. fucking Kelly.
00:25:14: Die hat zweihundert Bücher über Rassismus geschrieben und über Intersektionalität.
00:25:20: Das ist eine hoch angesehene Professoren.
00:25:22: sie nennt sich selber akademische Aktivistin Und das is ne Person.
00:25:27: Die muss anständig bezahlt werden, wenn sie davon in der Uni sitzt oder ein Seminar gibt.
00:25:32: Oder ein Kino raus hat... Dann muss die mindestens dreieinhalb tausend Euro dafür bekommen!
00:25:38: Und das meine ich ehrlich.
00:25:39: und wir müssen auch über Zahlen reden.
00:25:42: Wenn ich heute eingeladen werde und irgendwo keine Ahnung in die Schweiz zum Beispiel jetzt fliegen muss dann ist es für mich nicht ein Arbeitstag sondern sind das insgesamt drei Arbeitstage für mich.
00:25:55: So, und da gehe ich nicht für tausend Euro hin.
00:25:58: Auf gar keinen Fall!
00:25:59: Weil es bedeutet für mich... Ich muss in der Zwischenzeit eine Vertretung für meine Praxis finden die ich bezahlen muss.
00:26:05: Ich habe Opportunitätskosten das heißt ich hab Ausfall.
00:26:08: wenn ich persönlich nicht arbeite mache ich nicht diesen Umsatz als eine Vertrethung so.
00:26:13: ich habe die Reise die anstrengend ist ich habe Die Vorbereitung auf das Thema ich habe Das Gespräch Und ich habe Da kann ich doch nicht für tausend Euro hingehen, da zahle ich doch drauf!
00:26:25: Und das ist halt super wichtig dass man auch darüber spricht.
00:26:27: Deshalb ist es wichtig dass wir Zahlen benennen.
00:26:30: Dass wir sagen Leute ihr dürft nicht nur diesen Arbeitstag oder diesen Aufwand den ihr da habt Weißt du es ich?
00:26:36: Fünf, zwanzig Minuten, dreißig Minuten Kino oder eine Stunde oder ein Podiumsgespräch.
00:26:41: Das ist nicht der Job!
00:26:42: Der Job is sogar die Reise.
00:26:44: Du fährst dahin, du bereitest dich vor.
00:26:46: Du hast Schlafstörungen... Du wirst vielleicht sogar in der Veranstaltung rassistisch beleidigt oder sonst irgendwas und das solltest du für lau machen.
00:26:56: Also, die vielleicht auch hier um das ein bisschen mit einzubringen.
00:27:00: Das ist ja immer auch das was ich manchmal auch mit mir hadere von Anfang an so... Ob man dadurch nicht irgendwie eingekauft wird also seine Perspektive erstens eingekaufiert?
00:27:13: Das finde ich nicht mal schlimm!
00:27:14: Dass meine Perspektiv irgendwo eingekauft wird, ist ja gut.
00:27:19: aber ob man sich Also seine Glaubwürdigkeit vielleicht verliert, wenn man mit Aktivismus Geld verdient.
00:27:27: Ich weiß nicht ... Es kommt halt drauf an, wer einlädt und manchmal hab ich das Gefühl, wenn, ich weiß nicht wie es bei dir ist, je nachdem in welchem Raum man ist, spricht man ja schon anders.
00:27:37: Also ich spreche schon anders, je Nachdem im welchen Raum ich bin.
00:27:43: Und das kommt halt nicht mal unbedingt darauf an, ob ich jetzt bezahlt werde oder nicht, sondern das ist sehr viel mit Code-Switching Also, dass man sich so gesehen der Sprache des Raums anpasst.
00:27:54: Read the room!
00:27:55: Genau... Aber manchmal ist es schon so, dass ich das Gefühl habe, dass bei manchen Institutionen wo ich eingeladen werde nicht so kritisch sein kann wie ich möchte weil ich dann vielleicht beim nächsten Mal nicht eingeladene werde.
00:28:09: Du hast quasi Angst, dass wenn du jetzt irgendwie zu sehr in die Wunde Salz reinstreust Leute dann sagen, den Surat stehen wir jetzt nicht mehr.
00:28:19: Der war uns einfach zu kritisch, der war uns zu moralisch, er war zu ... weiß was ich?
00:28:24: Zu laut!
00:28:25: Das ist zumindest das, was ich denke.
00:28:27: Also ich bin im Moment gar nicht so ... Ich bin nicht darauf krass angewiesen, sag' ich mal so.
00:28:33: Weil ich noch Student bin und anders mein Leben irgendwie finanziere.
00:28:37: aber manchmal ist es schon so dass ich mich frage okay... Im Vorfeld der Vorbereitung wie kritisch kann ich in dem Kontext sein und vielleicht auch wie sinnvoll ist das.
00:28:48: Also, wie weit kann ich gehen in der Hinsicht?
00:28:51: Ich persönlich, wenn ich sagen... also, wenn mich emotional meine aktivistische Arbeit betrachte Wenn ich tu an Nachdenke In Bildern was ich als Aktivist bin dann bin ich das Salz in der Wunder.
00:29:06: Dann bin ich derjenige der immer mit den Finger nach oben schaut.
00:29:10: Da bin ich immer der Unbequeme.
00:29:11: Ich werde auch immer der Moralischer sein und ich werde immer laut sein, und ich würde immer kritisch sein.
00:29:18: Respektvoll aber kritisch!
00:29:21: Und dafür kaufen sie mich ein.
00:29:24: Wenn Sie von vornherein sagen der ist uns zu kritisch dann ist das einfach nur ne Feigenblatt.
00:29:29: Dann ist es einfach nur Tokenism.
00:29:31: So im Sinne von Wir machen einen auf Diverse und holen jetzt mal die Romastimme hier Die schwule Romastimme Der wird jetzt hier ein bisschen Krawil machen und dann werden wir sagen Ah guck mal so sind die No no no.
00:29:42: Das heißt also wir müssen aussuchen und den Leuten sagen, das heißt also absprachen mit den Leuten.
00:29:47: Das ist auch fair zu sagen hey pass auf mein Name ist Johnny Diamanto Jovanovic ich bin Quira Activist und ich bin Roma Und meine Geschichte ist da-da-da da-dada Da?
00:29:58: Und wenn du glaubst dass du mich hier in deinem weißen Raum rein nimmst und dass ich hier keine Ahnung mich whitewasche Ja dann ist... Bin ich der falsche Einsprechpartner für dich Dann musst du andere Leute dafür suchen.
00:30:11: die gibt es Die gibt es zu genüge auch aus unseren Reihen.
00:30:14: Gibt es, macht nimm die aber nimm nicht mich!
00:30:17: Wenn du mich nimmst dann bekommst du genau das was du jetzt hörst.
00:30:20: Das bedeutet Transparenz, Ehrlichkeit Unbequemlichkeit Liebe.
00:30:26: Du bekommest auch Liebe von mir Ja?
00:30:29: Du bekomst Meinung Aber respektiere mich als Mensch Als meine Arbeit und Respektiere Meine persönlichen Errungenschaften Und meinen Schmerz Und negiere mich nicht hier in einem Rahmen von, ach wir meinen es doch gut und wir wollen hier gesellschaftliche Arbeit machen.
00:30:44: Wir sind gar nicht fasstistisch.
00:30:46: Weil genau in dem Moment reproduzierst du alles das was mir bereits schon begegnet ist.
00:30:51: Das müssen halt Veranstaltungen wissen!
00:30:53: Sie müssen wissen wie sie sich da reinholen.
00:30:55: ganz ehrlich... Du kannst drüber nachdenken, das zeigt ja dass du ja einen liebevoller und fairer und auch ein Mensch bist der nicht Ungerechtigkeit reproduzieren will.
00:31:08: Aber ganz ehrlich, Surat, über was reden wir?
00:31:11: Du bist ein schwarzer Typ!
00:31:12: Ja hier in Deutschland... Ich bin schwuler Roma, auch Nicht-Weiß hier in Deutschland.
00:31:17: So wie ...ja klar Wir haben uns für unsere Privilegien, für das was wir arbeitet erwirtschaftet erkauft haben.
00:31:25: im wahrsten Sinne Haben wir uns den Hintern aufgerissen und das zehnmal als der Ingo Müller von nebenan.
00:31:33: Sorry, Ingo!
00:31:34: Bruder ich habe auch schon mal mit einem Ingo Muller gekutscht.
00:31:39: Ja, das bedeutet aber nicht dass sich nicht reproduzieren muss soll.
00:31:45: also im Sinne von... Also nochmal... Das schneidet ihr raus.
00:31:55: Ach so, ja.
00:31:56: Und Aktivismus macht auch Spaß!
00:31:58: Also das ist aber wichtig... Das macht auch Spass.
00:32:01: wenn du wirklich in den geilen Räumen bist, ist Aktivismus sehr befreiend und kann auch sehr viele Brücken bauen.
00:32:08: Also ich glaube, Aktivistmus ohne also durch die Arbeit die wir machen.
00:32:13: es ist ein Privileg wenn man durch politische Arbeit kein Geld verdienen muss.
00:32:19: Ist es ein Privilég?
00:32:21: Weil man schon anders abgesichert ist, weil man aus einem guten Haushalt kommt wie auch immer.
00:32:26: Und ja, wie gesagt aber ich hab mich immer irgendwie dabei irgendwie komisch gefühlt und weiß was ich weiß.
00:32:32: Aber das hat sich auch in den letzten Jahren so ein bisschen geändert bei mir oder auch in letzter Zeit.
00:32:38: Ich bin kritischer geworden und habe einen ein anderes Selbstbewusstsein.
00:32:45: Ich glaube, das spielt auch immer eine Rolle zu wissen wo man steht und welche Meinung man vertritt und welcher Haltung man mitbringt hat sehr ... Also kann auch... Du weißt wie viel deine Arbeit wert ist so?
00:33:00: Das wissen viele glaub ich oder das wusste ich zumindest für die Anfangszeit nicht, wieviel Wert meine Arbeit ist.
00:33:07: Das wusste sich einfach nicht!
00:33:08: Wie auch du hast ja auch keine Validität gehabt.
00:33:11: also wie auch Also das ist ja auch, es gibt kein Katalog der dir jetzt irgendwie sagt okay für ein Kino nimmst du das.
00:33:18: Für einen Workshop nimm's du das!
00:33:20: Für eine Organisation einer Demo nimm'st du dass!
00:33:23: Für einen künstlerischen Auftritt nimm´s du das und für den Buch nimmts du daß!
00:33:29: Für keine Publikation nimmste du das?
00:33:31: woher?
00:33:32: Woher
00:33:32: auch?!
00:33:33: Es gibt keinen... kein Katalog, keinen Leistungskatalog der uns sagt.
00:33:36: Das ist deshalb die Erfahrungen, die wir haben, die können eigentlich nur in Gesprächen stattfinden weil das ist genau diese Falle, die dann entsteht.
00:33:46: Die können machen mit uns was sie wollen also sie können uns anbieten was Sie wollen.
00:33:50: und dass es genau das Problem... Wir brauchen Wissen darüber wieviel wir zu verlangen haben können.
00:33:58: Sag man das so auf Deutsch?
00:33:59: Verlangen haben kann?
00:34:00: Verlangt können!
00:34:01: Wie viel wir verlangen können?
00:34:04: Denk ich, weiß ich nicht.
00:34:05: Oh je mini.
00:34:05: Ähm... Ausländer!
00:34:07: Hallo, deutsche Sprache?
00:34:11: Schwere Sprache
00:34:11: ja.
00:34:11: Schwüre Ja
00:34:13: So und ich hab's erst mit neun gelernt Ich darf Du weißt dich nicht
00:34:19: Ich habe auch bis zu meinem vierten fünften Lebensjahr nur Romanez gesprochen Und dann irgendwann mal mit Deutsch angefangen Als ich in die großartige Sonderschule für Lernbehinderte In Nürnberg am Champauplatz Zehn Angeschult worden bin.
00:34:31: Oh sorry, ich bin gerade ein bisschen ausgeschweift.
00:34:35: Ähm, auch ein Thema für den Podcast.
00:34:37: Trauma!
00:34:39: Oh Mann ey... Ja aber wenn du schon sagst wie viel es gibt kein Katalog Aber vielleicht können wir ja bisschen hier ein bisschen reinbringen.
00:34:54: Ich bin dafür, dass wir als Aktivisten Millionäre und Millionärinnen werden.
00:34:59: Gibt es ja auch!
00:35:00: Also ich denke schon das ist Leute gibt die krass viel Geld verdienen damit auf
00:35:03: jeden Fall.
00:35:05: Aber ich muss an dieser Stelle meine Arbeit tun... ...ich bin sehr kapitalismuskritisch Ja?
00:35:10: Und muss sagen, ich bin nicht für Millionäre.
00:35:13: Also wenn wir alle Millionäre wären auf dieser Welt wäre es gut ohne die Welt auszubeuten, klappt aber leider nicht.
00:35:19: Das funktioniert leider nicht und das ist vielleicht auch ein Punkt.
00:35:23: Das ist halt auch das was ich auch in meiner kapitalismuskritischen Haltung immer denke.
00:35:28: kann Ich sage mal in meiner Arbeit auch dieses Kapitalismus kritische immer mit Denken und gleichzeitig Geld dafür nehmen?
00:35:37: so dass Ja irgendwie muss man das her machen.
00:35:39: Irgendwie muss man ja trotzdem seinen Lebensunterhalt beschreiten, aber dass es alles so sehr komplex im kapitalistischen System antikapitalistisch zu sein ist nicht möglich.
00:35:51: also das geht nicht.
00:35:52: die Frage ist aber wie man das kapitalismus system nutzen kann um gegen das System selbst vorzugehen, so gesehen.
00:36:00: Da muss man sich auch immer wieder selbst korrigieren.
00:36:03: Immer wieder selbst justieren und neujustieren, welche Richtung ... Was war jetzt okay?
00:36:06: Was war nicht okay?
00:36:08: Aber let's drop some numbers!
00:36:10: Let's talk about money.
00:36:11: Yes.
00:36:12: Let's Talk About Money.
00:36:13: Willst du anfangen?
00:36:15: Nein.
00:36:16: Dann stell mir eine Frage und ich beantworte.
00:36:19: Also für so ein ... Also es kommt ja immer drauf an aber für so einen, sag ich mal ... Keynote-Vortrag an einer ... Universität.
00:36:30: Halbe Stunde Keynote?
00:36:32: Halbe stunde Keynote, tausendfünfhundert Euro.
00:36:34: Mhm.
00:36:35: Nur Honorar.
00:36:36: Netto.
00:36:37: Dann kommt mehr Wettsteuer drauf.
00:36:40: Okay.
00:36:41: So wenn's ne Uni ist die jetzt ... Jetzt ne Privatuni ist kanns auch mehr sein.
00:36:46: Das muss man auch mal sagen, wenn es irgendwo eine kleine Uni isst wo du keine Ahnung vom Aster quirl oder sonst eingeladen wirst, dann wirst du da nicht viel kriegen.
00:36:56: Das mache ich auch weil ich mir sage okay das sind junge Leute es sind queere Leute sind migrantische Personen Studentenvereinigung auf jeden Fall da gehe ich hin das sind diejenigen die das hören müssen Da gehe ich auch für dreihundert Euro hin wenn ist hier in Köln oder keine Ahnung ein NRW ist das ist nicht das Thema da geh ich wirklich auch hin Nicht immer.
00:37:14: also ist auch wichtig dass Ich kann das nicht immer machen das mache ich dann so einmal im Jahr Wo ich dann sage, okay das mache ich dann so wirklich für die Mata.
00:37:22: Weil ich sage ok es sind Studenten und Studentinnen oder wenn Schüler und SchülerInnen kommen... ...dann mach' ich das auch teilweise umsonst.
00:37:28: Das kann man auch machen.
00:37:29: aber Wenn Universitäten Geld haben Und Universitäten haben auch Geld Dann ist dieser Betrag den ich für eine halbe Stunde nehme Unabhängig jetzt ob es eine Universität ist Oder ein NGO ist oder irgendeine Fachstelle oder eine Stiftung
00:37:46: Und wenn das so Community Sachen sind Zum Beispiel also ein Keynote-Vortrag, aber innerhalb der Community.
00:37:54: Hättest du so was schon mal?
00:37:55: Ja hatte ich letztens noch in Berlin.
00:37:57: da bin ich nach Berlin gefahren.
00:37:59: Das war nicht nur einen Vortrag das war eher so ein zwei Stunden Workshop, den ich gemacht habe zweieinhalb sogar weil die wollten ihn nicht verlassen und auch nicht weil sie alle so süß waren.
00:38:09: Das waren alles POCs.
00:38:10: Alles POCs die waren alle irgendwie zwischen zwanzig und maximal dreißig Jahre alt.
00:38:19: Da bin ich nach Berlin gefahren, dafür habe ich tausend Euro bekommen und ich war zwei Tage unterwegs.
00:38:24: Das war ein Tag vorher angereist, hab den Workshop gemacht und bin dann quasi am gleichen Tag wieder zurückgefahren.
00:38:29: Ich konnte quasi nicht mehr den Tag nutzen der Rückfahrt um zu arbeiten.
00:38:34: das heißt es waren zwei Tage Investition für mich Vorbereitung Powerpoint Präsentationen Fragen aufgestellt Danach noch mit den Veranstaltern gesprochen Den Feedback gegeben mir ein Feedback eingeholt.
00:38:46: Dafür bin ich dann für tausend Euro gefahren.
00:38:48: Warum?
00:38:49: Weil es einfach alles Kennex waren und ich gesagt habe, ich will da hin!
00:38:52: Und die kannten mich alle.
00:38:53: Die wollten unbedingt nicht sehen.
00:38:56: Wir haben gelacht, geweint, gelernt... ...und das war so ein empowernder Raum auch für mich wo ich Kraft
00:39:02: gezogen habe.
00:39:03: Das ist halt so das Ding.
00:39:04: So, das hat mir selber Power gegeben.. ..und dann gehe ich ja auch für Tausend EUR hin.
00:39:09: Aber wenn jetzt keine Ahnung, die Deutsche Telekom mich jetzt antragt oder keine Ahnung.
00:39:15: Die Technikerkrankenkasse... Ich hab jetzt Namen gejobbt, scheiße!
00:39:20: Dann verlang ich dann auch schon mal ein bisschen mehr und das dann deutlich ja
00:39:24: Aber ich find das ... Das ist mir grade auch in den Sinn gekommen, als du gesagt hast.
00:39:28: Ja, Community-Sachen.
00:39:30: Ich finde man schafft so viel Kraft auch.
00:39:32: Also es gibt ja einen selbst was!
00:39:34: Das find ich unglaublich.
00:39:35: immer wenn ich im Communityräume bin und selber irgendwie was machen soll dann.
00:39:39: Schöpfe ich selber so viel kraft?
00:39:41: Und in weißen Räumen ist es eher so dass sich ausgelaukt herauskomme.
00:39:47: Und entsprechend muss es auch anders entlohnt werden.
00:39:50: Das is absolut ... Absolut richtig so.
00:39:52: Aber ja, ich hab immer Ranges, Bereiche für einen Vortrag, Keynote, halbe Stunde zwischen
00:40:01: ...
00:40:02: Ich glaub, tausend, zweihundert Euro und tausends neunhundert Euro je nachdem wer anfragt ist dann mehr oder weniger.
00:40:11: aber genau für Workshops... Ich habe in letzter Zeit ein bisschen weniger Workshobs gemacht, hab ich mal mehr gemacht.
00:40:18: In letzter Zeit bin ich eher sehr viel auf der Straße unterwegs und mach Menschenorganisieren, Pressesprechen usw.
00:40:26: Aber für Workshops wenn es eine Schule ist dann mache ich das auch mal für Laos tatsächlich aber es gibt viele Schulen die auch gar kein Geld haben.
00:40:36: Dann muss man das aushandeln.
00:40:39: so drehntet Euro zahntet euro ist dann halt auch dann für mich okay wenn es irgendwie eine Schule ist, aber da muss man das ... Das kann ich halt auch nicht immer machen.
00:40:47: Weil ich bin selber Student und wenn ich jetzt für ne Schule eingeladen werde, die irgendwo in München isst dann mach' ich das tatsächlich nicht sondern versuche zu vermitteln Leute, die in Münchens sind, die ich kenne Die dann solche Workshops anbieten weil Ich wohne in Oldenburg.
00:41:07: Hier passiert nicht so viel wie in Berlin.
00:41:09: Ich bin öfter in Berlin als überall anders Muss ich ehrlicherweise sagen.
00:41:12: So deswegen.
00:41:13: Also Das ist manchmal auch echt anstrengend.
00:41:16: Ich weiß nicht, wie du das machst ... Aber Zugfahren nimmt mich manchmal so auseinander, dass es nicht normal
00:41:22: wird.
00:41:22: Fährst du zweite oder erste Klasse?
00:41:25: Eine ernst gemeinte Frage!
00:41:26: Ich fahr Zweite Klasse und ich bin für Erste Klasse für alle.
00:41:31: Ja, ich auch, aber Kapitalismus so.
00:41:34: Aber jetzt, ich sag dir ganz kurz, warum ich erste klasse ausschieße.
00:41:38: Die bezahlen das aber nicht.
00:41:39: Doch die bezahlen da's natürlich bezahlen.
00:41:41: Sonst sage ich, ich komme nicht.
00:41:43: Krass.
00:41:44: Ich sag dir warum ich erste Klasse bezahle?
00:41:47: So, ich fahr auch zweite Klasse, darum geht es nicht aber ich habe Erfahrungswerte in der Bahn.
00:41:53: als Nicht-Weißer Mann... Als schwuler Nicht-weißer Mann habe ich Erfahrungen in der Bahnen und in der Bahnbegegnung bist du ganz vielen Menschen die auch du in anderen Ecken begegnest.
00:42:06: das ist die Struktur der Gesellschaft die dort mitfährt Und in beiden Klassen übrigens.
00:42:13: Ich hab halt einfach festgestellt, wenn ich mit der zweiten Klasse fahre... ...dass ich einfach... und ich bin jemand, ich arbeite im Zug!
00:42:23: Es gibt auch in der zweiten klasse die Ruheräume natürlich aber ich brauche diese Ruhe.
00:42:29: Ich brauch Raum im Sinne von dass ich mich irgendwie... dass ich einen gewissen Space habe, der so ein bisschen für mich ist.
00:42:39: Das hast du in der zweiten Klasse nicht!
00:42:41: Warum kann ich dir auch gerne sagen?
00:42:43: Oft ist es so, wenn ich nach einer Reise wieder zurückfahre nach Köln... Ich weine im Zug!
00:42:51: Ich weinne bitterlich im Zug.
00:42:53: Mir fließen die Tränen weil alles was passiert ist und das ich gesagt habe, mich berührt, mich fertig macht aus Erschöpfung.
00:43:04: Und ich möchte nicht neben fünf oder zehn biersaufenden Härter, sonst irgendeine harte Fans, Fußball-Fans weinen wollen.
00:43:16: Das geht nicht.
00:43:17: Versteh' ich.
00:43:18: So!
00:43:18: Das ist das eine.
00:43:19: Das heißt, ich brauche mehr Space für mich.
00:43:21: Ich brauche das dann auch in dem Moment weil ich einfach diese Herausforderung gerade hatte.
00:43:27: Das andere ist aber auch... ...ich werde dort nicht verortet in der ersten Klasse.
00:43:32: Normalerweise werde ich dort nicht verortet.
00:43:34: Wenn ich in der ersten Klasse bin, habe ich zu immer noch ... immer noch.
00:43:39: Neunzig Prozent weiße Menschen um mich herum was auch okay ist.
00:43:42: Absolut in Ordnung!
00:43:43: Das heißt... Ich werde als brauner schwuler Mann nicht dort erst mal verorten.
00:43:51: und glaub mir wenn ich unterwegs bin seh' ich sehr schwul aus mit meinen Klamotten So Und ich will dass die mich dort sehen.
00:44:00: Ich will denen zeigen, ich bin auch hier Ich kann auch erste Klasse fahren.
00:44:05: Nicht nur ihr, das hat auch was damit zu tun.
00:44:07: Das ist ein bisschen so einen Widerstand vielleicht auch so und das sind die Gründe dafür warum ich dann auch fahre weil ich will nicht mich noch auf dem Rückweg mit irgendwelchen Fußballfans oder mit irgendwelsen Leuten streiten müssen.
00:44:23: Nee, dass tue ich mir da nicht an und das ist der Grund warum ich das tue.
00:44:26: und wenn man das den Leuten auch erklärt, dann bezahlen sie auch erste klasse.
00:44:29: Okay finde ich interessant.
00:44:32: Also ich hab nie so richtig darüber nachgedacht, ob ich erste Klasse war.
00:44:36: Mir ist es eigentlich echt relativ egal.
00:44:40: Ich fand's aber sehr witzig als ich mal in der Bahn war und mich jemanden in der Bahnen erkannt hat.
00:44:46: Und dann meinte der so du bist doch der von Instagram?
00:44:48: Und ich so ja.
00:44:50: Warum sitzt du hier und nicht erste Klasse?
00:44:54: Weil die denken auch dass man unnormal viel Geld macht und keine Ahnung.
00:45:00: Also die denken wirklich so, wenn du irgendwie weiß ich nicht.
00:45:03: Hunderttausend Follower hast dann verdienst du weiss ich nicht wie viel Geld damit aber das ist ja nicht unbedingt der Fall.
00:45:10: Aber ja ich kann das total nachvollziehen.
00:45:11: gerade wenn ich zurück fahre oder irgendwo hin zurückfahre meistens nach Hause bin ich sehr erschöpft und dann Fußballfans alkoholisierte Fußballfanz dass es nicht so geil mit denen da zu sitzen Und es ist vielleicht auch ein Sicherheitsding Weiß ich nicht, also so ein Sicherheitsaspekt.
00:45:29: In der zweiten Klasse weil es größer ist sind halt natürlich auch mehr Menschen und in der ersten Klasse meistens weniger Menschen.
00:45:35: da weiß ich nicht ob das als Argumentation irgendwie gilt aber... Ich weiß nicht wie viele Leute dich erkennen immer Aber bei mir ist es inzwischen schon sehr
00:45:44: viel.
00:45:45: Sehr viele!
00:45:46: Überall in ganz Deutschland, also im Ganzdeutschrauber.
00:45:48: Ich hätte's nicht gedacht, ich meine ich bin jetzt Ich bin ja kein Influencer oder Content-Market, wie nennt man das?
00:45:53: Content Creator.
00:45:56: Und das hat mir nicht immer wieder erstaunt, dass Menschen mich erkennen.
00:45:59: jedes ... Also immer!
00:46:00: Immer!
00:46:02: Es ist nie so, dass mich nie einer erkennt was auch gut ist weil das schmeichelt mir natürlich auch.
00:46:06: aber gleichzeitig macht es mir auch Angst, weil ich weiß da noch Leute mich erkennen die mich vielleicht nicht ansprechen, die mich sogar hassen und nicht mögen usw.
00:46:14: Deshalb ist es super schwierig für mich dann auch wirklich Ich kann sowas nicht, wenn ich das schon spüre und ertrage.
00:46:22: Dass Menschen mich irgendwie die Deutungshoheit über mich übernehmen in Momenten dann bin ich auch gerne jemand der auch leicht austicken kann Und es will ich mir dann auch nicht geben weil ich habe keinen Bock.
00:46:31: dann dass einmal einer mit einem Handy Dann auf mich drauf geht dann da und guckt und der mich vielleicht kennt und dann sagt ah guck mal der Jovanovic hat gerade jemand eine an die Fresse gehauen Toller Aktivist.
00:46:43: dies ist das so ein jenes komplett aus dem Kontext.
00:46:45: Vielleicht hab ich habe ich übrigens nie gemacht Oh Gott, hab ich
00:46:51: nie gemacht, Leute.
00:46:52: Ich schwöre!
00:46:53: Ich bin das hartes Wesen.
00:46:55: Ja?
00:46:55: – Ich bin
00:46:56: der Blume.
00:46:58: Aber verstehst du, was ich meine?
00:47:00: Weil das wird dann so aus dem Kontext riss.
00:47:02: Vielleicht haben sich ja in Menschen den Moment einfach nur verteidigt oder gewährt oder was auch immer weil ich glaube auch die Bereitschaft auch Männer anzugreifen von einem Mann angegriffen zu werden oder auch von einer weißen Frau angegriffend zu werden in dem moment einfach größer ist.
00:47:15: aber wir schweifeln zu sehr ab.
00:47:17: Wir wollen über Geld reden!
00:47:18: Wir schweifen ab!
00:47:19: Wir schleifen voll ab, aber dass es gut im Ausschweifen hört man manchmal auch ein bisschen mehr Wahrheit
00:47:27: Nee... Aber wir haben gerade über Workshops und wie viel man in welchen Räumen verdient.
00:47:33: Wir haben ein paar Zahlen schon genannt, ich finde das voll okay.
00:47:36: Die Frage die man sich in dem Kontext auch immer stellen kann und die stelle ich mir sehr oft.
00:47:43: Woher kommt das Geld denn?
00:47:44: Genau!
00:47:45: Wer gibt uns das Geld?
00:47:46: Wer gibt es uns das Gelb und wer nicht?
00:47:50: Vielleicht auch weiß ich nicht aber also ich möchte nicht.
00:47:53: grundsätzlich ist bei mir so... Es gibt Anfragen, die ich nicht annehme.
00:47:58: Zum Beispiel wenn... Was
00:47:59: sind das für Anfragungen?
00:48:00: Anfragen von... Also ich bin ja ein politischer Aktivist und es gibt bestimmte politische Richtungen, politische Sachen wo ich mich schwer tue damit irgendwie das anzunehmen.
00:48:16: also wenn mich jetzt irgendwie.
00:48:18: letztens hat mich tatsächlich jemand irgendwie von der AfD zu einem Podcast eingeladen.
00:48:23: Das mache ich nicht natürlich Aber es gibt halt auch so ... Und das ist vielleicht auch in dem Kontext, es gibt auch Unternehmen, die mich anfragen, wo ich nicht hingehen würde.
00:48:34: Weil ich nicht mit denen in Verbindung gebracht werden möchte.
00:48:38: In diesem Kontext habe ich auch eine Entscheidungsfreiheit, also ein Privileg.
00:48:43: Ich bin nicht crazy auf das Geld angewiesen und muss das machen oder wie auch immer.
00:48:47: So was mache ich nicht.
00:48:48: Es gibt aber auch Bewussträume, wo wir sagen, da gehe ich rein um Narrative durchbrechen Und in erster Linie kommt das nicht so drauf an, woher das Geld kommt.
00:48:59: Wenn ich vor allem zum Beispiel in krass christig geprägten ländlichen Räumen eingeladen werde dann gehe ich oft hin... ist schwer muss man sagen!
00:49:10: Ist sehr schwer gerade als schwarzer Muslim, schwarzemuslimischer Mann dazustehen.
00:49:16: mit alten weißen Menschen ist es sehr schwer, bestimmte Themen zu besprechen.
00:49:22: Aber ich war letztens auch in der Nähe von Osnabrück und es war so sweet wirklich.
00:49:27: also die waren so sweet.
00:49:29: das ist manchmal vielleicht auch so ein Narrativ was man hat in seinem Kopf aber im ländlichen ... Das war so Sweet.
00:49:35: Leute haben geklatscht Leute haben Punkte mit reingebracht Leute waren so Ey wir sind so berührt.
00:49:42: danke dir für deine Arbeit.
00:49:43: Ich bin und viele auch so.
00:49:46: Du hast Es rattet bei mir gerade.
00:49:49: Leute kommen zu dir und sagen, boah ich hab mich selber bei ein zwei Sachen erwischt gerade.
00:49:53: Und das ist so sweet wenn das so kommt auch von alten weißen Menschen die sagen ey es macht grade was mit mir.
00:50:00: Ist ein Denkprozess wurde angestoßen und oft ist es ja so dieses ... diese Abwehrhaltung, die man oft in Social Media vor allem kennt.
00:50:10: Das habe ich da nicht erlebt und das hat mir sehr viel Kraft gegeben muss ich ehrlich sagen.
00:50:16: Das ist so schön, dass du das sagst weil ich fühle dich voll.
00:50:20: Es gibt diese Momente wo ich in weißen Räumen bin Und wo ich so viel Liebe bekomme, soviel Verständnis und Reflexion bekomme.
00:50:30: Und Ehrlichkeit!
00:50:31: Du merkst richtig die Menschen sind ehrlich... ...und auch ehrlich in ihrer eigenen Überforderung.
00:50:36: Das ist so wichtig weil du merkst einfach du hast gerade irgendetwas in ihnen geöffnet.
00:50:41: Irgendeine Perspektive ist ihnen eröffnet worden.
00:50:43: Ein kurzes Beispiel weil du grade über alte weiße Menschen gesprochen hast.
00:50:47: Es gibt so wunderbare, tolle süße großartige alte weiße Menschen wie zum Beispiel Omas gegen rechts.
00:50:55: Shout out an die Bitte!
00:50:57: Vielleicht können wir die in den Shownutz irgendwie benennen... Die sind so großartig in ihrer Liebe und in ihrem dem was sie tun weil sie vor allen Dingen auch noch sehr an der Geschichte dran sind, die in diesem Land passiert ist Und halt einfach diese tolle politische wichtige Arbeit leisten.
00:51:14: Es gab einmal eine Situation ich war irgendwo Backt, backt.
00:51:19: Keine Ahnung, backtat Süd.
00:51:20: Irgendwo was kleiner, kleiner Ort irgendwo hier in Deutschland.
00:51:25: super schön so ein Kurort und da war ich mit... Was zwischen
00:51:29: ahnen vielleicht?
00:51:30: Keine Ahnung, ich muss gucken.
00:51:34: Auf jeden Fall kann ich mich noch an Dagmar Koller erinnern.
00:51:36: Dagmar ist eine Schlagersängerin und Moderatorin aus dem Osten.
00:51:41: Die ist jetzt schon weit über Achtzig mittlerweile und eine tolle Frau war ebenfalls dort Gast und die habe ich dort kennengelernt.
00:51:47: Und du musst dir vorstellen das Publikum war U-Sächsig Und während ich auf diesem Podiumsgespräch war, sah ich so ins Publikum rein und da saß ein älteres Ehepaar – sehr altes EhEPA!
00:52:00: Die waren dann am Ende über neunzig.
00:52:02: Der eine hatte einen Rollator und die Frau hatte so'n Sauerstoffgerät dabei und die waren beide dort weil sie unbedingt meine Geschichte hören wollten.
00:52:11: Als dann die Veranstaltung zu Ende war, war ich hinter der Bühne und dann klopfte es an der Tür Und dann standen diese beiden alten Menschen vor meiner Garderobe und wollten kurz mit mir sprechen.
00:52:25: Dann sagte der Ehemann, die Frau hat kaum reden können, sagt er zu mir... Oh Gott!
00:52:32: Das ist so berührend.
00:52:33: Er sagte zu mir, die Menschen haben vergessen.
00:52:41: Ich habe nicht vergessen.
00:52:43: Wir sind ein jüdisches Ehepaar.
00:52:47: Beide waren Juden Deutsche Juden.
00:52:50: Das, was sie erzählt haben verbindet uns.
00:52:54: Sie als Roma und wir als Juden... ...haben gemeinsam Schmerz- und Leid-und Trauma erlebt.
00:53:02: Danke dass sie heute hier waren!
00:53:04: Ich hab geweint wie ein kleiner Junge.
00:53:08: Ich habe Gänsehaut gerade her.
00:53:09: Ey
00:53:10: wirklich?
00:53:10: Ich muss mich zusammenreißen, weil ich selbst gleich wieder anfange zu flennen.
00:53:14: Aber es war so berührend und das ist die Arbeit und da bin ich auch.
00:53:19: Da war ich am Anfang meines Aktivismus, da bin ich auch für fünfhundert Euro hingefahren.
00:53:25: Das sind dann so Räume wo ich sage, dass ich da war Johnny, gut das meine Perspektive hier drin war und gut dass du das erfahren hast was du erfahren hast.
00:53:34: Das heißt also es gibt auch weiße Räumen, das ist mir sehr wichtig zu sagen an der Stelle die so cool sind, die so großartig gestaltet werden, wo du Veranstalter innen hast die auch sagen, ey ich will dir Kohle geben Johnny.
00:53:47: Ich will dir Kohle geben.
00:53:48: ja ich weiß ich bin eine weiße privatisierte Person.
00:53:51: aber ich sage dir ganz ehrlich dann... Kürze ich mein eigenes.
00:53:56: Ich habe weißte Veranstalterinnen gehabt, die haben ihr eigenes Konorar gekürzt um mir mehr Geld zu geben.
00:54:01: und das ist dann sag' ich so Schwester!
00:54:03: Ich küsst deine Augen, ich küsste deine Mund... ...ich küsse deine Seele.
00:54:06: was bist du für ein toller Mensch?
00:54:08: Du hast verstanden worum es geht weil es heißt so check your privilege.
00:54:13: Ja, Privileg
00:54:14: enthalten.
00:54:17: Und wirklich Bezahlung bedeutet ja nicht im Endeffekt, dass sie jetzt nur meine Meinung eingekauft hat oder sonst was.
00:54:23: Oder das sie mich als Token dort eingekauft hat?
00:54:25: Nein!
00:54:25: Sie respektierten meine Geschichte... ...sie respektiert meinen Schmerz und sie respekt vor allen Dingen meine Arbeit die ich tue Und das ist etwas so kann das auch funktionieren.
00:54:36: und wenn Institutionen das machen dann bin ich auch gerne bereit in Institution zu gehen.
00:54:41: Ich war auch in Familienministerium habe dort moderiert.
00:54:43: So war es nicht.
00:54:44: Jetzt nicht aktuell Das war noch zu der Zeit.
00:54:47: Die schwarz-rote ... Äh, hier.
00:54:50: Wieser Scholz?
00:54:52: Noch einer Macht war.
00:54:53: Ah, die Ampelregierung!
00:54:55: Ja ja... Um das
00:54:56: mal klarzustellen.
00:54:58: Ich fand die gar nicht so schlecht.
00:55:01: Der Lindner der Verräter hat alles kaputt
00:55:03: gemacht.
00:55:07: Genau, aber da ist es wichtig, dass Institutionen darauf einfach aufpassen, weißt du?
00:55:14: Boah, sehr berühmte Geschichte.
00:55:16: Ich hatte gerade auch Tränen in den Augen.
00:55:17: Oh,
00:55:17: ich krieg deine Augenbrüder!
00:55:19: Das
00:55:19: ist schon sehr, sehr ... berührend und... Ich wollte es schon sagen das ist eigentlich hier ein Abschluss ja?
00:55:27: Wir müssen so einen Wrap-up machen glaube ich noch abkann.
00:55:29: Also ich... Ja
00:55:32: sag hau raus, hau
00:55:33: aus!
00:55:33: Ich glaube dass finde ich sehr wichtig weil mich das gerade auch so berührt hat.
00:55:38: wir dürfen uns grade in unserem Aktivismus nicht vergessen.
00:55:42: Nicht selbst vergessen absolut Und das passiert.
00:55:45: Ich sehe sehr, sehr viele Aktivistinnen die durchbrennen, die in den letzten Jahren durchgebrannt sind weil es so unglaublich schwer ist gegen dieses verfickte System anzukämpfen gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, Gegen antimuslimischen Rassismos, gegen Rassesmus, gegen Sinti und Roma, gegen so viel.
00:56:06: Es ist unglaublich!
00:56:07: Wir dürfen uns echt nicht verlieren Und deswegen auch Pausen sind Widerstand.
00:56:15: Auch pausend sind Aktivismus, kann Aktivismuss sein um sich zu erholen und weiter machen zu können.
00:56:22: Ich sage das jetzt so in den Raum aber ich sag es mir selbst!
00:56:26: Ich muss auch aufpassen und man darf seine eigenen Sachen nicht vergessen, seine mentale Gesundheit nicht vergessen... Und das ist, glaube ich vielleicht eine Sache die ich hier so in den Raum werfen darf.
00:56:36: Wir hatten in den letzten Jahren echten Sprint hingelegt im Kampf gegen Faschismus, gegen Rassismus in diesem Land und es sieht aber noch ein Marathon werden ja?
00:56:46: Es ist wichtig sich jetzt auf Marathon vorzubereiten denn wir brauchen echten langen Arten für diesen Kampf, für Gerechtigkeit, für ne solidarische Gemeinschaft eine Welt in der alle so sein können, so leben können und lieben können wie sie möchten.
00:57:04: Das ist jetzt zumindest so ein Wunsch von mir und ich glaube man darf auch groß träumen denn das macht am Ende uns alle aus.
00:57:13: wenn wir aufhören zu träumen dann haben wir schon verloren würde ich sagen.
00:57:20: Ja das ist super wichtig!
00:57:22: Äh, trotzdem bin ich noch mal sehr pragmatisch.
00:57:27: Also mir ist wichtig den Hörerinnen und Hörern klar zu machen dass AktivistInnen teilweise mit Aktivismus ihre Lebensaufgabe ist.
00:57:38: Ich meine das wirklich so.
00:57:39: es ist ihr Leben Es ist ihr leben Und deshalb ist es wichtig Dass man das anerkennt und sagt.
00:57:47: Wir, wenn wir Aktivisten in einladen die über ihre Lebenserfahrung sprechen ist es wichtig dass wir in der Honorar bezahlen.
00:57:53: Honorar ist kein Luxus Es ist einfach nur Respekt.
00:57:56: in Zahlen mehr ist es nicht so.
00:57:59: Es kann nicht sein das wir erwarten das kostenlose Aufklärung zur Ausbeutung wird.
00:58:04: Das ist so eine Art höfliche und respektvolle Ausbeuchtung, so ungefähr.
00:58:10: Da müssen wir aufpassen!
00:58:12: Es geht wirklich... Mir geht es nicht... Ich habe denkt so drüber nach.
00:58:15: okay die Frage darf ich Geld nehmen für Aktivist im Moment?
00:58:17: Darf ich Geld im Moment...?
00:58:18: Die Frage ist doch nicht darf ich geld nehmen?
00:58:20: ist so warum wurde denn erwartet?
00:58:23: Warum wird dann erwartet dass sich das nicht tun
00:58:25: soll?!
00:58:27: So
00:58:27: why!?
00:58:28: Das sind so die Fragen.
00:58:29: also.
00:58:30: Deshalb geht mit diesen Fragen so ein bisschen raus in die Welt, weil wir müssen Aufhörungen.
00:58:35: Wir müssen wirklich aufhören.
00:58:37: Aktivistische Arbeit, die auch sehr zur Erschöpfung bringen kann – mit einer Art Form.
00:58:44: Die Aktivisten sind aber sehr aufrichtig in dem was sie sagen.
00:58:47: also bitte verwechselt das nicht.
00:58:49: manchmal sind aktivisten einfach auch oder aktivistinnen einfach erschöpft und reden aus ihrer Erschöpfung, und ihr les das als Aufrichtigkeit.
00:58:58: Das ist nicht immer das Thema.
00:59:00: deshalb wir brauchen wenn wir auch da Gerechtigkeit haben wollen Und es ist so ein bisschen mein letzter Satz für heute.
00:59:08: Gerechtigkeit braucht nicht nur wirklich so Gerechtigkeiten braucht Mut So!
00:59:15: Gerechtlichkeit braucht Mut Und sie braucht v.a.
00:59:18: faire Infrastrukturen, die es ermöglichen, dass Aktivisten und Aktivistinnen ein gutes Leben führen können durch die Arbeit, die Sie
00:59:26: machen.".
00:59:27: Gerechtigkeit!
00:59:28: Aktivismus braucht Ressourcen?
00:59:30: Das ist glaube ich so'n Abschlusssatz.
00:59:33: Boah... Ich glaube wir haben Microp hingelegt.
00:59:38: Die
00:59:39: Redaktion wird uns lieben.
00:59:42: Das ist so nice.
00:59:43: Es hat mich unglaublich gefreut mit dir zu sprechen.
00:59:47: Wir müssen aber am Ende noch eine kleine Ansage machen,
00:59:50: Johnny.
00:59:50: Ja ich will nur ganz kurz noch ein paar Schoenurts raushauen für die Hörerinnen damit ihr einfach nochmal versteht wenn ihr auch mal einladen könnt Leute die Ressourcen haben.
01:00:03: Ich empfehle euch Mirjan Mahn Ich empfiehle euch Prof.
01:00:08: Dr.
01:00:09: Natascha A. Kelly.
01:00:10: Ich empfehl'e euch Yasmina Kunko Quadrummelf.
01:00:15: Ja,
01:00:18: das wollte ich bringen.
01:00:19: Das wollte ich bringen!
01:00:20: Ich wollte dich ... Ich wollte Dich vorschlagen.
01:00:25: Hallo.
01:00:25: Wie hausst du noch
01:00:28: raus?
01:00:28: Ich wollte Johnny sagen.
01:00:30: Okay dann.
01:00:31: Ich wollte Zuki sagen und ich wollte Luna sagen.
01:00:35: Und ich bin natürlich auch da.
01:00:37: Wir sind alle viel beschäftigt aber wir machen es möglich wenn ihr uns einlädt und dafür bezahlt.
01:00:42: Apropos bezahlt eine wichtige Info.
01:00:43: noch bitte am Liebe zuhören So, ihr könnt bei Vetomagazin auch Mitgliedwäden und das Veto-Magazin Auch unterstützen.
01:00:50: Das ist auch eine Form von aktivistischer Solidarität, weil das Veto-Magazin ein cooles und sehr faires Magazin, was auch sehr fair mit seinen Hosen umgeht.
01:01:01: Deshalb bitte unterstützt das Vetomagazin mit Mitgliedschaften, Mitspenden ... Und darüber reden wie cool das VETO-Magazzin ist!
01:01:11: Mit Klicks Podcast weiter sagen, sagt weiter, dass wir hier im Podcast haben, schickt das euren Freund in der Familie Und ich glaube, das ist schon ein guter Support für uns und Veto.
01:01:23: Genau!
01:01:24: Wir gehen in die Sommerpause.
01:01:25: Erzähl!
01:01:26: Wir sind ab dem ersten September wieder dabei mit einer Folge von Suki und mir.
01:01:35: Thema denken wir uns noch aus?
01:01:39: Ihr dürft aber sehr gespannt sein.
01:01:40: Ich freue mich auf euch, wir freuen uns auf euch.
01:01:43: Danke, dass ihr zugehört habt.
01:01:45: Tschüss, liebe Leiter.
01:01:46: Auf
01:01:46: Wiedersehen.
01:01:46: Ciao, ciao...
01:01:47: Lauter!
01:01:49: Lauter?
01:01:49: Lauter, genial.
01:01:50: Lauter.
01:01:50: Ein bisschen
01:01:51: lauter.
01:01:51: Ich kann sie nicht hören.
01:01:52: und können sie lauter sprechen.
01:01:53: Na ja natürlich, so gut... Wow ich hab hier lauter
01:01:56: richtig coole Leute.
01:01:57: Die Lauter-Leute sind alle schlauer als ich.
01:01:58: Das ist eine Debatte wo lauter Leute sitzen.
01:02:00: Also das kamen schon vor dass meine Leute ein bisschen lautter wurden.
01:02:04: Ich sag's mal ganz provokativ.
01:02:06: Je mehr leute und desto lauter desto
01:02:08: besser.
01:02:08: Hörschlich die müssen es noch lauter sagen und dann machen wir das nochmal.
01:02:13: Vielleicht müssen wir gerade deswegen noch lauter sein und auf die Straße gehen.
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